Archiv der Kategorie: Praktische Hilfe für Gambia

Hier zeige ich praktische Bespiele, wie in Gambia Hilfe geleistet werden kann.

Tage, die es in sich hatten

Allen Muslimen wünschen wir ein gesegnetes Opferfest. Möge Allah unsere Gebete annehmen und uns noch viele weitere Opferfeste feiern lassen.

Rückblick

Seit dem letzten Blogeintrag vor genau einem Monat ist viel passiert. Damit ihr einen kleinen Eindruck bekommt, wie wir arbeiten, werde ich euch jetzt schildern, was ich seit dem letzten Blog so getrieben habe. Leider ist der Artikel schon wieder etwas lang geworden. Ich gelobe Besserung und schreibe lieber mehrere kleine.

Kleiderkammer

In Erwartung der vielen Abayas haben wir schnell noch die verbleibende Gebrauchtkleidung auf Bügel gehängt und in unserem Backoffice eine Kleiderkammer eingerichtet. In der Hoffnung, dass die ganze Kleidung ausgegeben ist, bis die Abayas kommen. Dann sind hoffentlich die Bügel wieder frei und wir können unsere Kleiderkammer mit den langen Kleidern präsentieren.

Reisausgabe

Ein paar Tage später war dann auch schon die Reisausgabe für die Witwen. 36 Witwen bekommen derzeit einen monatlichen Sack Reis zur Unterstützung. Aber durch diverse Todesfälle in den letzten Tagen bräuchten wir dringend noch mehr Sponsoren für weitere Witwen. Von den 178 Familien, die derzeit bei uns registriert sind, sind etwa die Hälfte Witwen. Witwen sind in Gambia die Ärmsten der Armen.

Kurz nach der Reisausgabe kam dann eine neue Witwe, Mama Sanneh, zu uns ins Büro. Sie hat vor Kurzem ihre über 100-Jährige Schwiegermutter verloren und kurz danach ihren Mann. Jetzt steht sie mit den drei kleinen Töchtern alleine da und versucht die kleine Familie als Wäscherin über Wasser zu halten. Sie bekam auch einen einmaligen extra Sack Reis. Ihre Lebensbedingungen sind so traurig, dass wir uns auch für sie einen neuen Sponsor wünschen. Ich komme nach Berlin mit einigen neuen Witwen im Gepäck (sinnbildlich) vielleicht möchte ja noch jemand eine übernehmen.

Starkregen hat Dächer demoliert

Komischerweise regnet es freitags hier immer am heftigsten. So auch an einem Freitag Anfang Juli. Die Nähschule, unser Privathaus und viele andere Gebäude hatten Wasserschäden. Glücklicherweise haben wir jemanden, der sich um das alles kümmert. Ich alleine wäre damit wohl etwas überfordert gewesen.

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Letztens bei der Post

Zwischendurch gibt es dann immer wieder Momente, die das Herz berühren. So gingen wir einmal kurz nach 14 Uhr in die Post. Um genau 14 Uhr ist es in Gambia Zeit für das Mittagsgebet. Was wir nicht erwartet hatten, im Besucherraum beteten einige Kundinnen auf den Fliesen, und als wir zu den Schaltern gingen beteten alle Angestellten hinter ihren Schreibtischen. Masha Allah, welch konsequentes Handeln! Das ist einer der Unterschiede zwischen Deutschland und einem Islamischen Land.

So gingen wir unverrichteter Dinge wieder hinaus. Draußen am Rande des Vorplatzes stand eine kleine Moschee, nicht größer als ein Wohnzimmer, aus der einige Männer kamen die das Gebet beendet hatten. So gingen wir dann hinein und beteten auch. Während wir uns zum Gebet aufstellten, kamen noch zwei weitere Männer in die Moschee, um auch zu beten.

Sie beteten vor mir, und da wurde mir bewußt, das egal wo du auf der Welt bist, alle Muslime in der selben Art Allah anbeten, ein paar Milliarden Menschen. Der Islam hat so viele Follower, und das ganz ohne Facebook und Whatsapp. Bei dieser Erkenntnis wurde mir ganz warm ums Herz.

Ein paar Tage später kam ich wieder um 14 Uhr an diesem Platz vorbei. Die Moschee war voll, auch vor der Moschee war kein Platz mehr, so rollten sich die Männer Bastmatten zwischen den Autos aus und beteten gemeinsam zwischen den Autos, Hauptsache gemeinsam. Mich hat das sehr berührt.

Kurban für die Armen

Es ist mal wieder soweit. Nach dem Fest ist vor dem Fest. Die Zeit verfliegt zwischen dem Ramadanfest (Eid ul Fitr) und dem Opferfest (Eid ul Adha). Es liegen nur ca. 2 Monate dazwischen. Wie in den vergangenen 7 Jahren wollen wir auch dieses Jahr wieder Kurban (Opferhammel) an bedürftige Familien verteilen.

