Latest News

Latest News. Ich wollte mir ja Mühe geben, jetzt immer schneller zu schreiben. Es liegen noch einige Artikel in der berühmten Schublade, die dringend veröffentlicht werden wollen, aber nun erst einmal die News von heute.

Als wir morgens das Büro betraten, wartete schon Amie Jatta auf uns. Sie hat einen Kropf, wie er im Buche steht. Der Kropf an der Schilddrüse entsteht durch Jodmangel. Interessanterweise sagte meine Tochter heute, die gerade ein Praktikum in einem Labor in Banjul macht, dass dort heute auch zwei Frauen mit Kröpfen zum Bluttest waren. Nur zur Erinnerung, Banjul ist eine Halbinsel umgeben von Meer und Bakau, wo Amie wohnt hat einen Fischerstrand. Der größte Jodlieferant sind Fische. Da wohnen alle diese Frauen 10 Meter vom Meer entfernt und haben aus Armut Jodmangel, weil sie sich keinen Fisch leisten können. (5 kleine Bongafische (ähnlich wie Hering) kosten 1€).

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Rückblick mit Fotos

Rückblick. Es ist so viel passiert in den letzten 14 Tagen, dass ich nicht wusste, wo ich anfangen soll mit dem Erzählen. Deswegen habe ich das Schreiben dieses Blogs ein wenig vor mir hergeschoben. Sorry dafür. Doch jetzt habe ich eine Liste der kürzlich abgeschlossenen Projekte. So ist es etwas einfacher das Wirrwarr in meinem Kopf zu bändigen.

Gott sei‘s gedankt, wir konnten wirklich viel Gutes tun. Großer Dank auch an die Spender, die das alles ermöglicht haben.

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Die Madrassa von Omar Jammeh ist bezahlt

Das ging aber schnell, innerhalb von einer Stunde oder sogar weniger, hatten sich zwei Schwestern gefunden, die die Kosten übernommen haben. Gott sei‘s gedankt. 

Die Madrassa von Omar Jammeh

Das ist Omar Jammeh. Er ist ein junger Islamlehrer und möchte gerne seine eine kleine Madrassa eröffnen. Der Besitzer des Grundstücks hat ihm den Teil für die kleine Schule zur Verfügung gestellt, den ihr auf dem unteren Bild seht. Um den Bau kümmert er sich selbst, aber er braucht noch ein wenig Unterstützung bei dem Material. Er braucht ein Paket Wellblech und etwas Holz für die Dachkonstruktion. Auf dem rechten Bild ist eine noch leere Fläche. Dort möchte er den Raum für die Mädchen bauen.  Seine Wünsche sind nicht groß, und daher hoffe ich sehr, dass wir ihm helfen können. Von unserem Verein möchte er:

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10 Gründe warum Gambier unbedingt nach Europa wollen

Diesen Artikel widme ich meinem Schwager Habib, der mit 30 Jahren sein Leben im Mittelmeer vor Lampedusa verlor. Wir haben alles versucht, ihn davon abzuhalten, doch leider ohne Erfolg. Seitdem haben wir viele Gespräche mit anderen Ausreisewilligen geführt, um ihre Beweggründe und ihre Hoffnungen besser zu verstehen und ihnen vielleicht Alternativen anbieten zu können.

Gambia hat 1,8 Mio. Einwohner. Jährlich verlassen etwa 9000 junge Männer das Land, um durch die Wüste nach Libyen, über das Mittelmeer nach Italien zu gelangen. Nigeria beispielsweise hat 100x mehr Einwohner und auch von dort machen sich ebenfalls 9000 Männer jährlich auf den Weg.

Für Nigeria kann ich nicht sprechen, aber warum die Gambier gehen, davon konnte ich mir jetzt ein Bild machen, das ich gerne mit euch teile. Je mehr Menschen über die Motive informiert sind, desto besser können wir vielleicht helfen, sie davon abzuhalten. Allerdings müsste sich dazu wohl die Gesamtsituation im Land verbessern. Die Abwanderungsbeteitschaft ist bei vielen so hoch, dass selbst Versprechen für eigenes Geschäft oder ähnliches nicht mehr wirken. Es ist wie ein Virus, der die Männer befällt, von dem sie nicht mehr geheilt werden können.  10 Gründe warum Gambier unbedingt nach Europa wollen weiterlesen

Gestern bei unserem Sorgenkind Kuloro

Die Menschen in „unserem“ Dorf Kuloro sind mir richtig ans Herz gewachsen. Es ist natürlich nicht unser Dorf, aber ich fühle mich dem Menschen dort sehr nahe. Sie sind so lieb und so bescheiden in ihrer Armut, dass wir sie wirklich nur bewundern können. Ich nehme euch jetzt mit auf unseren kleinen Ausflug.

Nach einer Stunde Fahrt kamen wir in dem kleinen Dorf an. Der Weg von der Hauptstraße zum Dorf, der wegen der Regenzeit total zugewachsen war, glich eher einer Berg- und Talfahrt, aber dass kennen wir ja schon. Alle Sandwege sind während und kurz nach der Regenzeit kaum zu gebrauchen. Aber … am Wegesrand stehen wunderschöne Bäume. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass es Mahaghoni-Bäume sind. Aus ihnen, wenn sie nicht so verwachsen sind wie dieser, werden die Boote, Möbel und die Dachkonstruktionen gebaut. Dennoch für mich unheimlich schön anzusehen.

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Sorgenkind: Wellingara Arabic-English Institute

Es klingt ein wenig merkwürdig, eine Schule als ein Sorgenkind zu bezeichnen. Doch was dieser Schule schon alles widerfahren ist, ist für die Beteiligten schwer zu ertragen.

Ein Islamgelehrter hatte einmal eine sehr schöne Idee. Er teilte sein Privatgrundstück und baute auf der einen Hälfte eine Schule, die zum einen nur wenig Schulgebühren kosten sollte, damit die Armen der Umgebung ihre Kinder in die Schule schicken können und zum anderen entwarf er ein Schulmodell, das seines Gleichen sucht. Er lies die Schüler in den Hauptfächern in Englisch und in den Nebenfächern in Arabisch. Am Ende der 12. Klasse sprechen dann alle Schüler fließend Arabisch und Englisch. Mir gefällt dieses Konzept sehr gut und anscheinend auch vielen Eltern. Die Schule hatte einen großen Zulauf, so dass sie aus allen Nähten platzte.

Dann kam der große Regen in 2012, und die Schule wurde fast vollständig zerstört. Dächer flogen weg, und das Wasser zerstörte das Mauerwerk. Aufgrund der folgenden Bilder beschäftigten wir uns dann näher mit der Schule und sammelten damals 100€ Spenden für den Wiederaufbau. Hier zwei ausgewählte Bilder, die die erste Katastrophe ein wenig verdeutlichen. Sorgenkind: Wellingara Arabic-English Institute weiterlesen

4,5 Monate für ein Nummernschild

Was lange währt, wird endlich gut. Oder: Wie ich am besten in Geduld geprüft werde.

Es war wirklich nervenaufreibend. Das Auto kam am 5. Mai am Hafen in Banjul an und am 20. September haben wir dann unsere Nummernschilder bekommen. Warum das so lange dauert, kann man schlecht erklären. Doch zunächst mussten fünf Ämter Formulare ausfüllen, Anträge und Bestätigungen schreiben, dass es seine Richtigkeit hat, dass dieses Auto ein Vereinsauto ist, und wir somit keinen Zoll und keine Steuern zahlen müssen. Dieser Prozess hat nur etwa 2 Wochen gedauert.

Anschließend kam die Akte zum Finanzminister. Er musste nun den ganzen Vorgang absegnen und mit seiner Unterschrift bestätigen, dass alles seine Richtigkeit hat. Das ist alles gut zu verstehen, wenn da nicht die vielen Geschäftsreisen wären. So warteten wir und warteten und warteten, dann nach 4,5 Monaten der erlösende Anruf. Das Dokument ist unterzeichnet, aber es muss noch protokolliert werden. Ok, das dauerte dann nicht mehr so lange und schließlich konnten wir das ersehnte Nummernschild an unser Auto anbringen.

Einen NGO zu führen, ist schon etwas Bedeutsames, mehr als einen Verein in Deutschland, aber wie ehrfürchtig uns selbst Polizisten behandeln, wenn sie unser Auto mit einem NGO-Nummerschild sehen, das war neu für mich. Einmal vergaß ich meinen Führerschein zu Hause und ausgerechnet an diesem Tag bin ich in eine Kontrolle gekommen. 4,5 Monate für ein Nummernschild weiterlesen

Sorgenkind: Dawda Ceesay

Mit Dawda eröffne ich meine neue Serie „Sorgenkinder“. Wundert euch nicht, es werden auch etwas ältere Herrschaften unter den Sorgenkindern sein. Die Betreffenen und wir wären sehr dankbar, wenn ihr euch vorstellen könntet, dem einen oder anderen Sorgenkind zu helfen. Sie alle leben wirklich in ärmlichen Verhältnissen, aber ich werde euch zu jedem seine persönliche Geschichte erzählen.

Dawda Ceesay (13) ist das älteste Kind von Ebrima Ceesay und seiner Frau Fatoumata. Ebrima ist ungelernt und Fatoumata ist Erzieherin. Bald nach der Geburt des vierten Kindes verließ sie die Familie und ließ auch ihre vier Kinder zurück. Der Vater kann seine Kinder weder versorgen noch ernähren, so ist die Großmutter eingesprungen. Doch auch sie ist schon seit 20 Jahren Witwe und lebt von der Hand in den Mund. Mittlerweile ist sie über 80 und nicht gesund. Dawda ist sehr intelligent und hilfsbereit. Er unterstützt die Großmutter wo es geht. Einmal haben wir ihn am Fisherbeach getroffen, wie er die Fische, die den Fischern beim Transport zum Strand herunterfallen aufhob und nach Hause brachte. Sorgenkind: Dawda Ceesay weiterlesen

Geschützt: Die 30€ – Kartonaktion

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Ein Leben ohne Strom

Alle, die schon länger diesem Blog folgen, mögen es vielleicht nicht mehr hören. Doch in der heutigen Zeit der Technologie ist ein Leben fast ohne Strom schwierig. Wie schwierig wollte ich euch heute mal etwas näher erklären, damit ihr so in etwa eine Vorstellung habt, unter welchen Bedingungen ich versuche in Kontakt mit euch zu bleiben.

Bei derzeit maximal 6 von 24 Stunden Strom am Tag (morgens 3 und abends 3) nachts oft nicht, und da würde ich den Ventilator so sehr brauchen. In unserem Haus haben wir jetzt in der Regenzeit nachts 31 Grad Celsius mit 80% Luftfeuchtigkeit. Ich brauche euch sicher nicht zu erzählen in welchem Zustand man morgens aufwacht.

Wäsche waschen mit der Waschmaschine nimmt auch komische Formen an, wenn du plötzlich um 23 Uhr anfängst, weil dann gerade der Strom angegangen ist. Glücklicherweise haben wir ja unsere Batterie-Glühbirnen, so haben wir wenigstens Licht. Obwohl vor etwa einem Monat der Strom mal mit solcher Wucht zurückgekommen ist, dass einige Birnen explodiert sind und zwei Ventilatoren durchgeschmort. Später kam dann noch ein Elektriker, der alle Steckdosen ausgewechselt hat, weil sie alle Schaden genommen haben.

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Kommunikationskultur oder ein Plädoyer für die Email

Ich weiß gar nicht, ob es das Wort Kommunikationskulur überhaupt gibt, aber es ist das, was mein Gemütszustand gerade am besten ausdrückt. Denn es scheint so zu sein, dass wir uns in eine Richtung bewegen, die mit einer Kommunikationskultur nichts mehr zu tun hat. Da lese ich von einer österreichischen Bloggerin den Satz „einen Zweizeiler kann man noch kürzen“, Freunde freuen sich an meinen kurzen Blogeinträgen, da mehr ja sowieso keiner mehr liest, und viele Jugendliche um mich herum können nur noch SMS-Sprache. Müssten sie als Abitruienten einen langen Text schreiben, würden sie kläglich scheitern. Wo führt das alles hin? Aus Empathy und Mitgefühl für unsere Kinder, aber auch für die Zwischenmenschlichkeit auf der Erde nun diese Überlegungen.