Ein Hammel kostet in Gambia 150€. Nach der Überarbeitung unserer „Memberlist“ versorgen wir zur Zeit 178 Familien. Darunter Witwen und Witwer, Waisen und Halbwaisen.

Ein Kurban kostet in Gambia etwa ein 6-faches Gehalt eines Wachmannes oder ein 3-faches Gehalt eines Lehrers. So ist es für fast jede Familie schwer dafür zu sparen. Ganz ungünstig ist dann auch, wenn das Opferfest mit den Jahresgebühren für die Schulen der Kinder zusammenfällt. Dann geht oft gar nichts mehr und sogar Mieten und andere lebenswichtige Kosten können nicht mehr gezahlt werden.

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Waisen vs. Schule oder der Ausbildungsfonds

Waisen vs Schule. Klingt nicht gut, aber eine Waise zu sein und zur Schule gehen zu wollen, schließt sich eigentlich aus. Selbst als Halbwaise oder gar Kind geschiedener Eltern hast du nicht wirklich eine Chance auf Bildung.

Das wurde mir wieder besonders klar, als ich die Namen unserer gesponserten Kinder durchging. Von den 20 Kindern, die wir in den letzten Jahren gesponsert haben, sind nur 4 keine Waisen oder Kinder geschiedener Eltern.

Zur Zeit sponsern wir 7 Schüler bzw Studenten, davon 4 Waisen. Das sind die 4 Schüler auf dem Bild.

Der Erste ist Saidou. Er ist Vollwaise. Ihn hat eine Mann aufgenommen, dessen erste Frau gestorben ist, und dessen zweite Frau jetzt die Kinder aus der ersten Ehe, ihre eigenen und Saidou versorgt. Saidou ist in der 6. Klasse und ist sehr gut in der Schule.

Die Zweite ist Nyima. Sie geht in die 7. Klasse einer Junior School. Sie ist Halbwaise und ihre Mutter kümmert sich komplett alleine um die Großmutter, Nyima und ihren Bruder. Ihre Mutter Fatou arbeitet bei uns im Büro. Sie arbeitet sehr gut, nur nachdem bei ihr Diabetes diagnostiziert wurde, ist sie eben auch oft krank. Außerdem muss sie sich auch noch um ihre asthmakranke Mutter kümmern. Gerade heute hatte die Mutter wieder einen Asthmaanfall und musste von ihrer Tochter ins Krankenhaus gebracht werden.

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3 Bullen zum Fest

Mit vielen Fotos und Videos

Lange sah es so aus, dass es schwierig wird, dieses Jahr das Geld für einen Bullen zum Fest zusammengekommen. Doch plötzlich überschlugen sich die Spenden förmlich, und es ging alles ganz schnell auch den dritten Bullen gesponsert zu bekommen.

So weit so gut, nun war das Geld auf dem deutschen Vereinskonto. Es von dort möglichst kostengünstig nach Gambia zu bekommen ist eine Kunst für sich.

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Zakat ul Fitr – Die Reisverteilung in Bildern

Es war überwältigend wie viele Spenden für Zakat ul Fitr bei uns eingegangen sind. Ab Samstag vor dem Fest konnten wir dann keine Zakat ul Fitr Spenden mehr annehmen. Das habe ich dann auch auf allen meinen Kanälen verkündet. Das Abpacken musste zu einem bestimmten Zeitpunkt beendet sein, da wir ja noch das Schlachten der Bullen vorbereiten mussten. Hinzu kommt noch, dass wir nach dem Einbruch ja kein Bargeld mehr in Gambia haben und alle Spenden mühsam aus Deutschland nachholen müssen.

So kam am Sonntag ein guter Freund aus Deutschland und brachte Nachschub. Sobald das Geld in unseren Händen war riefen wir unseren Lieferanten an und bestellten die 25 Säcke Reis. 25 Säcke sind 1250 Kg Reis. Diese sollten dann in 3 Kg Portionen abgepackt werden. Am Montag kamen wir dann gerade an dem Geschäft vorbei als unsere Säcke auf die Schubkarren gepackt wurden.

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Eine großartige Ummah, eine starke Gemeinschaft

Als ich am Montag früh erwachte und wusste, dass nun endlich wieder der ersehnte Reis an die Witwen ausgeteilt werden kann, fiel mir ein Stein vom Herzen. Danke Allah, dass du es wieder möglich gemacht hast. Ich sage es deswegen so ausdrücklich, weil mir nach dem Einbruch und der darauf folgenden Welle der Hilfsbereitschaft einmal mehr klar geworden ist, dass wir Menschen nur Werkzeuge Gottes sind, und er mit einem Augenzwinkern etwas zulassen oder verhindern kann. Alles Planen und Streben des Menschen kann innerhalb von Sekunden zunichte gemacht werden. Das ist unter anderem auch der Grund, warum Muslime über jede Handlung, die in der Zukunft liegt „in shaa Allah“ sagen (wenn Allah will).

In unserem Fall wurden wir an einem Vormittag unseres gesamten Geldes beraubt. Hier der Artikel dazu

Im ersten Schock, siehst du keinen tieferen Sinn dahinter und verstehst die Welt nicht mehr. Doch viele Außenstehende deuteten schon an, dass ein tieferer Sinn (Hikma) dahinter stecken wird. Ich denke, diesem sind wir jetzt ein wenig auf die Spur gekommen. So klärte sich intern, wer mit dieser Belastung umgehen konnte und wer nicht. So hat uns ein Mitarbeitet verlassen, dessen Charakter scheinbar doch nicht so gefestigt ist, wohingegen andere, die in der Vergangenheit sich als etwas lahm erwiesen hatten, plötzlich zur Hochform auflaufen.

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Wie alles anfing

Oft werde ich gefragt, warum wir das alles hier machen, und wie es dazu gekommen ist. Das ist recht schnell erklärt. Als ich 1998 zu Besuch in Gambia war, hat mich meine Schwägerin zu dem Kindergarten ihrer Tochter mitnahm. Dort realisierte ich, dass es damals in einem Land mit 95% Muslimen es ausschließlich christliche Kindergärten gab. Das wäre ja alles kein Problem, wenn es da nicht die Versuche gäbe, aus den kleinen Muslimen kleine Christen zu machen. Für das Aufsagen christlicher Gebete und andere Rituale hatte ich wenig Verständnis bei ausschließlich muslimischen Kindern. Meine kleine Nichte betete folglich vor dem Essen wie sie es im Kindergarten gelernt hatte, und der Sohn einer Freundin sang beim Malen eines Bildes „Oh Jesus, my Lord“

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Opfern für die Seele

In vielen Religionen gibt es das Darbringen eines Opfers. In den monotheistischen Religionen ist es meist ein Tieropfer.

Wie schon im Alten Testament offenbart, war Ibrahim (Abraham) auf Befehl Gottes bereit, seinen Sohn zu opfern, so tief war sein Glaube. Die Muslime gedenken dieser Situation an ihrem Eid-ul-Adha, dem Opferfest.

Doch auch heutzutage gibt es viele Gelegenheiten, zu denen praktizierende Gläubige Tiere (meist Hammel) opfern. Sei es für ein neugeborenes Baby, oder sei es für die Erfüllung eines Bittgebetes. Für viele Gläubige ist dieses Ritual ein wichtiger Bestandteil ihrer Religion und eine Win-Win-Situation für die Beteiligten. Die Spender erfüllen ein Opfer und die arme Bevölkerung hat an diesem Tag eine Fleischmahlzeit, das sonst nur zu den Festen vorkommt (wenn überhaupt). Auch wir freuen uns jedes Mal über die spirituelle Atmosphäre. Ein Imam kommt. Er oder mein Mann liest ein Bittgebet für die Familie, das Fleisch wird in kleine Portionen geteilt und dann an die ärmsten im Ort verteilt.

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Ramadan 2018 – nicht ganz so wie beabsichtigt (m. Fotostrecke)

Help the poor and the needy e.V. wünscht allen Muslimen einen gesegneten Ramadan.

Aufgrund unseres aktuellen Problems (s. Artikel) mussten wir diesmal „kleinere Brötchen backen“ sprich kleinere Pakete packen. Nachdem bekannt wurde, dass uns unsere Projektgelder aus dem Safe gestohlen wurden, kamen viele Bekannte, Freunde und Bedürftige in unser Büro und fühlten mit uns. Einige haben sogar geweint. Ramadan 2018 – nicht ganz so wie beabsichtigt (m. Fotostrecke) weiterlesen

Nach 20 Jahren erfolgreicher Arbeit nun die Katastrophe

Ein Schicksalsschlag am Montag Mittag

Allah prüft jeden von uns in verschiedenster Weise. Diesmal waren wir an der Reihe.

Am Montag, den 30.4. waren wir von 10-14 Uhr in unserem Vereinsbüro. Als wir um 14 Uhr nach Hause kamen, war zunächst alles wie gewohnt. Ich hatte die Tür zu unserem Schlafzimmer verschlossen, weil wir dort in einem Safe das Geld deponierten, das wir am 2. Mai für die Reislieferung ausgeben wollten. Am Tag darauf sollten die Waren für die Iftarpakete gekauft werden. Auch die anderen Projekte, für die ich in Deutschland Geld gesammelt hatte, sollten zügig noch vor Ramadan in Angriff genommen werden. Den Rest des Geldes wollten wir dann zur Bank bringen. Denn wenn das Geld erst einmal auf der Bank ist, musst du 2 Tage vorher Bescheid sagen, um Teilbeträge zu bekommen.

Vielleicht auch noch zur Erklärung: Was in Europa Gang und Gebe ist, mit EC Karte oder Überweisung zu bezahlen, hat hier leider noch keinen Einzug gefunden. Nur wenige haben ein Konto und seit zwei Jahren ist es auch nahezu unmöglich ein Konto einzurichten, da man dazu einen Personalausweis benötigt. Doch die Maschine, die die Ausweiskarten druckt, seit zwei Jahren kaputt bzw. verschwunden ist. Einen Pass zu beantragen kostet etwa 2 Monatsgehälter, also für die meisten auch keine Alternative. So werden meist Gehälter und Warenlieferungen bar bezahlt.