Ich persönlich habe mich entschlossen, drei meiner fünf Chatprogramme zu löschen (die anderen brauche ich beruflich) und wieder mehr emails zu schreiben. Das hat folgende Vorteile: Kommunikationskultur oder ein Plädoyer für die Email weiterlesen

Reaktion auf den Artikel „Studieren in Gambia“

Liebe Leser meines Blogs,

Auf meinen letzten Artikel Studieren in Gambia gab es einige doch recht hilfreiche Reaktionen. Zum einen schrieb mich eine Leserin an, in deren Bekanntschaft in Ägypten ein ähnliches Problem vorliegt. Falls es noch weitere Interessierte gibt, die sich mit diesem Thema beschäftigen, hier ein Link zum Hochschulwechsel an die FU-Berlin, die unsere Wahluniversität wäre. Aus dem Text geht hervor, dass es zwar nicht unmöglich, aber auch nicht gern gesehen ist, Studierende aus nicht EU-Ländern aufzunehmen. Dort gibt es einige Zuslassungsbeschränkungen.

Ein anderer sehr hilfreichen Tipp, der auch und bzw. besonders für Deutsche Studierende gilt ist die Homepage e-follows.net. Dort gibt es eine Datenbank mit über 900 Stipendien im In-und Ausland. Aber beim Durchblättern konnte ich das nicht europäische Ausland nicht wirklich finden, aber vielleicht muss ich nur gründlicher suchen. Hier der Link zu e-follows.net

Noch ein interessanter Tipp ist das Studentenwerk Avicenna, das Stipendien an besonders engagierte muslimische Student/innen vergibt. Lieben Dank für all die interessanten Tipps, die ich gerne an euch weiterleite. Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen. Hier der Link zu avicienna.

Ihr könnt gerne weiterhin Tipps abgeben, ich werde dann auch bestimmt darüber schreiben. Auf jeden Fall wird durch diese Situationsbeschreibung des Bildungssystems in Gambia vielleicht auch klarer, warum immer noch viele Gambier das Land verlassen wollen. In meinem Artikel Armut! Schicksal oder Absicht? hatte ich ja bereits auch über andere Ursachen für die Abwanderung der jungen Gambier geschrieben.

So Gott will, werden wir in unserer Arbeit noch weitere Möglichkeiten bekommen, hier helfend einzugreifen.

Studieren in Gambia

Für alle Eltern ist es immer etwas Besonderes, wenn das eigene Kind an einer Universität aufgenommen wird. Bisher habe ich das immer nur bei anderen beobachten können, nun dürfen wir es selbst erleben. Einige administrative Notwendigkeiten habe ich durch unsere gesponserten Studenten ja auch schon kennenlernen dürfen, doch nun heißt es für meine Töchter „Rein in den Papierkram und Hacken ablaufen“.

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Schaffen wir 50 neue Likes?

Ich freue mich, dass dieser Blog immer mehr Zulauf hat. Doch wie jeder Blogger möchte auch ich gerne mehr Klicks und Likes haben. Was bedeutet es für einen Blogger Klicks, Likes oder Follower zu haben? Es bedeutet, dass es Personen gibt, die mögen, was der Blogger macht bzw. schreibt. In unserem Fall „machen“ wir Hilfeleistungen für die Ärmsten in Gambia, und ich schreibe auch darüber. Wenn uns also jemand liked oder folgt, ist er daran interessiert, welche Projekte wir anschieben und was aus ihnen wird.

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Fanta macht IT

Ihr erinnert euch? Das ist Fanta. Vor etwa einem Jahr haben wir in einer vierstündigen Blitzaktion 300€ für ihr letztes Schuljahr gesammelt. Mit dem Geld, das darüber hinaus gezahlt wurde, konnten wir ihrer alleinerziehenden Mutter noch ein StartUp geben und den Rest haben wir in einen Ausbildungsfonds für Studenten gesteckt. Nach dem sie nun ihre Schule mit einem durchschnittlichen Zeugnis abgeschlossen hat, haben wir auch ihr einen IT-Kurs finanziert. Wohin es mit ihr dann weitergeht, weiß sie noch nicht. Das hängt natürlich auch wieder von der Finanzierung ab. Wir hatten mal die Idee, sogenannte Talentcoachings anzubieten, doch was nützt dir das Wissen zu was du Talent hast, wenn du dann hinterher nicht die Möglichkeit hast, es auch umzusetzen.

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Bei Gericht!

Es liegt mir wirklich fern, mich über andere Länder und deren Gebräuche lustig zu machen. Aber was wir dieses Jahr bei Gericht erlebt haben, und wie viel dort gelacht wurde, kann man sich als kühler Norddeutscher eigentlich nicht vorstellen.

Warum, wieso, weshalb wir da waren, lassen wir jetzt mal beiseite. Ist für den folgenden Text auch nicht wichtig. Zunächst mal zum Bau. Das Gebäude ist ebenerdig und hat viele Gänge, die zum größten Teil offen sind. Die Räume, besonders die Gerichtssäle, liegen dann eher in der Hausmitte mit offenen aber vergitterten Fenstern. Alle Türen stehen auf, und jeder geht ungehindert überall ein und aus, und kann ungehindert alles mithören.

Das führt dazu, dass jeder jeden hört, und du alle Geschichten dort mitbekommst. Undenkbar in Deutschland. Ob es um eine geklaute Kuh geht, oder

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Eine wirklich schöne Geschichte

Vor über einem Jahr baten wir euch für Yaghouba D. zu spenden. Er kam aus Guinea nach Gambia, um IT und Englisch zu lernen. Sein Onkel versprach ihm, ihn zu unterstützen. Schon nach sehr kurzer Zeit zog der Onkel sein Angebot wieder zurück und erwartete von ihm, dass Yaghouba, ihm auf seinen Baustellen half. Das hat er dann eine Weile getan, bis er als Helfer bei einer unserer Baustellen eingeteilt war. Er erzählte uns, was passiert war und bat uns um Hilfe.

Wir aktivierten unsere Sponsoren und siehe da, er konnte Englisch und IT erfolgreich abschließen. Bei seinem Onkel musste er deswegen allerdings ausziehen. So hatte er dann weder einen Platz zum

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29 Witwen bekommen jetzt schon Reis

Es ist wunderbar, wir sind so dankbar. In Berlin konnte ich acht neue Sponsoren für unser Witwen-Reis-Projekt gewinnen. Jetzt können wir 29 Witwen mit einem monatlichen 50Kg-Sack Reis für 25€ versorgen. Das hilft ihnen sehr. Sie sind so dankbar und beten jedes Mal für alle, die es ihnen möglich machen.

Am Donnerstag, einen Tag vor dem Fest, war es dann wieder soweit. Die Reisausgabe für September. Es war nett zu beobachten, wie vorsichtig die neuen

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Ein gesegnetes Opferfest – Eid Mubarak

Danke, danke, danke ihr seid großartig! Warum das so ist, weiter unten, doch zunächst: 

Help the poor and the needy e.V. wünscht allen Muslimen ein gesegnetes Opferfest

Möge Allah uns noch viele weitere erleben lassen. Da ich die letzen sechs Jahre zum Opferfest immer in Gambia war, und ich ein wenig vergessen habe, wie das Opferfest in Deutschland gefeiert wird, möchte ich euch kurz schildern, was wir so erlebt haben, und mit uns der größte Teil der gambischen Bevölkerung.

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Alhamdulillah 

Dieser Blog heißt Empathy-Mitgefühl. Somit habe ich natürlich auch Mitgefühl für Menschen außerhalb Gambias Grenzen. Gestern erreichte mich aus Deutschland eine sehr traurige email von einer lieben Freundin und Schwester im Glauben, die gerade durch große Prüfungen gehen muss. Da wir alle mal mehr mal weniger durch Prüfungen gehen müssen, habe ich mir mal ein paar Empathie-Gedanken gemacht, wie man mit solchen Prüfungen leben kann. Der folgende Text richtet sich jetzt an alle, die an einen Gott glauben, alle anderen können an dieser Stelle wegklicken.

Wenn ich im Folgenden von Allah spreche, ist unser aller Gott damit gemeint. (Gott heißt auf arabisch Allah). Ich denke praktizierende Christen fühlen sich auch angesprochen. Ich verwende das Wort Allah, weil ich arabische Begriffe aus dem Alltag erkläre, in denen das Wort Allah vorkommt. Ich bin überzeugt davon, dass jeder alle diese Begriffe schon einmal gehört hat.

Wer emotional so weit unten ist, braucht Halt. Diesen

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Der Erfolg unserer Start-Up-Women

Erinnert ihr euch an unsere Start-Up-Women? Gestern war ein sehr interessanter Tag. Abgesehen davon, dass es wie aus Kübeln geregnet hat, und zwar gerade als wir im Büro ankamen. Das war etwas ungünstig, denn wir hatten alle Start-Up-Women eingeladen, um mit ihnen zu sprechen. Vor genau einem Jahr hatten wir 10 Frauen aus Spendengeldern zu einem Start-Up verholfen. Einige von ihnen wollten Dünger an die Gärtnerinnen verkaufen, andere abends kochen und das Essen au der Strasse verkaufen, eine Frau hat Batiken gelernt und wollte wieder Stoffe färben, wieder andere Fisch oder Gemüse auf dem Markt verkaufen. 

Obwohl uns das Geld zum Verschenken gegeben wurde, wollten wir die Frauen mit einem kleinen Trick zur Seriösität und Nachhaltigkeit anhalten. Wir ließen sie einen kleinen Vertrag unterzeichnen, dass sie ab dem dritten Monat nach Erhalt des Geldes es in 10 Monatsraten wieder zurückzahlen. Was sie nicht wussten, dass wir es ihnen die Raten die sie zahlen, dann wieder komplett zurückgeben, damit sie weiter Geschäfte machen können. 

Nun kommt etwas, das zu erwarten gewesen war. Vier von zehn Frauen hatten den gesamten Betrag in Raten zurück gezahlt und bekamen ihn demnach auch komplett wieder. Bei ihnen war die Freude groß. Insgesamt sah die Rückzahlungsbilanz wie folgt aus und spiegelt ein ziemlich realistisches Bild wieder, wie es um das Zahlungsverhalten unserer Klientel steht. 

  • 4 Frauen 100%
  • 1 Frau 80%
  • 1 Frau 70%
  • 1 Frau 60%
  • 1 Frau 20%
  • 2 Frauen 10%

Ein Verwanter von uns, der Islamic Banking studiert hat, riet uns einmal, Mikrokredite zu lassen, da es uns schlaflose Nächte bereiten kann. Genau das ist nun passiert, aber für uns eine wichtige Erfahrung und eine weitere Einsicht, wie bestimmte Abläufe unter der Prämisse Armut funktionieren. Wenn du nichts zu essen hast, ist eben das Letzte, an das du denkst einen Kredit zurück zu zahlen. Das heißt natürlich aber auch, dass sie anscheinend nicht gut gewirtschaftet haben, und sich aus dem Start-Up kein regelmäßiges Einkommen generieren konnten. UNICEF bietet auch Start-Ups an, aber nur unter der Voraussetzung, dass die Empfängerinnen mehrere Monate an einem Businesskurs teilnehmen müssen, bevor es Geld gibt. Vielleicht wäre das die Lösung, für mehr Nachhaltigkeit, doch das übersteigt unsere personellen Möglichkeiten. Generell können wir aber ganz zufrieden sein, dass immerhin sieben von zehn Frauen fast den gesamten Betrag erwirtschaftet haben.  