Als ich nun um 14 Uhr die Tür des Schlafzimmers aufschloss, wunderte ich mich zunächst über die offenen Schranktüren, Nach 20 Jahren erfolgreicher Arbeit nun die Katastrophe weiterlesen

Aktuelles vom Verein

Wie ihr ja bestimmt wisst, bin ich gerade in Berlin. Doch auch das Leben in Gambia und besonders die Probleme dort, gehen natürlich weiter. Im Folgenden möchte ich euch jetzt fünf unserer aktuellen Projekte vorstellen, für die wir dringend Spenden benötigen. Für drei der Projekte kann ich keine Beträge angeben, da sie voraussichtlich nicht von uns alleine getragen werden können oder noch in der Berechnung sind. Für diese Projekte schlage ich vor, wer etwas spenden möchte, spendet, was ihr könnt. Die Beträge, die hier zusammen kommen, werden wir den Betreffenden dann zukommen lassen.

Familie Cambie in Not

Mr. Cambie wohnt mit seiner Familie in Brikama. Anfang Januar brannte das Haus, in dem sie wohnten komplett aus. Ich habe den Bericht der Feuerwehr gesehen. Brandursache war ein Kurzschluss in dem Zähler. Die Familie hat buchstäblich alles verloren. Es gibt noch sehr viel mehr Fotos, die das ganze Drama belegen. Wer kann sich vorstellen, einen kleinen Beitrag zu leisten, damit die Familie langsam wieder zum normalen Alltag zurückkehren kann.

VZ: Hausbrand

Eine gute Idee für Mariama

Sicherlich erinnert ihr euch an Mariama. Sie verlor erst ihr Haus, dann verließ sie ihr Mann, dann wurden ihre vier Töchter geisteskrank und schließlich bekam sie einen Schlaganfall. Ihr Schicksal ging uns so nahe, dass wir halfen wie kaum jemand anderem. Mit Gottes und eurer Hilfe konnten wir ihr ein Jahr ein Dienstmädchen und Essen, die Medikamente ihrer Tochter, die bei ihr wohnt und die Schulgebühr für den Enkelsohn bezahlen. Irgendwann kam dann direkt neben dem Bett ihrer Tochter die Decke herunter, 5 Minuten, nachdem die Tochter das Zimmer verlassen hatte. So haben wir ihr dann auch mit der Mietkaution und den ersten Mieten in ihrer neuen Wohnung geholfen. Mehr über ihr Schicksal könnt ihr in dem Artikel „Mariama, ein Vorbild in Sachen Geduld“ nachlesen.

Doch da all das natürlich keine nachhaltige Hilfe ist, ist es ein wenig wie ein Fass ohne Boden. Daher kam nun folgende Idee auf:

Ein Teil ihres Familiengrundstücks gehört ihr, und dort möchte sie jetzt ein kleines Häuschen bauen für sich, ihre Tochter und ihren Enkel. Die Baukosten werden gerade ermittelt, und ich warte auch noch auf ein Foto von dem Grundstück. Wer könnte sich vorstellen, Mariama bei dieser dann doch nachhaltigen Hilfe zu unterstützen. Da keiner aus der Familie arbeiten kann, ist sie von Spenden abhängig. Mit dem Bau eines kleinen Häuschens, könnte sie dann wenigstens die Miete einsparen.
Von dem Geld, was gespendet wird, werden wir Baumaterial kaufen. Wir werden dann Schritt für Schritt mit dem Bau anfangen bis das Haus fertig ist. Je nachdem wie viel Geld zusammen kommt.

Bitte helft Mariama, eine gute Tat ist euch sicher.

VZ: Mariama

Haruna fehlt nur noch ein kleiner Schritt zur Erfüllung seiner Träume.

Er hat es tatsächlich geschafft. Kurz vor meiner Abreise kam er in unser Büro und hat uns die Dokumente der Botschaft gezeigt. Er hat alle Papiere für ein IT-Studium in Amerika zusammen und könnte jederzeit seine Reise antreten, wenn nicht das Geld für das Visum wäre. Es fehlen im noch 125€, um das Visum zu bezahlen. Wer kann ihm helfen, vielleicht auch mit Teilbeträgen, damit er sich auf die Reise begeben kann.

Verwendungszweck: Haruna

Artemisia

Erinnert ihr euch. Letztes Jahr war ich bei dem Brufut-Garden Projekt. Es hat uns so gut gefallen, was Lamin und seine Kollegen dort machen. Die Artemisia-Pflanze hilft extrem gut als Prophylaxe gegen Malaria. Es heißt eine Woche je eine Tasse Artemisia-Tee trinken und man bekommt ein ganzes Jahr keine Malaria. Das Projekt wird in Schulen vorgestellt, die Kinder bekommen eine Pflanze mit nach Hause, und wer sie gut pflegt und groß werden lässt, bekommt im nächsten Schuljahr die Uniform bezahlt. Ich finde, das ist ein ganz tolles Projekt, das es sich zu unterstützten lohnt. Nun schrieb Lamin, dass ihm die Samen ausgehen. Die Recherchen einer guten Freundin und Artimisafan hat recherchiert, dass es ein Starterkit mit 5000 Samen zu kaufen gibt. Das Kit kostet 115€. Wer kann uns helfen, dieses Kit zu kaufen, damit die Artemisia-Produktion in Gambia weiter gehen kann. Hier ein Link zu dem Artemisia Starterkit. Wer uns dabei helfen möchte, bitte den Verwendungszweck: Artemisia angeben.

VZ: Artemisia

The Masterminds for Change

Zum Schluss noch ein Projekt, dass mir besonders gut gefällt.

Einige Gambier haben inzwischen schon verstanden, dass eine Änderung ihrer Lebensverhältnisse in erster Linie von ihnen ausgehen muss. Drei Männer und drei Frauen haben sich zusammen gefunden und arbeiten jetzt an einem Konzept, wie sie Gambias Jugend auf einen besseren Pfad bringen können, mehr Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen, Prioritäten zu setzen und bewußter zu leben.

Ihr Konzept findet ihr hier: The Masterminds for Change

Sie benötigen Geld für die Umsetzung ihrer Projekte wie Einführung eines Fernsehprogramms, Fortführung ihrer wöchentlichen Radiosendung, Ausrichtung von Konferenzen und anderer Werbung jeglicher Art. Außerdem sind sie immer auf der Suche nach Fachliteratur und sehr aktiv. Bei jedem Event können sie ein paar Jugendliche überzeugen aus ihrem Dornrößchenschlaf zu erwachen und nicht mehr die Verantwortung für ihr Schicksal bei der Regierung zu suchen, sondern selbst anzupacken und ihr Leben zu gestalten. Ich finde diese Initiative bewundernswert und würde mir wünschen, dass wir sie bestmöglich unterstützen können.

VZ: Masterminds

Bitte helft uns weiter.

Zucker, Zucker, Zucker

Zucker – die Süße des Lebens, Energiespender, Kalorienbombe und was ihm sonst noch so nachgesagt wird.

Aus Vernunftsgründen lehnen ihn viele ab, aber irgendwie wollen ihn auch alle haben. Zucker ist ungesund, macht die Zähne kaputt! So werden Lightprodukte entwickelt, die letztlich mehr Fett als Zucker enthalten, denn irgendwo muss der Geschmack ja herkommen.

Immer mehr Menschen beschäftigen sich mittlerweile privat mit dem Thema Zucker. Denn die Industrie tut es auch. In dem Film „Voll verzuckert“ wird auf eindrucksvolle Weise dargestellt, wie die Zuckerindustrie uns im Griff hat. In etwa 80% aller Lebensmittel in einem Supermarkt befindet sich Zucker. Es sind versteckte Zuckerarten im Brot, im Käse, in fast allen Produkten, die industriell hergestellt werden. Auf diese Weise nehmen laut Statistiken die Deutschen täglich etwa

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Am Samstag in Kuloro

Erinnert ihr euch? Letztes Jahr haben wir für 10 Matratzen für die Bewohner des Dorfes Kuloro gesammelt. Letzten Samstag war es dann endlich soweit, und wir haben die Matratzen kaufen und ins Dorf bringen können.

Das klingt jetzt alles ziemlich sachlich, aber Kuloro war wie immer ein sehr aufregender Ausflug.

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Physiotherapie in Gambia

Physiotherapie in Gambia

Das Spannende an meinem Job ist, dass ich durch die Nöte unserer Bedürftigen immer wieder neue Dinge entdecke, was es in Gambia alles gibt.
So führte uns Alagie, der 2013 einen schweren Unfall hatte, einige Zeit im Rollstuhl saß und jetzt wieder, dank vieler Sitzungen Physiotherapie an einer Krücke gehen kann, zu seinem Phyisotherapie-Studio. Der Weg ging durch die verkehrsreichste Strasse Gambias, mit vielen Staus und noch mehr dreckiger Luft, aber als wir ankamen, war es wie eine kleine Oase mit Blumen vor der Tür und absoluter Stille im Inneren.

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So isst man in Gambia

Reis, Reis, Reis. Beginnen wir die Story mit einer wahren Begebenheit. Als ich einmal nach Deutschland flog, setzte sich ein Ehepaar in die Reihe vor mir. Sie ließen sich in die Sitze fallen mit den Worten: „Gott sei dank, nie wieder Reis.“ Ich grinste vor mich hin, denn auch ich versuche außerhalb Gambias auf Reis zu verzichten. Wenn Gambier für dich kochen, gibt es in der Regel Reis mit Soße. Irgendwie kann man es ja verstehen. Reis macht satt, ist relativ nahhaft, Reis ist im Verhältnis zu anderen Lebensmitteln günstig, und wenn du dann auch noch den hier so beliebten Bruchreis nimmst, dann wächst die Menge explosionsartig im Topf an. D.h. von einer kleinen Menge Reis können viele Mägen satt werden.