Musa braucht ein neues Bein

Das ist Musa Sonko. Er hat vor einigen Jahren bei einem Unfall ein Bein verloren. Dann bekam er eine Prothese, aus der er mittlerweile herausgewachsen ist. Die Mutter hatte jetzt 80€ gespart und ist mit Musa nach Dakar gefahren, um eine neue zu bekommen. Die Prothese, die er braucht kostet aber 200€. Da die Mutter alleine ist mit ihren vier Kindern, ist es sehr schwer für sie, das fehlende Geld aufzubringen. Ihr Mann hat sie vor 1,5 Jahren für eine Jüngere verlassen und bringt einmal im Jahr 30€ vorbei. Sie verdient das Einkommen für die Familie mit Putzen, so kommen sie wenigstens mit dem Essen über die Runden. Wer hat ein Herz und kann für Musa die fehlenden 120€ für seine Beinprothese zahlen? 

Rückblick.

Rückblick. Der kommt gleich, doch vorab erst ein kleines Schmankerl aus Gambia, wie es leibt und lebt. Eindrücke von unserem Flug nach Gambia: Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es immer lauter wurde, je südlicher wir kamen. Im Flugzeug nach Brüssel, war es noch sehr ruhig. Dann am Flughafen suchten wir uns ein ruhiges Plätzchen mit Blick auf unser Gate. Da der Schlaf in der Nacht doch recht wenig war, dösten wir so vor uns hin, bis sich die Sitzreihen um uns herum mit Afrikanern füllten. Ich bin bis jetzt noch nicht dahinter gekommen, warum sich zwei Personen, die direkt nebeneinander sitzen, sich so laut anschreien müssen. Nun ja, vielleicht gibt mir ja mal einer den entscheidenen Tip. Auf dem Flug nach Dakar/Banjul stieg der Geräuschpegel dann noch einmal an. Schon alleine weil zwei Kleinstkinder in unserer unmittelbaren Nähe waren.

Endlich aus dem Flugzeug, empfing uns dann eine Wand aus schwül-feucht-warmer-klebriger Luft. Ich hatte schon damit gerechnet, daher war die Überraschung nicht ganz so groß. Bei der Gepäckausgabe dann wieder Routine. Je weißer die Hautfarbe, desto größer die Chance, mit einem Kreide F (für Food haha) auf den Koffern im Zollbüro zu landen und ohne die Koffer aufzumachen, zahlen zu müssen. Darauf hatte ich aber so gar keine Lust, daher griff ich zu einer Methode, die ich so noch nie ausprobiert hatte. Ich zückte meine Visitenkarte von unserem NGO. Und siehe da. Plötzlich ging es auch ohne. Dann stand auch noch wie aus dem Nichts mein Mann vor mir, der als Nichtpassagier eigentlich gar nicht in den Gepäckbereich durfte. Von da an ging dann alles ganz leicht, und wir verließen schnellstens den Flughafen.

Auf dem Weg nach Hause ging es dann weiter im gambianischen Stil. Bei der Ausfahrt Rückblick. weiterlesen

Die Schubladen-Handys

Die Schubladen-Handys. Kennt ihr die noch? Sie liegen bei vielen von uns noch in den Schubladen, weil sie hier ja wohl keiner mehr haben möchte. Zu altmodisch, nicht genug Funktionen oder für viele einfach nur peinlich.

Ganz anders in Afrika. Die bezahlbaren Handys kommen aus China, halten dann aber auch nicht lange. Die europäischen sind heiß begehrt. Das hat zwei Gründe, zum einen sind sie beliebt auf Grund ihrer Haltbarkeit, aber auch weil sie die vielen Analphabeten wie z.B. unsere Witwen völlig ausreichen und ihren Zweck erfüllen. Sie wollen nicht surfen und Texte versenden, sie wollen einfach nur telefonieren. Auch für unseren Verein von Vorteil, dann können wir die Witwen besser erreichen, wenn es wieder eine Spendenaktion gibt.

Wer also denkt, so etwas braucht eh niemand, die können in den Müll. HALT !!!, Die Schubladen-Handys weiterlesen

Ein Kurban für Gambia

Nach dem Fest ist vor dem Fest

Gerade verblassen die Erinnerungen an das Ramadanfest, da steht schon das nächste Fest vor der Tür. Das Opferfest ist das größte Fest der Muslime. Jedes Jahr schließt das Opferfest die Hadsch in Mekka ab, und jeder Pilger lässt einen Hammel (Kurban) schlachten in Gedenken an Abraham, der bereit war seinen Sohn Gott zu opfern. Der Sohn wurde dann schließlich durch einen Hammel ersetzt. Um an dieses konfessionsübergreifende Tradition zu erinnern, schlachten auch in Gambia alle Familienväter, die es sich leisten können, einen Hammel. Doch in Gambia liegt die Betonung auf „die es sich leisten können“.

Das können in Gambia nur die Wenigsten. Ein Hammel in Gambia kostet ca. 160€, das sind fünf Monatsgehälter eines einfachen Arbeiters. Wie gerne würde jeder Familienvater ein Opfertier schlachten, erstens um sich der islamischen Gewohnheit anzuschließen, ein Opfer für Allah zu bringen aber auch, weil es eine der wenigen Gelegenheiten in der Gesellschaft ist, Fleisch zu essen. Dieses Gelegenheit gibt es für den durchschnittlichen Gambianer nur zweimal im Jahr zu den beiden Festen. So wünscht sich jeder von Herzen, einmal im Leben auch ein Opfertier zu bekommen.  Ein Kurban für Gambia weiterlesen

Unsere Witwen sind glücklich …..

Unsere Witwen sind glücklich …..

… weil immer mehr Menschen erkennen, dass Witwen und Waisen die Ãrmsten der Gesellschaft sind. Kleine tägliche Einkommen machen die Zutaten für das tägliche Essen möglich, doch der monatliche Sack Reis, der soviel kostet wie das Gehalt eines einfachen Arbeiters, machen den Frauen und ihren Kindern das Leben schwer.

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Unser Witwen-Reis-Projekt ist eins unserer besten Projekte, da es quasi von den Bedürftigen selbst entwickelt wurde. Viele Witwen kamen in unser Büro und fragten nach einer Unterstützung, die der Witwe  hilft, die Familie zu ernähren. Beim mehr und mehr Anfragen, kamen wir dann schließlich auf die Idee, Reissäcke zu verteilen, um das tägliche Essen der Familien zu sichern. Da wir in der Regel kein Bargeld verteilen, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass es hin- und wieder anders eingesetzt wird, als besprochen, sind wir mit der Lösung, die Reissäcke zu kaufen und sie dann in unserem Büro zu verteilen, recht zufrieden. Die Witwen kommen dann in unser Büro und bestätigen mit einem Fingerabdruck, dass sie den Reis erhalten haben.

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Unsere letzen Tage im Ramadan

Es ist immer schön, wenn man fastet und etwas zu tun hat. Dann fühlt man den Hunger nicht so. Aber wenn es danach geht, dürfte ich gar keinen Hunger mehr gefühlt haben. Dem war leider nicht ganz so, besonders den Durst bei permanent über 30 Grad konnte ich nicht schönreden.

Aber immerhin, wir waren gut beschäftigt. Wir können all diese schönen Dinge natürlich nur tun, weil ihr, unsere lieben Sponsoren, diesen Ramadan besonders fleißig wart. Großer Dank dafür.

Doch nun schaut doch einfach mal, wie der Alltag eines NGOs im Ramadan so aussieht.

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Unsere Studenten

Dank großartiger Hilfe können wir einigen Studenten helfen, etwas aus ihrem Leben zu machen und sie von dem Gedanken abhalten, backway durch die Wüste nach Libyen zu gehen. Leider ist Bildung immer noch sehr teuer in Gambia. Daher brauchen wir weiterhin eure Hilfe. Im Folgenden werde ich euch jetzt 4 Studenten und ihre Ausbildungswünsche vorstellen.

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300 Pakete zum Ramadan 2017 – Fotos sagen mehr als 1000 Worte

Vier anstrengende und sehr ereignisreiche Tage liegen hinter uns. Drei Tage mit über 10 Helfern das Büro ausräumen, Pakete packen, Stühle organisieren, die Helfer mit Frühstück versorgen und packen, packen, packen.

Dann kam der Donnerstag und unsere 140 registrierten Bedürftigen waren angerufen, um ihre Pakete abzuholen. Die meisten von ihnen kamen auch pünktlich um 10 Uhr und nach einem Gemeinschaftsbittgebet im Garten für die Sponsoren begann das Prozedere. Sie ließen ihren Namen in der Liste abhaken, bekamen 3 Kg Hühnerbeine kamen dann weiter ins Büro, wo sie die Tüten mit den Nudeln, Mayonnaise, Datteln, Öl, Tomatenmark, Ketchup, Margarine und der Teepackung und noch 3 Kg Reis und 5 Kg Zucker abholten.

Bis zu einem gewissen Moment verlief alles ganz ruhig. Als dann die unsere Mitglieder mehr oder weniger alle versorgt waren, hatte es sich herumgesprochen, dass es bei uns Lebensmittel gibt. Plötzlich wurde unser Büro gestürmt, und alle wollten etwas haben. Die Menschenmasse war kaum zu kontrollieren, so dass wir alle Türen erst einmal schließen mussten, um die Leute dann nach und nach einzeln einzulassen.

Um 18 Uhr konnten wir dann auch nach Hause gehen, aber nicht ohne auf dem Weg noch den Kranken ihre Pakete zu bringen. Alhamdulillah, Gott sei’s gedankt, dass wir so vielen armen Menschen einen etwas schöneren Ramadan ermöglichen konnten.

Wir danken den Sponsoren aufs Herzlichste. Mögen reichlich für ihre Absichten und Taten belohnt werden. 

Jetzt folgt eine Fotostrecke, denn wie gesagt, Fotos sagen mehr als 1000 Worte.

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Ein kleines Gerät, das Leben retten kann

Ich weiß nicht zum wievielten Male ich solche Geschichten gehört habe, aber gestern war es dann mal wieder soweit. Ein kleiner 3-Jähriger Junge aus unserer Bekanntschaft musste mit sehr bedrohlichen Symptomen einer Atemwegsverschleimung ins Krankenhaus. Nun hatte sich die Mutter schon eines der größten Krankenhäuser ausgesucht, und es war mal wieder zu bedrohlich, also wurden sie in die Hauptstadt Banjul geschickt. Dort wurde der Schleim aus dem Hals und den Ohren abgesaugt, und sie wurden zunächst wieder nach Hause geschickt.

Der Kleine war sehr apathisch und stürzte zu Hause auch noch, weil er sich kaum auf den Beinen halten konnte. Die Folge war ein Platzwunde an der Schläfe. Das ist der neuste Stand von heute mittag.

Ein anderes Mal besuchten wir meine Schwägerin im Krankenhaus. Nebenan ein 6 Monate altes Baby, auch mit Atemproblemen. Es hing lange Zeit am Inhalator und weinte ganz fürchterlich. Am nächsten Tag erzählte uns unsere Nichte dann,  Ein kleines Gerät, das Leben retten kann weiterlesen

Armut! Schicksal oder Absicht?

Eine junge Dame in Deutschland, die demnächst ihre Abi-Klausur in Politikwissenschaft schreibt, stellte mir kürzlich ein paar Fragen zur Entwicklungshilfe, die mich auf die Idee zu diesem Artikel gebracht haben, den ich über ihre Fragen hinaus noch erweitert habe.

Was ist eigentlich Armut?