Ok, das zu den Basics. Doch was dazu? Die meisten essen aus Kostengründen Fisch zum Reis. Ein Kilogramm Fleisch kostet genauso viel wie in Deutschland, so kann sich jeder selbst ausrechnen, wie oft ein Arbeiter mit 30-50€ Gehalt im Monat wohl Fleisch essen kann. Übringens habe ich hier noch nie Lamm- oder Kalbfleisch gesehen. Die Kleinen werden hier nicht geschlachtet. Dafür aber die alten Kühe oder Bullen, das dann manchmal bedeutet, 4 Stunden Fleisch vorkochen. Wohl dem der einen Schnellkochtopf hat. So isst man in Gambia weiterlesen

Unser Newsletter

Liebe Freunde unseres Vereins,

trotz unserer bescheidenen Mittel, 3 Personen im Büro und mein Mann, der sich um die Kontakte und die Umsetzung vor Ort kümmert, haben wir schon sehr viel erreicht. Gerade sitzen wir an der Buchhaltung und den Jahresberichten für das gambische und das deutsche Finanzamt. Der Jahresbericht 2017 wird dann zeitnah auch auf unserer Homepage zu sehen sein. Auch schön, dass wir jährlich wachsen. Die Spenden werden mehr doch natürlich auch die damit verbundene Arbeit. Deswegen ist es höchste Zeit, dass ich mich noch straffer organisiere, um alle Hilfsanfragen zu bewältigen und eine ordentliche Öffentlichkeitsarbeit zu liefern. Diese Neuordnung ist jetzt weitestgehend abgeschlossen (es war viel Arbeit, deswegen habt ihr auch so lange nichts von mir gehört) aber nun versuchen wir mal mit dem neuen System einen neuen Start. Das bedeutet aber auch, dass ich leider eure Lesegewohnheiten ändern werde.

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„Nähen statt Lampedusa“ startet durch (mit Diashow)

Am 1. November haben wir unsere Nähschule eröffnet! Oh my God. Was haben wir gelitten, um dieses Nähschule zum Laufen zu bringen. Erst das Hin und Her mit dem Ladenlokal, dann konnten wir keine Schüler finden, weil sich unter den Jugendlichen verstärkt die Meinung breit macht „Lieber warte ich Jahre auf die Chance nach Europa zu kommen, als auch nur einen Finger krumm zu machen“.

Was haben wir alles versucht. Wir haben ein Meeting mit unseren Witwen gemacht, um ihre Söhne für das Projekt zu gewinnen, wir haben mit Lokalpolitikern gesprochen, im Bekanntenkreis herumgefragt, und gerade als wir uns an die Radiostationen wenden wollten, ging es plötzlich los mit den Anmeldungen, und auch ein männlicher Lehrer stellte sich vor. Von da an lief alles wie am Schnürchen. Da wir jetzt schon mehr als 10 Schüler haben, fahren wir sogar 2 Schichten morgens und nachmittags.

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Latest News

Latest News. Ich wollte mir ja Mühe geben, jetzt immer schneller zu schreiben. Es liegen noch einige Artikel in der berühmten Schublade, die dringend veröffentlicht werden wollen, aber nun erst einmal die News von heute.

Als wir morgens das Büro betraten, wartete schon Amie Jatta auf uns. Sie hat einen Kropf, wie er im Buche steht. Der Kropf an der Schilddrüse entsteht durch Jodmangel. Interessanterweise sagte meine Tochter heute, die gerade ein Praktikum in einem Labor in Banjul macht, dass dort heute auch zwei Frauen mit Kröpfen zum Bluttest waren. Nur zur Erinnerung, Banjul ist eine Halbinsel umgeben von Meer und Bakau, wo Amie wohnt hat einen Fischerstrand. Der größte Jodlieferant sind Fische. Da wohnen alle diese Frauen 10 Meter vom Meer entfernt und haben aus Armut Jodmangel, weil sie sich keinen Fisch leisten können. (5 kleine Bongafische (ähnlich wie Hering) kosten 1€).

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Rückblick mit Fotos

Rückblick. Es ist so viel passiert in den letzten 14 Tagen, dass ich nicht wusste, wo ich anfangen soll mit dem Erzählen. Deswegen habe ich das Schreiben dieses Blogs ein wenig vor mir hergeschoben. Sorry dafür. Doch jetzt habe ich eine Liste der kürzlich abgeschlossenen Projekte. So ist es etwas einfacher das Wirrwarr in meinem Kopf zu bändigen.

Gott sei‘s gedankt, wir konnten wirklich viel Gutes tun. Großer Dank auch an die Spender, die das alles ermöglicht haben.