Die Weltbank definiert Armut mit einem Dollarbetrag von 1,25 USD pro Tag und Person. Das ist mehr als so mancher Arbeiter in Gambia verdient. Stellen wir uns weiterhin vor, dass jemand in Deutschland diesen Betrag zur Verfügung hätte, damit würde er definitiv nicht überleben. Armut Ball mit Lochüber einen Geldbetrag zu definieren finde ich daher fragwürdig. Die Kinder auf dem Bild oben kommen aus einem Dorf in Gambia. In dem ganzen Dorf gibt es zwei Wasserhähne, von denen einer jetzt gerade geschlossen wurde. Das einzige Spielzeug aller Kinder im Dorf ist ein Ball mit einem Loch. Und dennoch freuen sie sich über ihren Ball mehr als unsere Kinder, über ein neues iPhone. Dass diese Kinder im Herzen nicht arm sind, sieht man wohl auf dem Bild. Eine der Bewohnerinnen dieses Dorfes zeigte mir einmal ihr Mittagessen, das sie zubereiten wollte. Es war eine Mango, ein Maggiwürfel und eine Pfefferschote. Das nenne ich Armut. Bei unserem nächsten Besuch brachte ich ihr einen Sack Reis mit. Sie hat sich vor Freude in den Sand geworfen. So ein großes Geschenk hätte sie noch nie bekommen, sagte sie später. Ich war zu Tränen gerührt und denke noch oft an dieses Ereignis. Schlau, wenn sich diese Leute, dann einen kleinen Garten anlegen, um wenigstens immer Gemüse zu haben.  Armut! Schicksal oder Absicht? weiterlesen

Auf der Suche nach Individualität

„Das größte Streben des Menschen ist der tiefe Wunsch nach Anerkennung.“

William James

Beeindruckt von diesem Satz glaube ich , dass die meisten Menschen, wenn nicht unbedingt Anerkennung dann doch zu mindest Aufmerksamkeit möchten.

In Ländern wie Gambia, das in Großfamilien organisiert ist, gibt es vergleichsweise eher wenig Nachnamen. Auch die Vornamen sind nicht so vielfältig. Sie orientieren sich vorzugsweise an den großen Persönlichkeiten des Islams, und speziell der Prophetenfamilie.

Nun stell dir einmal vor, du bist ein Mädchen in einer gambischen Highschool. Du trägst eine Uniform, weil das aus der britischen Kolonialzeit  noch übrig geblieben ist. Wenn du also die Schule betrittst, sehen alle so aus wie du. Du gehst in deine Klasse, jemand ruft deinen Namen „Fatou“ und 5 Mädchen drehen sich um. Im Klassenverzeichnis gibt es dann fast jeden Nachnamen mindestens doppelt.

Kein Wunder, dass einige der Mädchen nun auf jeden Fall irgendwie auffallen und aus der Rolle fallen wollen. (Interessant: 2x fallen, was das nun wieder zu bedeuten hat?)

Um dieser Namensgleichheit entgegenzuwirken, geben sich die Schüler Spitznamen. Manchmal sind es die Initialen, manchmal Abkürzungen, häufig auch Namen von Promis. Um dann nicht in Vergessenheit zu raten, schreiben sie dann an die Wände der Klasse zum Beispiel „Remember FC“. Traurig, wenn das die einzige Möglichkeit ist, in Erinnerung zu bleiben.

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Alt sein in Gambia…..

Alt sein in Gambia ….. ist etwas Herrliches. Nun, wirst du vielleicht denken, bei all der Armut, was ist daran herrlich. Es ist die Menschlichkeit. Alt werden in der Geborgenheit der Familie. Mit der Weisheit des Alters, dem Respekt und der Ehre, die einem Familienoberhaupt zuteil wird. Sie helfen und bringen sich in das Familienleben ein, so lange und so gut es eben geht. Und wenn es dann irgendwann nicht mehr geht, wird es eben langsamer, und die nachfolgenden Generationen verwöhnen die Älteren so gut und liebevoll sie es können. Bei der Größe der Familie sind sie nie allein und können sich immer dazusetzen zum Reden.

Eine große Überraschung war es für mich, als ich erfuhr, dass es EIN Seniorenheim in Gambia gibt. Ich konnte es erst gar nicht glauben, aber wir haben dann tatsächlich auch die Möglichkeit bekommen, das eine Seniorenheim mal zu besuchen.

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Müll in Afrika -A Never Ending Story

Wie in den meisten afrikanischen Ländern ist die Müllbeseitigung ein echtes Problem. Vor knapp 2 Jahren, schrieb ich in einem Artikel, dass der damalige Präsident innerhalb einer Woche beschlossen hatte, alle Plastiktüten aus dem Land zu verbannen. Ich war angenehm überrascht wie problemlos und nachhaltig das funktioniert hat. Seitdem gibt es nur Stofftüten. Das ist auch gut so, denn weniger gebildete Leute verbrennen alles, ob Plastik, Autoreifen (manchmal auch ganze Stapel) oder anderes Verpackungsmaterial vor ihrer Haustür und verursachen Höllenqualen für Asthma-Patienten, von denen es hier überdurchschnittlich viele gibt. Die Luftverschmutzung durch nicht vorhandene Katalysatoren und einer Mehrheit von Autos, die weit über 20 Jahre alt sind, ist enorm. Hier wäre ein Training für Umweltbewusstsein von Nöten.

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Ganz besonders hat es immer die Kinder des SOS-Kinderdorfes betroffen. Der einzige Müllplatz des Landes ist genau gegenüber des Kinderdorfes. Der Müll auf dem Platz, der gut mehrere Fußballfelder groß ist, wurde ständig angezündet.

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Geschenkte Gesundheit

Da bin ich wieder. Dieses Mal mit unserem Gesundheitsprojekt. Am Freitag kam nun endlich der Container, voll mit Medikamenten. Ich war sehr beeindruckt, wie viel letztlich doch zusammengekommen ist. Mögen die Spender reichlich belohnt werden.

Medikamente

Am Sonntag kam dann Modou, der Mediziner unseres Vertrauens. Vor etwa einem halben Jahr wurde die Klinik geschlossen, in der er gearbeitet hat, und schon wurde er arbeitslos. Nun fährt er Taxi, um seine Familie zu ernähren, aber am Mittwoch macht er, so Gott will, eine 3-monatige Weiterbildung, um die Erlaubnis zur Selbständigkeit zu erhalten. Sein Traum ist es, dann noch eine pharmakologische Ausbildung zu machen. Die dauert wohl 8 Monate, aber nur 3 Tage die Woche. Unser Plan ist nun folgender:

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Neue Betten!

Erinnert ihr euch? Vor nicht allzu langer Zeit haben wir „unser Dorf“ Kuloro besucht, in dem wir die Moschee bauen. Bei unserem Besuch dort, stellte sich auch der Arabischlehrer vor. Er ist krank, hat Schwierigkeiten seine Frau und seine 9 Kinder zu ernähren, und die Familie schlief auf Betten aus Lehm. Dieser Anblick war schlicht schwer zu ertragen. Neue Betten! weiterlesen

Iftar in Gambia / Ramadan 2017 – 20€ für ein Paket

Gambia hat einen neuen Präsidenten. Das ist gut so. Es kommen Investoren ins Land, die EU hat wieder Gelder zugesagt und dennoch. Es ist immer noch eins der 20 ärmsten Länder der Welt. 

Für die Muslime der Welt beginnt etwa am 25. Mai wieder der schöne Fastenmonat Ramadan. Eine Reiniugung für Leib und Seele. Überall freuen sich sie sich auf diesen gesegneten Monat. Es jetzt hier nicht der Ort für eine geschichtliche Abhandlung zum Ramadan, aber für alle, die ihn noch nicht selbst praktiziert haben, es ist wunderbar. Die Seele wird von vielen schlechten Angewohnheiten gereinigt, der Körper entschlackt und man fühlt sich den Armen und Bedürftigen näher als je zuvor. 

Und ab Sonnenuntergang darf man dann ja auch wieder essen. Wo sich bei manchen dann die Tische biegen, geht es bei anderen etwas bescheidener zu. Doch was ist mit denen, die nichts oder kaum etwas haben zum Fastenbrechen? Wer sich vorstellen kann mit einer Handvoll Erdnüsse oder einem Hirsebrei über die 24 Stunden zu kommen, kommt diesem Zustand schon sehr nahe. 

Seit nunmehr fast 19 Jahren kümmern wir uns um die Ärmsten in Gambia, und bis letztes Jahr konnten wir zumindest sicherstellen, dass zum Fest alle 140 Familien, die wir betreuen, ein schönes Essen mit Fleisch zubereitet haben. Bei größeren Spenden haben wir ihnen dann noch die letzten 10 Tage, die im Islam mit sehr viel Gebeten begangen werden, mit Extra Lebensmitteln verschönert. Im letzen Jahr konnten wir erstmals ein Iftar-Paket zusammenstellen, dass sie über einen Teil der Fastenzeit gebracht hat. Im Paket waren Reis, Zucker, Tee, Mayonaise, Tomatenmark, Hühnerbeine, Nudeln, Zwiebeln, Datteln ….. So ein ähnliches Paket wollen wir jetzt wieder zusammenstellen. 

Das Paket wird 20€ kosten, und wir wollen 160 Pakete zusammen stellen. 140 Pakete für unsere bedürftigen Familien, den Rest für die ehrenamtlichen Helfer, Kranke und Arme des Weges. 

Wer selbst nicht fasten kann und dafür lieber einen Armen speisen möchte, darf sich auch gerne bei uns melden. 

Der Prophet (s) sagte: „Einen jeden Gläubigen, der einen Gläubigen speist, nachdem dieser hungrig war, wird Allah am Tag der Auferstehung von den Früchten des Paradieses speisen.“ (Tirmidhi). 

Spenden ist wieder auf vielerlei Arten möglich. Per betterplace: http://www.betterplace.org/p52910

Oder herkömmlich

Es werde Licht – wie wir den Stromversorger austricksen könnten

Es werde Licht – Wie wir den Stromversorger austricksen könnten

Stellt euch vor, ihr hättet am Tag nur 6 Stunden Strom, mal etwas mehr und mal auch weniger. Na ja, denkt ihr bestimmt, in Afrika ist es warm, dann gehe ich eben raus. Vielleicht habt ihr euch aber auch nie wirkliche Gedanken gemacht, wofür man überall Strom braucht. Dann ist nichts mehr mit Waschmaschine oder Mixer, Fernsehen und Internet auch nicht. Nun denkst du vielleicht, das ist ja Luxus, das geht auch ohne. Ja, abgesehen davon, dass du dann diesen Artikel nicht lesen könntest, ganz blöd ist es nur, wenn du abends ohne Licht da sitzt. „Es gibt doch Kerzen!“, höre ich jetzt den ein oder anderen sagen. Auch das ist richtig. Hast du schon einmal versucht, bei Kerzenlicht für

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Gambia und seine Präsidenten: Ein Tagebuchbericht

Gambia und seine Präsidenten: Ein Tagebuchbericht
10 Tage vor der Vereidigung des neuen Präsidenten und die Tage danach.

Tag 10 – 9.1.17 Montag

Morgens ins Büro gegangen. Wir haben noch weiter am Jahresabschluss gearbeitet, aber es war schwer bei der Sache zu bleiben. Heute soll das Meeting der Westafrikanischen Staatspräsidenten im Rahmen der Inauguration des neuen Staatschefs in Ghana stattfinden. Alle warten gespannt auf die Ankündigungen. Abends wurde dann mitgeteilt, dass die Ecowas-Spitzen sich am 11.1. Mittwoch mit Präsident Jammeh zu einem letzen Gespräch treffen wollen. Nun ja, wir hatten mehr erhofft.

Tag 9 – 10.1.17 Dienstag

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Und dann noch etwas Schönes in all dem Trouble

Wer sich etwas für Gambia interessiert, hat vielleicht mitbekommen, was hier gerade los ist. Wir stehen kurz vor einer Militärinvasion, um die Amtseinführung des neuen Präsidenten zu sichern. Dennoch geht das Leben ja weiter. Gestern war unser letzter Tag im Büro, vorerst, und Sheikh Chabbo Cham kam, um die letzten 360€ abzuholen, die wir für den Wiederaufbau seiner völlig zerstörten Koranschule gesammelt haben. Er dankte uns sehr und versorgte uns dann gleich auch noch mit Bildern der Renovierung. Das letzte Geld ist für noch fehlende Fliesen und den letzten Schliff. Dann erstrahlt die Schule wieder im alten Glanz und kann die Arbeit wieder aufnehmen. 14 Monate war die Schule ein Bauruine, doch mit Allahs Hilfe und der Hilfe unserer fleißigen Sponsoren ist die Schule wieder wie neu.

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Ich will helfen, habe aber kein Geld

Immer wieder erhalte ich emails oder Whatsapp Nachrichten, in denen die Begeisterung für unsere Projekte ausgesprochen wird, und dann kommt oft noch ein Nachsatz „Ich würde euch so gerne helfen, aber ich habe kein Geld“. 

DAS MACHT NICHTS. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie ihr helfen könnt.

Ich schreibe jetzt ein 10-Punkte-Programm, mit dem ihr Möglichkeiten zu helfen habt. Es sind nur Vorschläge, jeder sucht sich einfach das heraus, was ihm möglich ist. 

1. Bittgebete sind immer willkommen. Gebete sind so ein starkes Mittel Gutes herbeizuführen. Also scheut euch nicht, alle Armen und Bedürftigen in euere Gebete mit aufzunehmen. 

2. Wenn du dieses liest, sitzt du entweder vor einem Handy, Tablet oder Computer. Naturgemäß wirst du dann auch hin und wieder eine Suchmaschine benutzen. 
Warum nicht statt Google mal benefind. Benefind funktioniert genauso wie Google, spendet aber einer Organisation deiner Wahl für jede zweite Suchanfragen einen Cent. Bis jetzt haben wir schon knapp 100€ gesammelt, das sind immerhin 20.000 Suchanfragen. Auch du kannst dabei sein. 

Einfach die Seite aufrufen „benefind.de“ bei Auswahl ändern „Help the poor and the needy e.V.“eingeben, bestätigen und lossuchen. Dann einfach die Seite auf dem Hauptbildschirm abspeichern und künftig als Browser benutzen, so spendet ihr Geld ohne es zu merken. 

3. Lest euch einfach mal unsere Homepage durch http://www.helpthepoor.de. Dann wisst ihr was wir machen und habt einen guten Überblick. 

4. Noch mehr Details gibt es auf unserem Blog http://www.empathymitgefuehl.wordpress.de, den du gerade vor dir hast. Hier dokumentiere ich mittlerweile seit 2014 die Arbeit unseres Verein und wie spannend es ist über den Tellerrand Europa hinauszuschauen. 

5. Auch auf Twitter sind wir unter dem Namen helpthepoor.de zu finden. Eine Auswahl der Posts findest du auch auf der Startseite dieses Blogs. Beim Handy bitte nach unten scrollen.

6. Selbstverständlich hat der Verein auch eine fb-Seite. Auch hier werden immer die aktuellen Projekte vorgestellt. Derzeit haben wir 431 Follower (Stand 4.1.17), ein Traum wären ja 500 Likes. Meint ihr wir bekommen das hin?

7. u. 8. Auf WhatsApp und Telegram gibt es mittlerweile sehr aktive Gruppen mit regem Gedankenaustausch und zusätzlich die Broadcasting Funktion bei WhatsApp und einen Kanal bei Telegram, auf dem ausschließlich Informationen versendet werden, ohne Austausch mit anderen. Wer in die Gruppen möchte, bitte kurze email an mich, für den Broadcast auf Whatsapp sendet mir bitte eure Telefonnummer mit Namen an unsere mailadresse, für den Kanal auf Telegram gibt es folgenden Link: 

https://telegram.me/Helpthepoor

9. Bei Instagram unter dem Namen helpthepoor.de findet ihr immer wieder aktuelle Fotos mit Kurzbeschreibungen. 

10. WEITERLEITEN WEITERLEITEN WEITERLEITEN. Alle diese Hinweise dienen dazu den Leser auf den neusten Stand der Projekt zu halten. Eure Hilfe für uns wäre, dass ihr weiterleitet, was ihr gut findet. Ist das ok für euch?

Und falls ihr dann doch mal ein paar Euro übrig hättet, könntet ihr euch zum Beispiel an folgenden Projekten beteiligen.

Ein kleines aber feines Projekt ist unser Glühbirnenprojekt, sehr ausführlich hier auf diesem Blog beschrieben. Es geht um Glühbirnen, die eine kleine Batterie enthalten, damit das Licht nach einem Stromausfall (und den haben wir hier mehrmals täglich) nicht mehr ausgeht, sondern weiter leuchtet. Eine große Hilfe, denn die Alternative sind Kerzen (mittlerweile mussten wir schon 4 Brandopfern bei dem Wiederaufbau ihrer Häuser helfen, Glühbirnen sind definitiv billiger). Eine Glühbirne kostet 5€. Derzeit betreuen wir 140 Familien und würden so gerne jeder Familie eine Glühbirne schenken. 57 Glühbirnen haben wir schon. Geht da noch was?

Andere Projekte findet ihr auf betterplace.org. Das ist eine Crowdfunding-Seite. Hier kann jeder so viel spenden wie er möchte. Derzeit haben wir vier Projekt auf Betterplace stehen. 

Alle Projekte sind im Blog ausführlich beschrieben. Da der Verein gemeinnützig ist, können wir Spendenbescheinigungen ausstellen. Also auch interessant für Firmen. 

Wenn du Lust hast, dich irgendwie einzubringen oder Fragen und Anregungen hast, schicke mir doch eine email. Ich freue mich über jede Nachricht und bemühe mich auch sie noch am gleichen Tag zu beantworten. mail@helpthepoor.de

Danke, dass du diesen Artikel zu Ende gelesen hast. 

Wenn die Angst sich in den Alltag einschleicht

5 Stunden nachdem letzen Artikel auf dieser Seite ereignete sich das, was keiner gewollt, aber viele befürchtet hatten. In einem anfänglichen fast rührenden Telefonat mit dem neu gewählten Präsidenten gratulierte der noch Amtierende ihm vor laufenden Kameras zur gewonnen Wahl. Das war am Abend des 2. Dezembers. Am Abend des 9. Dezembers zog der scheidende Präsident die Zustimmung zu seiner Niederlage wieder zurück und erklärte, dass er alles dafür tun würde, im Amt zu bleiben.

Als erste Reaktion fühlte sich die Bevölkerung irgendwie belustigt. Das Wochenende verging und jeder hoffte, dass er noch zur Besinnung kommt. In den Folgetagen kamen Staatspräsidenten aus anderen West-Afrikanischen Ländern, um Überzeugungsarbeit zu leisten. Selbst seine Mutter und eine Gruppe der wichtigsten Imame des Landes versuchten ihn zur einer friedlichen Übergabe zu überreden. Doch alles blieb ohne Erfolg. Inzwischen steigerte sich seine Wortwahl in hasserfüllte Drohungen mit der Verwendung des Wortes „Krieg“ und schlug schließlich in die Aberkennung der Wahlergebnisse um. Er fordert es vor dem obersten Gericht zu klären und will am 10.1. Neuwahlen per Gericht erzwingen. Derzeit ist es ein Hin-und Her der Richter, ob sie bleiben oder gehen. Die Situation ist derzeit sehr unübersichtlich.

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Ein Land erwacht

Erst ganz langsam wird mir klar, dass wir im kleinsten Land auf dem afrikanischen Kontinent einem sensationellen Großereignis beigewohnt haben. Jeden Tag gibt es neue Geschichten, die von totaler Begeisterung bis tiefe Trauer reichen.

Die Gambianer hatten die Wahl zwischen drei Kandidaten: dem ehemaligen Präsidenten, einem Vertreter Volksstammes der Fula und einem Vertreter der Maninka, die die größte Volksgruppe in Gambia stellen.

Der ehemalige Präsident hat dieses Mal, warum auch immer, zugelassen, dass es ein Spotcounting (Auszählung im Wahllokal)  gab. Als er dann jedoch bemerkte, dass es knapp wird, wollte er die Wahlurnen ins Statehouse bringen lassen.

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Ein kleines Projekt mit großer Wirkung

Ein kleines Projekt mit großer Wirkung. Leider muss ich schon wieder mit dem Stromproblem in Gambia nerven, aber jetzt scheint eine kleine Lösung zumindest für das Lichtproblem in Aussicht zu sein. Wie ja schon beschrieben, haben wir hier in Gambia oft nur 4 Stunden Strom am Tag.

Tagsüber kann man das managen. Aber wenn es dann dunkel wird, und hier wird es immer so gegen 19 Uhr dunkel, weil wir sehr nah am Äquator sind, und jeden Tag so gegen 7 Uhr hell. Das heißt jeden Tag 12 Stunden Dunkelheit.

Da wir mit unserem Verein uns besonders um die ärmste Bevölkerung kümmern, sind Batterielampen oder gar Solarlampen für die meisten unserer Bedürftigen unerschwinglich. Nur zur Erinnerung, in Gambia und Deutschland sind die Lebensmittelpreise etwa die gleichen, aber in Deutschland verdient man 50x mehr für die gleiche Arbeit. Bei Stromausfall bleiben dann nur noch die Kerzen.

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Elephantiasis …

…. Eine Krankheit die das Leben sehr beschwerlich macht, denn die Gliedmaßen können auf eine ungeahnte Dimension anschwellen und die Betroffenen bewegungsunfähig machen. Elephantiasis kann angeboren sein, in den meisten Fällen ist es aber eine Infektionskrankheit, die durch kleine Würmer ausgelöst wird, die in das Lymphsystem eindringen und es quasi lahmlegen.

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Zwangsweise offline

Aufregende Stunden liegen hinter uns. Gestern wurde in Gambia gewählt. Sie wählten einen neuen Präsidenten. Das ist in Afrika immer eine große Sache. Die Stimmung im Land war seit Wochen schon sehr angespannt. Wir als Normalbürger haben diese Stimmung darin gespürt, dass das Internet immer mehr eingeschränkt wurde, damit so wenig Informationen wie möglich nach außen gehen. Für uns als NGO unerträglich, wenn wir die Sponsoren nicht mehr erreichen können. So quälten wir uns dann über VPN-Server und andere Programme, um mit unseren Freunden und Unterstützern in Kontakt zu bleiben.

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Bitte lasst eure Medikamente nicht in der Schublade vergammeln!

Wohl dem der vom Arzt Medikamente verschrieben bekommt, dann in die Apotheke geht und sie einfach so oder für wenig Geld bekommt. In Gambia ist das leider etwas anders. Hier musst du erst einmal Gebühren bezahlen, um als Patient registriert zu werden, dann bekommst du eine Beratung, und schließlich musst du dir alle Medikamente selbst kaufen. Auch das wäre vielleicht nicht bei allen das Problem. Aber was, wenn es die Medikamente gar nicht gibt? Das passiert leider häufiger als man denkt.

Dazu zunächst eine kleine Geschichte. Eine Bekannte von uns, 46 Jahre alt, litt unter hohem Blutdruck. Gelegentliche Arztbesuche halfen ihr damit umzugehen. Eines Abends fühlte sie sich nicht so gut, alle anderen Familienmitglieder schliefen schon, so machte sie sich alleine auf den Weg zum nächstgelegenen Krankenhaus. Es war nicht weit nur etwa 5 Minuten mit dem Taxi. Dort angekommen stellten sie einen sehr hohen Blutdruck fest, hatten aber derzeit keine Medikamente dagegen.

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Die Sache mit dem Strom

Für unser Projekt „Nähen statt Lampedusa“ haben wir die Anschubfinanzierung schon gesichert. Allerdings ist jetzt ein Problem aufgetreten, mit dem wir so nicht gerechnet haben. Es scheint ein etwas größeres Problem in ganz Gambia mit dem Strom zu geben. Es gibt keine Stromquellen, die hier angezapft werden können. Keine Windenrergie, Solaranlagen nur in Privatbesitz Erdöl sowieso nicht. Es gibt nur Plants (übergroße Generatoren), die natürlich mit Diesel gefüllt werden müssen.

Seit über einem Monat nun gibt es selbst um die Hauptstadt herum nur nachts 4 Stunden Strom. Für eine Nähwerkstatt mit 10 elektrischen Nähmaschinen ein NoGo. Um unser Projekt nicht zu gefährden, wollen wir und nun unabhängig von diesem Problem machen und eine kleine Solaranlage für unsere Nähwerkstatt kaufen. Bisher sind bereits 315€ Spendengeldern eingegangen.