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Die Madrassa von Omar Jammeh ist bezahlt

Das ging aber schnell, innerhalb von einer Stunde oder sogar weniger, hatten sich zwei Schwestern gefunden, die die Kosten übernommen haben. Gott sei‘s gedankt. 

Die Madrassa von Omar Jammeh

Das ist Omar Jammeh. Er ist ein junger Islamlehrer und möchte gerne seine eine kleine Madrassa eröffnen. Der Besitzer des Grundstücks hat ihm den Teil für die kleine Schule zur Verfügung gestellt, den ihr auf dem unteren Bild seht. Um den Bau kümmert er sich selbst, aber er braucht noch ein wenig Unterstützung bei dem Material. Er braucht ein Paket Wellblech und etwas Holz für die Dachkonstruktion. Auf dem rechten Bild ist eine noch leere Fläche. Dort möchte er den Raum für die Mädchen bauen.  Seine Wünsche sind nicht groß, und daher hoffe ich sehr, dass wir ihm helfen können. Von unserem Verein möchte er:

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Gestern bei unserem Sorgenkind Kuloro

Die Menschen in „unserem“ Dorf Kuloro sind mir richtig ans Herz gewachsen. Es ist natürlich nicht unser Dorf, aber ich fühle mich dem Menschen dort sehr nahe. Sie sind so lieb und so bescheiden in ihrer Armut, dass wir sie wirklich nur bewundern können. Ich nehme euch jetzt mit auf unseren kleinen Ausflug.

Nach einer Stunde Fahrt kamen wir in dem kleinen Dorf an. Der Weg von der Hauptstraße zum Dorf, der wegen der Regenzeit total zugewachsen war, glich eher einer Berg- und Talfahrt, aber dass kennen wir ja schon. Alle Sandwege sind während und kurz nach der Regenzeit kaum zu gebrauchen. Aber … am Wegesrand stehen wunderschöne Bäume. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass es Mahaghoni-Bäume sind. Aus ihnen, wenn sie nicht so verwachsen sind wie dieser, werden die Boote, Möbel und die Dachkonstruktionen gebaut. Dennoch für mich unheimlich schön anzusehen.

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Sorgenkind: Wellingara Arabic-English Institute

Es klingt ein wenig merkwürdig, eine Schule als ein Sorgenkind zu bezeichnen. Doch was dieser Schule schon alles widerfahren ist, ist für die Beteiligten schwer zu ertragen.

Ein Islamgelehrter hatte einmal eine sehr schöne Idee. Er teilte sein Privatgrundstück und baute auf der einen Hälfte eine Schule, die zum einen nur wenig Schulgebühren kosten sollte, damit die Armen der Umgebung ihre Kinder in die Schule schicken können und zum anderen entwarf er ein Schulmodell, das seines Gleichen sucht. Er lies die Schüler in den Hauptfächern in Englisch und in den Nebenfächern in Arabisch. Am Ende der 12. Klasse sprechen dann alle Schüler fließend Arabisch und Englisch. Mir gefällt dieses Konzept sehr gut und anscheinend auch vielen Eltern. Die Schule hatte einen großen Zulauf, so dass sie aus allen Nähten platzte.

Dann kam der große Regen in 2012, und die Schule wurde fast vollständig zerstört. Dächer flogen weg, und das Wasser zerstörte das Mauerwerk. Aufgrund der folgenden Bilder beschäftigten wir uns dann näher mit der Schule und sammelten damals 100€ Spenden für den Wiederaufbau. Hier zwei ausgewählte Bilder, die die erste Katastrophe ein wenig verdeutlichen. Sorgenkind: Wellingara Arabic-English Institute weiterlesen

4,5 Monate für ein Nummernschild

Was lange währt, wird endlich gut. Oder: Wie ich am besten in Geduld geprüft werde.

Es war wirklich nervenaufreibend. Das Auto kam am 5. Mai am Hafen in Banjul an und am 20. September haben wir dann unsere Nummernschilder bekommen. Warum das so lange dauert, kann man schlecht erklären. Doch zunächst mussten fünf Ämter Formulare ausfüllen, Anträge und Bestätigungen schreiben, dass es seine Richtigkeit hat, dass dieses Auto ein Vereinsauto ist, und wir somit keinen Zoll und keine Steuern zahlen müssen. Dieser Prozess hat nur etwa 2 Wochen gedauert.

Anschließend kam die Akte zum Finanzminister. Er musste nun den ganzen Vorgang absegnen und mit seiner Unterschrift bestätigen, dass alles seine Richtigkeit hat. Das ist alles gut zu verstehen, wenn da nicht die vielen Geschäftsreisen wären. So warteten wir und warteten und warteten, dann nach 4,5 Monaten der erlösende Anruf. Das Dokument ist unterzeichnet, aber es muss noch protokolliert werden. Ok, das dauerte dann nicht mehr so lange und schließlich konnten wir das ersehnte Nummernschild an unser Auto anbringen.