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Hilfe! Wir brauchen eure Hilfe!

Seit 18 Jahren nunmehr leiten wir den Verein „Help the poor and the needy e.V“. Dank großartiger Spender, konnten wir den Ärmsten der Armen helfen, Notfallhilfe leisten, Ausbildungen für eine nachhaltige Stabilisierung der Familien bewirken, Witwenhilfe und vieles andere mehr.

Wie an anderer Stelle schon beschrieben, gehen eure Spenden zu 100% in die Projekte. Um das weiterhin gewährleisten zu können, brauchen wir  „offene Spenden“ d.h. Spenden, die keinem Projekt zugeordnet werden. Diese Spenden werden dazu verwendet, unsere Bürokosten wie 3 Angestellte, Strom, Internet, Telefon, Computer, Büromaterial, Transportkosten etc. zu bezahlen. Derzeit belaufen sich unsere Verwaltungskosten auf 400€ monatlich. Das wurde bisher gedeckt durch Daueraufträge einiger lieber Spender.

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Die Witwen von Gambia …..

…. sie brauchen unsere Unterstützung am dringendsten. Aus diesem Grund haben wir im August das Witwen-Reis-Programm gestartet. Bis jetzt profitieren 18 Witwen davon, indem sie jeden Monat einen Sack Reis von uns bekommen. Obwohl wir stets bemüht sind, nachhaltige Projekte zu initiieren, müssen wir doch auch schauen, wo die Not am größten ist und dort helfen.

Die Mehrheit der bei uns registrierten Witwen leben unter ähnlichen Bedingungen. Einige von ihnen sind noch recht jung mit Mitte 40 und sind Mitglied vom Bakau-Women-Garden. Dort haben sie ein Beet, das sie bewirtschaften können, und den Ertrag auf dem Markt verkaufen. Der Ertrag reicht mit ein wenig Glück für das tägliche Fishmoney. Doch ein monatlicher 50 Kg Sack Reis für 25€ oder gar Schulgebühren für die Kinder ist davon nicht finanzierbar. In Gesprächen mit ihnen dreht sich immer alles um den monatlichen Sack Reis. Wenn du den hast, gehst du wenigstens nicht hungrig schlafen.

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Nähen statt Lampedusa Teil II

Frau Merkel reist durch Afrika und versucht den Afrikanern zu erklären, dass Europa nicht so ist, wie sie sich das vorstellen. Sie bleibt ein paar Stunden an einem Ort, hält eine Rede, und weg ist sie wieder. Schönes Schauspiel. Wir reden uns hier jahrelang den Mund fusselig und kommen gegen den Europavirus nicht an.

Wie in der eigenen Familie erlebt, hält selbst ein Angebot, ihnen einen Laden einzurichten, die ganz Hartnäckigen nicht davon ab, ihr Leben zu riskieren. Dennoch wollen wir nichts unversucht lassen, vielleicht doch einige Leben zu retten, in dem wir den jungen Männern eine Ausbildung zum Schneider anbieten. Das ist natürlich auch keine Garantie, aber ein Anfang. Die Idee ist folgende:

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Bewegende Momente

Eigentlich wollte ich diesen Blog sofort schreiben, als ich wieder zu Hause war, doch ich war immer noch so gerührt von dem, was ich gesehen hatte, dass ich es wohl erst einmal verarbeiten musste.

Wie ihr ja wisst, helfen wir viel in dem Dorf Kuloro – Dar-us-Salam (kurz: Kuloro). Weil es dort aber so viel Armut gibt, sehen wir immer mehr Schicksale, und es entwickelt sich zu einer Never-Ending-Story. Und das ist gar nicht böse gemeint, denn wir gepamperten Westeuropäer können hier viel wieder gut machen. Wer von meinen Lesern an das Paradies glaubt und die Aktionen, die es erfordert dorthin zu kommen, kann hier tätig werden und viele gute Taten sammeln.

Doch nun zur Geschichte selbst. Bei unserem ersten Besuch in Kuloro begegnete ich einer Frau, die mich spontan umarmte und mit den paar Worten Englisch, die sie sprach, mich wiederholt als ihre Freundin bezeichnete. Sie war dabei immer so fröhlich, dass mir ganz warm ums Herz wurde.

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Regenzeitopfer

Wir kennen sie alle, die Bilder von Unwetteropfern. Sei es aus fernen Ländern oder nur einige Kilometer entfernt aus dem eigenen Land. Umgestürzte Bäume, Hochwasser, heruntergefallene Ziegel oder zerstörte Autos. Wir fühlen Mitleid mit den Betroffenen und der nächste Gedanke ist dann, wie kann geholfen werden? Doch mal ehrlich, der übernächste Gedanke ist dann ….. das regelt die Versicherung oder darum muss sich die Regierung kümmern… und schwupp ist der Mitleidsgedanke wieder weg. Not so?


Ganz anders in Gambia. Über die von der Weltbank errechnete Armutsgrenze von knapp 2 Dollar pro Tag, können wir hier nur lächeln. 2 Dollar pro Tag (60 Dollar pro Monat) ist hier ein Gehalt eines mittleren Angestellten. Wovon reden wir dann bei einfachen Arbeitern oder gar Arbeitslosen? Und was passiert, wenn sie ihre Dächer durch einen Sturm verlieren? Die  Dann springt keine Versicherung ein und die Regierung schon einmal gar nicht. 

Denjenigen, die nicht einmal genug zum Essen haben, bleibt also nichts weiter übrig, als ihre Dächer mit Sandsäcken oder Autoreifen zu sichern und zu beten, dass das Dach nicht wegfliegt. Vielleicht auch in der Hoffnung, dass damit einige der Löcher abgedeckt werden, durch die es immer wieder ins Innere hineinregnet. 




So schön die Sonnenpunkte auf dem Lehmbett auch aussehen. Wenn es regnet, haben die Löcher eine andere Wirkung. 

Ich kann euch noch unzählige Geschichten Betroffener erzählen, doch möchte ich diese Gelegenheit lieber nutzen, um an unser Notfallkonto zu erinnern. Uns erreichen beinahe täglich Notrufe von Hilfesuchenden, die Probleme mit den Wassermassen, die in Afrika während der Regenzeit vom Himmel kommen. Das ist nicht zu vergleichen mit einem deutschen Regen. Die Zerstörung anschließend ist oft groß, auch weil die Häuser aus Armutsgründen meist nur aus Lehm mit Wellblech gebaut sind. Zementblocks sind einfach zu teuer. 

Ich weiß, es ist immer schöner für eine bestimmte Person, ein Schulkind, oder eine Witwe zu spenden. Doch was mit den vielen noch nicht namentlich Genannten, die unsere Hilfe vielleicht noch dringender brauchen. Bitte spendet auch für sie unter dem Vermerk „Notfallhilfe“. Wasser, Wind und auch Feuer haben schon soviele Wohnsituationen von Menschen zerstört, die sich den Wiederaufbau nicht leisten können. Gerade vorgestern, kurz bevor wir in „unser“ Dorf aufgebrochen sind, kam unsere Nachbarin vom Büro ca. 80 Jahre alt und flehte uns an, ihr zu helfen. Aus einer Wand ihres Hauses sind beim letzten Regen schon einige Steine herausgefallen und nun droht die Wand mit der Eingangtür und damit das ganze Haus einzustürzen. Hier ist nicht nur ein Sachschaden abzusehen, sondern auch Menschenleben in Gefahr. 


Auch wir selbst hatten Probleme und sind nicht überall leicht durch gekommen. In manchen Momenten wurde auch mir etwas bange ums Herz. Aber Gott sei’s gedankt, wir konnten unsere Projektrundfahrt erfolgreich beenden. 


Wer von euch für die vielen Opfer der jährlichen Regenzeit spenden möchte, kann dies gerne hier tun.

Help the poor and the needy e.V.

Verwendungszweck: Notfallhilfe

Ich danke für eure Aufmerksamkeit, dass ihr diesen Artikel zu Ende gelesen habt. 

Die Koranschule im neuen Glanz

Erinnert ihr euch? Im November 2015 brannte die Koranschule von Sheikh Chabbo Cham vollständig aus. Es blieben nur noch die Grundmauern stehen. 

Selbst das Dach war komplett zerstört. Mit eurer Hilfe bauten sie dann zunächst das Dach wieder auf, um vor der nahenden Regenzeit sicher zu sein. Das war der erste und teuerste Schritt. 


Mit den nächsten Spenden wurde dann die Deckenverkleidung, die Ventilatoren und das Streichen der Wände vorgenommen. 


Nun fehlen noch die Fliesen, die Moskitonetze an den Fenstern und vielleicht ein paar Teppiche für den Fußboden. Ihr seht, euer Geld wurde gut investiert. Bitte nicht aufhören zu spenden. Die Schule ist noch nicht wieder ganz im alten Zustand. 

Spenden bitte an: 

Bitte immer angeben: VZ Koranschule

Tobaski hat nichts mit Tobacco zu tun

Tobaski ist der gambische Name für das Opferfest der Muslime, im Arabsichen Id-ul-Adha genannt. Es wird am 10. Tag des Dhu-l-Hiddscha (in diesem Jahr voraussichtlich am 12.9.) gefeiert, am Ende der großen Pilgerfahrt nach Mekka. Es ist das größte Fest der Muslime und führt auf die Begebenheit Ibrahims (Abrahams) zurück, als Gott ihn aufforderte Ihm sein Liebstes, seinen Sohn, zu opfern. Ibrahim tat, wie ihm befohlen wurde. Gott erließ ihm daraufhin das Opfer und tauschte den Sohn gegen einen Hammel aus. 
In Erinnerung an diese sowohl biblische als auch koranische Geschichte, gedenken die Muslime dieser aufopferungsvollen Gottesfurcht Ibrahims, in dem sie einmal jährlich einen Hammel oder ein anderes Weidetier schlachten. 

Eine Überlieferung des Propheten Muhammad (sws) lautet dazu: „Oh Ihr Leute, es obliegt der Familie eines jeden Hauses, jedes Jahr ein Opfertier zu schlachten. (Hassan Ibn Ahmad, Abu Dawud)

Auch in Gambia ist es das größte Fest im Jahr, und das ganze Land freut sich auf das große Beten. Jeder zieht neue Kleider an, und die Familien gehen geschlossen in die Moscheen. Wenn das Wetter gut ist, wird auf den Vorplätzen der Moscheen gebetet unter Palmen und blauem Himmel. Da Gambia ein sehr farbenfrohes Land ist, ist die Begegnung mit den vielen Menschen ein wahre Augenweide. Nach dem Beten gehen alle nach Hause, um ihr Schaf zu schlachten. 

In meinen Posts oder emails habt ihr vielleicht schon gelesen, dass wir dazu aufrufen, Opfertiere nach Gambia zu spenden. Dieses Opfertier heißt bei den Muslimen Qurban. Das Wort Qurban kommt von dem Verb „qaruba“, das im Arabischen soviel heißt wie „sich nähern“. 

Damit ist der Zweck des Opferns weder das Fleisch noch das Töten, sondern das „Sich-Annähern“ an Gott. So steht es auch im Quran geschrieben: 

Sicher erreicht nicht ihr Fleisch Allah, und nicht ihr Blut, sondern es erreicht ihn die Gottesfurcht von euch. (22:37)

Unter dem Gesichtspunkt, dass nur ein Teil des Fleisches selbst gegessen, der größere Teil jedoch gespendet werden sollte, stärkt das jährliche Opfern die Solidarität und den Geist der Gemeinschaft. Diese Gewohnheit des Teilens ist somit ein Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit, denn auch die Empfänger fühlen eine Dankbarkeit gegenüber Allah und fühlen sich als angesehene Mitglieder der Gesellschaft. Die so empfundene Solidarität lässt keinen Neid oder andere feindlichen Gefühle entstehen, die sonst durch Ungerechtigkeiten hervorgerufen werden können. 

Da in Deutschland das private Schlachten verboten ist, spenden viele ihre Qurban in Länder, in denen sich die meisten Menschen keinen eigenen Hammel leisten können. So haben die wohlhabenden Muslime ihre Opferpflicht erfüllt, und die ärmere Bevölkerung hat die Chance sich ebenso als Mitglieder der islamischen Gemeinschaft zu fühlen.  

Diese Geste lässt die Gemeinschaft immer wieder näher zusammenrücken und ruft zum Mitgefühl auf. Da wir unter unseren Followern auch Nicht-Muslime haben, die vielleicht mit dem Brauch des Opferfests nicht vertraut sind, war es mir ein Bedürfnis, dazu ein paar erklärende Worte zu posten. 

Fragen und Anregungen gerne unter 

mail@helpthepoor.de

Was ist „das sprechende Vögelchen“?

Gambia hat als kleinstes Land auf dem afrikanischen Kontinent „nur“ acht Volksgruppen und deren Sprachen. Kenia beispielsweise hat etwa 40 Volksgruppen und Nigeria über 400. Dennoch sind sich auch die acht in Gambia nicht immer grün. Besonders in punkto Sprachen. 

Die größte Bevölkerungsgruppen nach ihrer Häufigkeit gegliedert sind Mandinka, Fula, Wollof, Jola, Serahule und Serer. Die Mandinka-Bevölkerung war früher Bestand des Malinke-Reichs, das heute noch 7 Länder umfasst. Wollof hingegen wird nur in Senegal und Gambia gesprochen. Irgendwie wird es dennoch von der Mehrheit der Bevölkerung stillschweigend hingenommen, dass die drittgrößte Gruppe der Wollof (16%) den Ton angibt. Die meisten Wollofs leben in der Hauptstadt und arbeiten in der Regierung, also ….. So ist es üblich, wenn du bespielsweise ein Taxi besteigst, dass Fahrer und Fahrgast miteinander Wollof sprechen, obwohl vielleicht beide Mandinka sind. Die Hassliebe unter den Volkgruppen geht so weit, wie auch in anderen Regionen der Welt üblich, dass ein Mädchen aus der einen auf keinen Fall einen Mann aus der anderen heiraten sollte. Nun ja, das sind glücklicherweise immer mehr Ausnahmen.  

Obwohl die Mandinka (42%) mit Abstand die größte Bevölkerungsgruppe sind, ordnen sie sich sprachlich quasi unter und sprechen Mandinka nur, wenn sie unter sich sind. Einigen Mandinka gefällt das gar nicht, und sie kultivieren regelrecht ihre Sprache und ihre Kultur. Die Mandinka-Sprache hat Elemente aus dem Arabischen, einige portugiesische, französische und natürlich auch englische Wörter. Besonders die modernen Dinge des Alltags sind der Einfachheit wegen aus dem Englischen übernommen. Nun gibt es eine Tendenz, dass auch diese Wörter wieder „re-mandinkanisiert“ werden sollen. Dabei entstehen entzückende Worte, die ich euch nicht vorenthalten möchte. 

So ist beispielsweise ein Computer auf Mandinka „fending no la ba“ (übersetzt: ein Gerät, das alles weiß). Ein Flugzeug ist „kulung tila“ (übersetzt: ein Schiff, das fliegt) und ein Professor ist ein „lo na ba“ (übersetzt: er weiß viel). Meine absoluten Lieblingsworte sind aber die Mandinka-Worte für Telefon „kunun-ding kumala“ (übersetzt: das sprechende Vögelchen) und das für Radio „Kunneh-ring diamula“ (übersetzt: die kleine sprechende Box). Ist das nicht wunderbar? Nun schauen wir mal, ob sich die Tradionalisten mit ihrer Sprachoriginalität durchsetzen können, und die neumodischen Wörter wie Radio, Telefono, Pley-no, Boat oder Professor aus dem Wortschatz verschwinden. 

Aufmerksam wurden wir auf dieses Phänomen durch eine Radiosendung, in der der Wunsch der Traditionalisten diskutiert wurde. Für die Sprache und die Kultur wäre es bestimmt eine Bereicherung, doch vielleicht sollte es doch jedem überlassen bleiben, welches Wort er benutzt, so lange alle immer noch wissen, wovon der andere spricht. 

Probleme, die keiner ahnt

Oft werden wir gefragt, ob das eine oder andere Projekt, das von unseren lieben Unterstützern in Deutschland finanziert wird, denn schon angelaufen ist. Da in Gambia die Mühlen etwas langsamer und etwas umständlicher mahlen, und ich sehr gut verstehe, dass in dem schnelllebigen Deutschland den hier vorgegebenen Rhythmus kein Mensch nachempfinden kann (ich hatte auch große Mühe das anzunehmen), möchte ich euch etwas aus unserem NGO-Alltag berichten. Ich greife jetzt mal eine beliebige Zeitspanne aus unserem Alltag heraus und schildere euch unsere Arbeit.

Eines vorne weg. Ich liebe meine Arbeit für den NGO. Ich kann mir keine schönere Arbeit vorstellen, den Ärmsten dieser Welt, das Leben ein wenig lebenswerter machen. In glückliche Augen schauen, ein Lächeln zu bekommen und jeden Abend mit dem Gefühl ins Bett zu gehen, etwas Gutes getan zu haben. Wenn die nachfolgende Ausführung jetzt vielleicht etwas zäh klingt, dann soll es nur zeigen, dass es nicht so easy-Going ist wie in Europa, sondern oft mit einigen Hindernissen verbunden ist.

Tag 1

Wissend, dass am folgenden Tag unsere erste Reisausgabe für die Witwen sein wird, müssen noch viele Arbeiten zuvor erledigt werden. Der Großhändler muss informiert werden, dass er 17 Säcke Reis bereit hält, und die Witwen müssen informiert werden, am nächsten Tag zum Treffpunkt zu kommen. Glücklicherweise war das der erste Arbeitstag eines neuen Mitarbeiters, der vorher schon stundenweise bei uns gearbeitet hatte. Im Vorfeld dieser Aktion mussten natürlich die ersten Witwen, für die Sponsoren gesucht wurden, aus einer Masse von mehr als 70 Witwen selektiert werden. Das nahm auch etwa einen halben Tag in Anspruch. Nun sind sie aber ausgesucht, haben einen Sponsor gefunden, das auch etwa vier Wochen Arbeit war, und sie sollen morgen für ihren ersten Reissack kommen. Sie zu erreichen, stellte sich dann auch als schwerer heraus als erwartet. Viele arbeiten den ganzen Tag im Garten, und sind nicht erreichbar. Andere hatten die Telefonnummer der Kinder angegeben, die dann vergaßen der Mutter Bescheid zu sagen. Wieder andere hatten ihre Nummer geändert usw….. Schließlich nahm unsere Mitarbeiterin die Liste mit nach Hause und wollte es abends noch weiter versuchen.

Der Großhändler musste auch besser persönlich aufgesucht werden, da das Telefon als Hilfsmittel für Geschäftsabschlüsse in Gambia nicht wirklich anerkannt ist. Ihr seht mal eben schnell die Säcke bestellen und mal eben schnell die Empfänger anrufen ist nicht.

Die Auswahl der Witwen war auch nicht ohne. Jedes Mitglied bei uns muss einen Antrag ausfüllen und seine Lebenssituation beschreiben. Da die meisten Analphabeten sind, muss es auch dafür einen Mitarbeiter geben, der die ganze Sache aufnimmt. Außerdem ist das Formular in Englisch. Da die Betreffenden aber oft nicht zur Schule gegangen sind, muss es also erstmal in Mandinka übersetzt werden. Bei der Frage nach der Telefonnummer zücken sie dann ihr Handy und erwarten, dass du ihre Nummer in dem Handy suchst. Sie sind alle so süß, dass ich sie immer nur knuddeln könnte, wenn es nicht alles so viel Arbeit machen würde.

Eine liebe Spenderin hat für sieben Frauen ein Start-Up Kapital von 50€ gespendet. Auch das musste gut vorbereitet werden. Wieder die etwas mühselige Auswahl und dann das Informieren der Empfängerinnen. Soweit so gut, inzwischen sind alle informiert, und wir beten, dass am nächsten Tag alles glatt geht.

Nicht zu vergessen die täglichen Neuaufnahmen, die dann im Team diskutiert werden müssen und die naja, nicht so spannende Buchhaltung. Parallel zu alledem immer wieder den Mitgliederstand durchsehen, wer kann bleiben und wessen Situation hat sich so verbessert, dass er einem anderen Platz machen kann.

Tag 2

Morgens Treffen beim Großhändler zur Reisausgabe. Hier ging es dann mal richtig turbulent zu. Von einigen, besonders den Gehbehinderten, kamen die Kinder. Nun hieß es alle richtig zu ordnen, dann dem Gewusel der Schubkarrenfahrer Herr werden, doch am Ende gab es jede glückliche Gesichter und jede Menge Gebete für die Sponsoren.

img_0244Nachdem die letzte Witwe zwei Stunden zu spät gekommen war, schnell zurück ins Büro, weil dort schon die Start-Up-Frauen warteten. Obwohl das Start-Up ein Geschenk ist, lassen wir die Frauen den Betrag in 10 Monatsbeträgen wieder zurückzahlen, um es ihnen nach der Rückzahlung noch einmal zu geben. Diese Aktion dient dazu, dass sie es ernst meinen und seriös mit dem Geld umgehen. Anderenfalls muss man bei so großer Armut damit rechnen, dass andere Dinge von dem Geld bezahlt werden. Ein vorbereiteter Rückzahlungsplan und einige Regeln wurde ihnen ausgehändigt, dann mit Fingerabdruck unterschrieben, und alle waren glücklich. Wieder Gebete für die Spenderin, und sie gingen nach Hause.

Mittlerweile war es etwa 14 Uhr, und ich wunderte mich, dass während der ganzen Zeit ein junger Mann erst bei der Reisausgabe, dann im Büro anwesend war, den wir nicht kannten. Aber wir waren alle so beschäftigt, dass keiner richtig Zeit für ihn hatte. Als dann endlich alle Frauen weg waren, konnte wir uns ihm widmen. Er ist ein Witwer, hat mit seiner ersten Frau 5 Kinder, dann ist die Frau gestorben, mit seiner zweiten Frau hat er 4 Kinder, doch sie ist auch gestorben. Er ist Maurer und ist bei seiner Arbeit vom Dach gefallen und nun arbeitsunfähig. Er harrte aus bis wir Zeit für ihn hatten. Als Team beschlossen wir, dass sein Fall sehr eilig ist. So setzte ich ihn gleich mit einem Hilfegesuch in Facebook und Whatsapp.  Abends dann noch WhatsApp und Facebook-Korrespondenz und die leidige Buchhaltung des Tages.

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Tag 3

Heute widmen wir uns dem abgebrannten Haus von Assan Fatty. Die gespendeten Euros wurden gewechselt, und unser Mitarbeiter fuhr in die Hauptstadt, um sich mit Assan zu treffen und die Baumaterialien zu kaufen. Das Geld reichte exakt für die Hälfte der benötigten Materialien. Er brauchte 4 Pakete Wellblech, wir haben ihm 2 gekauft, er brauchte 20 Säcke Zement, er bekam 10. Aber er kann jetzt anfangen, und so Gott will, können wir ihm noch weiter helfen. Und immer wieder Fotos machen, und alles für die Spender dokumentieren.

Zwischendurch immer wieder an die Möglichkeit erinnern, dass man bei uns für das kommende Opferfest sein Kurban spenden kann.

Und wenn es gerade keine aktuellen Projekte zu bearbeiten gibt, müssen immer wieder die Datensätze aktualisiert, Digitalfotos von den Mitgliedern gemacht und neue Antragsteller interviewt werden.

Tag 4

Unser Computer, mein ehemaliges Apple-Notebook, hat den Geist aufgegeben. Aus Sicherheitsgründen haben wir es nach getaner Arbeit immer einem befreundeten Ladenbesitzer zur Aufbewahrung gegeben. Bei der letzten Abholung war die Tüte voller Kakerlaken  und der Rechner ging zwar noch an, aber der Bildschirm blieb schwarz. Da an dem Rechner sowieso schon so viel repariert wurde, musste nun ein neuer her. So galt es ein paar Telefonate zu tätigen, und unseren Nachbarn zu besuchen, der ein Computergeschäft hat, und zwei Tage später wurde das gute Stück dann geliefert. Diesmal ein Dell-Tischrechner. Glücklicherweise hatten wir ein Update auf einem USB-Stick.

Am Wochenende ist ein Besuch in dem Dorf Dar-us-Salam Kuloro geplant, wo wir in Kooperation mit Nächstenliebe ohne Grenzen e.V. eine Moschee bauen, das Dach einer Bäckerei erneuerten und dem Arabischlehrer, er mit seiner ganzen Familie auf dem nackten Boden schläft, Matratzen zukommen lassen wollen.

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Also müssen die Matratzen gekauft und der Transport ins Dorf organisiert werden. Gesagt getan, zwei Stunden später waren die Matratzen bei uns zu Hause, bereit für ihren nächsten Bestimmungsort. Die Organisation des Transports in das eine Stunde entfernte Dorf gestaltete sich jedoch nicht so einfach, weil wir ein Taxi mit Dachgepäckträger brauchten. Also alle bekannten Taxifahrer angerufen, und gefragt ob sie jemand mit einem Gepäckträger kennen.

Tag 5

Freitags ist unser Büro geschlossen. Das gab mir die Gelegenheit, wieder etwas zu posten, an diesem Artikel zu arbeiten und ein wenig konzeptionelle Arbeit zu leisten. Auch die vielen Fotos, mit denen unsere Arbeit dokumentiert wird, müssen dringend sortiert und in die entsprechenden Ordner abgelegt werden. Derzeit arbeiten wir intensiv an unserer Empfängergruppe, um wirklich den Ärmsten die bestmögliche Unterstützung zu geben. Zu diesem Zweck werden wir für jedes Mitglied eine ID-Karte ausgeben, die dann dazu berechtigt, an unseren Projekten teilzunehmen. Dazu müssen immer wieder die Personen eingeladen werden, um Digitalfotos von ihnen zu nehmen.

Außerdem nutzte ich dann noch die Zeit, um mal wieder Büromaterial einzukaufen. Während meiner Zeit in Deutschland ist hier einiges zu Ende gegangen.

Tag 6

Heute wollen wir nach Kuloro-Dar-us-Salam fahren, aber es ist mal wieder der Clean-the-nation-day. Dieser Tag findet hier 1-2 mal im Monat an einem Samstag statt. Die Mitteilung dazu bekommst du einen Tag vorher per SMS auf dein Handy. An diesem Tag dürfen von 9-13 Uhr keine Autos fahren, keine Geschäfte öffnen, und jeder soll vor seiner eigenen Haustür saubermachen. Soweit so gut, aber unser Trip nach Kuloro, musste damit spontan auf nachmittags verschoben werden. Wir haben ja sonst nichts zu tun. 😉 Und immer wieder der Blick in den Himmel, schließlich haben wir Regenzeit, und ein Platzregen wäre für die Matratzen nicht so vorteilhaft. 

Schließlich war es dann aber doch sehr schön in Kuloro. Wir konnten die Matratzen ausliefern, haben den Bürgermeister kennen gelernt, konnten das neu gedeckte Dach der Bäckerei bewundern, und den Fortschritt der Moschee. Außerdem genieße ich immer diese totale Ruhe dort. Als Großstadtkind ist es für mich immer schwer vorstellbar, dass es Orte gibt, die so eine Ruhe ausstrahlen. Beschenkt mit einer Flasche reinen Honig und einigen Mangos, verließen wir dann das Dorf wieder, um uns auf unsere 1 stündige Rückfahrt zu begeben.

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Tag 7

Sonntag war Pause. Obwohl so ganz Pause ist ja eh nie bei mir. Die Korrespondenz über Twitter, fb, Telegramm, WhatsApp, Instagram geht sowieso weiter, und die tollen Erlebnisse des Vortages wollen ja auch unter die Leute gebracht werden. Schließlich müsst ihr ja wissen, wo eure Spenden bleiben. Damit meine ich auch die lieben Spender die ohne Angaben von Projekten spenden. Dieses Geld nutzen wir dann für Fahrten zu den Projekten oder für Helfer, die Internetkosten, unsere Mitarbeiter, Strom etc. Ohne die selbstlose Hilfe dieser Spender könnten wir unser Büro gar nicht aufrecht erhalten. Allerdings steigen die Kosten, so sind neue Spender auch immer gern gesehen. Für den morgigen Tag beispielsweise ist geplant eine neue Mitarbeiterin für die Buchhaltung und andere Schreibarbeiten einzustellen.

Sie wird natürlich viel am Computer arbeiten. Wie jeder weiß braucht ein Tischrechner Strom, sonst geht gar nichts. Doch auch diese für Westeuropäer größte Selbstverständlichkeit ist für Afrika wie Russisch Roulette. Morgens kommst du ins Büro und schaust erst einmal bange auf den Zähler. Ok, Strom ist da, dann schnell anfangen. Doch nicht selten ist er dann plötzlich ohne Vorankündigung für Stunden wieder weg. Nun, wir haben damit leben gelernt. Zum einen konnten wir diesem Phänomen sogar etwas gutes abgewinnen, oder wann habt ihr das letzte Mal mit euren Kindern zusammen gesessen und über Papas oder Mamas Kindheit bei Kerzenschein oder Batterielampen gesprochen, und zum anderen sind wir uns sehr bewußt, dass fließendes Wasser und Strom aus der Steckdose ein Geschenk sind, das wir zu würdigen wissen.

Tag 8

Unsere neue Mitarbeiterin ist da. Ein ganz liebes Mädchen, gute Kenntnisse in der Arbeit mit dem Computer und sehr bereit, mehr über die NGO-Arbeit und vor allem auch über den Islam zu lernen. Nun dann, schauen wir mal, wie wir uns gegenseitig helfen können.

In diesen Tagen liegt im Büro unser Schwerpunkt in der Bereinigung unserer Empfänger-Datenbank. Wie wir gehört haben, gibt es immer wieder Personen, die sich von uns helfen lassen, obwohl sich ihre eigene Situation durch Kinder im Ausland oder eine gute Heirat massiv verbessert haben. Es hat uns zwei Tage gekostet diese Informationen herauszufinden und entsprechende Konsequenzen zu ziehen.

Tag 9

Vormittags weiter an unserer Ermittlungsarbeit, unsere neue Mitarbeiterin in unsere Buchhaltung eingewiesen und weiter an dem Witwen-Reis-Programm gearbeitet.

Nachmittags sind wir dann den Bitten von 3 unserer Unterstützer aus Deutschland nachgegangen. Zum einen haben wir einem Herrn Geld einer lieben Freundin ausgehändigt, der damit seine und andere Familien in einem etwas weiter entfernten Ort unterstützt, und wir haben 2 Hammel mit den gewünschten Bittgebeten für die Betroffenen geschlachtet und das Fleisch als Spende ausgegeben.

Tag 10

Eigentlich Pause, aber dann noch an dem Artikel weitergeschrieben und Korrespondenz erledigt. Morgens kam die Nachricht, dass die 52-jährige Mutter eines guten Freundes ganz plötzlich verstorben ist. Das lässt mich dann wieder so an die Endlichkeit unseres Daseins in dieser Welt denken. Warum wir eigentlich hier sind, und in welchem Zustand wir diese Welt wieder verlassen sollten. Für mich ein Ansporn noch mehr gute Taten zu sammeln, damit vielleicht ein Teil meiner schlechten dadurch getilgt wird.

Nun habe ich euch die letzten 10 Tage unseres NGO-Lebens und die damit verbundenen Hindernisse geschildert, in der Hoffnung dass ihr unsere Arbeit jetzt vielleicht besser versteht, und auch warum vielleicht nicht alles immer so schnell umgesetzt werden kann, wie aus Deutschland gewohnt. Doch seid versichert, dass wir uns nach Kräften bemühen, eure Wünsche bestmöglich umzusetzen. Ich stelle weiterhin fest, dass diese gewisse Entschleunigung mir persönlich besonders gesundheitlich letztlich sehr gut tut, und vielleicht jeder mal darüber nachdenken könnte, ob nicht auch in seinem Leben eine Entschleunigung möglich wäre.

Wer gerne mehr über unsere Arbeit wissen möchte, kann sich gerne bei uns melden. 

mail(at)helpthepoor.de

Assan Fatty 

Das ist Assan Fatty. Er steht vor einer Wand seines völlig abgebrannten Wohnhauses. Wie der Brand ausgelöst wurde, ist noch nicht so ganz geklärt. Aber er hat alles verloren. Seine Frau und seine 21-jährige Tochter leben jetzt in den Trümmern oder kommen hin- und wieder bei Verwandten unter. Das Problem ist, dass jetzt die Regenzeit angefangen hat. So ist das Schlafen im Freien jetzt auch nicht mehr möglich. Es gibt noch mehr Fotos von dem abgebrannten Haus. Leider kann ich in diesem Blog immer nur eins posten. Er braucht wirklich alles neu. Er hat keine Möbel mehr, er braucht Baumaterial, Kleidung eben alles, da er alles verloren hat. 

Wer Assan und seiner Familie helfen möchte, kann es über unser Konto:

IBAN DE47100205000003291200 oder

Paypal: spenden@helpthepoor.de oder

über unser Nothilfe-Programm von Betterplace: http://www.betterplace.org/p31292

Bitte gebt bei den Spenden den Namen Assan Fatty an, damit die Spenden wirklich eins zu eins zu ihm gehen. 

Alles Gute zum Ramadan-Fest

Help the poor and the needy e.V. bedankt sich für all die vielen Spenden und wünscht euch ein gesegnetes Opferfest. In Gambia wird am Mittwoch gebetet, aber wir konnten am Montag schon die drei gespendeten Bullen schlachten und das Fleisch an die Armen verteilen. Sie kamen in Scharen in unser Büro, glücklich zum Fest Fleisch zu haben, dass sie sich normalerweise nie leisten könnten. 

Es war ein sehr gesegneter Ramadan, und wir konnten mit eurer und Allahs Hilfe viel Gutes tun. Vielleicht könnt ihr es euch nicht vorstellen, aber für die Bedürftigen, die wir versorgen, ist es etwas ganz Besonderes, Fleisch zu essen. Ich suche gerade nach einem Vergleich, um euch dieses Gefühl zu beschreiben, aber da wir uns ja in der Regel alles kaufen können, worauf wir Appetit haben, kann ich euch dieses Gefühl nur schwer vermitteln. 

Es gibt eine Schwester, die schon eine Reihe von Selbsttests durchgeführt hat, um annähernd das Gefühl nachzuempfinden, dass die Armen empfinden, wenn sie ohne Strom oder ohne Wasser leben müssen, oder tagein tagaus zu allen Mahlzeiten Reis essen, da alles andere zu teuer ist. Ich denke, erst wenn man das alles selbst gesehen oder gefühlt hat, kann man verstehen, wie es in anderen Ecken der Welt wirklich zu geht. 

Daher ist es umso wichtiger, dass wir einen kleinen Beitrag dazu leisten können, dass sich die Ärmsten der Armen etwas besser fühlen. Wir wollen aber nicht nur die größte Not lindern, sondern auch nachhaltig Hilfe leisten.  Wenn ihr dabei sein wollt, könnt ihr diesen Blog abonnieren oder unsere fb-Seite liken. Auch wenn ihr selbst nicht helfen könnt, wäre es dennoch zu schön, wenn mehr Freunde auf unsere Seiten aufmerksam würden. 

Wer Fragen hat, kann mich gerne kontaktieren: mail@helpthepoor.de

Wer spenden möchte, kann dies hier tun:

Help the poor and the needy e.V.

IBAN DE47100205003291200

BIC BFSWDE33BER

Ich wünsche allen Muslimen noch schöne Feiertage und allen anderen noch einen schönen Sommer. 

"Anteilnahme und Empathie sind der Schlüssel zu mehr Zufriedenheit." Dalai Lama

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