Einen NGO zu führen, ist schon etwas Bedeutsames, mehr als einen Verein in Deutschland, aber wie ehrfürchtig uns selbst Polizisten behandeln, wenn sie unser Auto mit einem NGO-Nummerschild sehen, das war neu für mich. Einmal vergaß ich meinen Führerschein zu Hause und ausgerechnet an diesem Tag bin ich in eine Kontrolle gekommen. 4,5 Monate für ein Nummernschild weiterlesen

Sorgenkind: Dawda Ceesay

Mit Dawda eröffne ich meine neue Serie „Sorgenkinder“. Wundert euch nicht, es werden auch etwas ältere Herrschaften unter den Sorgenkindern sein. Die Betreffenen und wir wären sehr dankbar, wenn ihr euch vorstellen könntet, dem einen oder anderen Sorgenkind zu helfen. Sie alle leben wirklich in ärmlichen Verhältnissen, aber ich werde euch zu jedem seine persönliche Geschichte erzählen.

Dawda Ceesay (13) ist das älteste Kind von Ebrima Ceesay und seiner Frau Fatoumata. Ebrima ist ungelernt und Fatoumata ist Erzieherin. Bald nach der Geburt des vierten Kindes verließ sie die Familie und ließ auch ihre vier Kinder zurück. Der Vater kann seine Kinder weder versorgen noch ernähren, so ist die Großmutter eingesprungen. Doch auch sie ist schon seit 20 Jahren Witwe und lebt von der Hand in den Mund. Mittlerweile ist sie über 80 und nicht gesund. Dawda ist sehr intelligent und hilfsbereit. Er unterstützt die Großmutter wo es geht. Einmal haben wir ihn am Fisherbeach getroffen, wie er die Fische, die den Fischern beim Transport zum Strand herunterfallen aufhob und nach Hause brachte. Sorgenkind: Dawda Ceesay weiterlesen

Geschützt: Die 30€ – Kartonaktion

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Reaktion auf den Artikel „Studieren in Gambia“

Liebe Leser meines Blogs,

Auf meinen letzten Artikel Studieren in Gambia gab es einige doch recht hilfreiche Reaktionen. Zum einen schrieb mich eine Leserin an, in deren Bekanntschaft in Ägypten ein ähnliches Problem vorliegt. Falls es noch weitere Interessierte gibt, die sich mit diesem Thema beschäftigen, hier ein Link zum Hochschulwechsel an die FU-Berlin, die unsere Wahluniversität wäre. Aus dem Text geht hervor, dass es zwar nicht unmöglich, aber auch nicht gern gesehen ist, Studierende aus nicht EU-Ländern aufzunehmen. Dort gibt es einige Zuslassungsbeschränkungen.

Ein anderer sehr hilfreichen Tipp, der auch und bzw. besonders für Deutsche Studierende gilt ist die Homepage e-follows.net. Dort gibt es eine Datenbank mit über 900 Stipendien im In-und Ausland. Aber beim Durchblättern konnte ich das nicht europäische Ausland nicht wirklich finden, aber vielleicht muss ich nur gründlicher suchen. Hier der Link zu e-follows.net

Noch ein interessanter Tipp ist das Studentenwerk Avicenna, das Stipendien an besonders engagierte muslimische Student/innen vergibt. Lieben Dank für all die interessanten Tipps, die ich gerne an euch weiterleite. Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen. Hier der Link zu avicienna.

Ihr könnt gerne weiterhin Tipps abgeben, ich werde dann auch bestimmt darüber schreiben. Auf jeden Fall wird durch diese Situationsbeschreibung des Bildungssystems in Gambia vielleicht auch klarer, warum immer noch viele Gambier das Land verlassen wollen. In meinem Artikel Armut! Schicksal oder Absicht? hatte ich ja bereits auch über andere Ursachen für die Abwanderung der jungen Gambier geschrieben.

So Gott will, werden wir in unserer Arbeit noch weitere Möglichkeiten bekommen, hier helfend einzugreifen.

Studieren in Gambia

Für alle Eltern ist es immer etwas Besonderes, wenn das eigene Kind an einer Universität aufgenommen wird. Bisher habe ich das immer nur bei anderen beobachten können, nun dürfen wir es selbst erleben. Einige administrative Notwendigkeiten habe ich durch unsere gesponserten Studenten ja auch schon kennenlernen dürfen, doch nun heißt es für meine Töchter „Rein in den Papierkram und Hacken ablaufen“.

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Fanta macht IT

Ihr erinnert euch? Das ist Fanta. Vor etwa einem Jahr haben wir in einer vierstündigen Blitzaktion 300€ für ihr letztes Schuljahr gesammelt. Mit dem Geld, das darüber hinaus gezahlt wurde, konnten wir ihrer alleinerziehenden Mutter noch ein StartUp geben und den Rest haben wir in einen Ausbildungsfonds für Studenten gesteckt. Nach dem sie nun ihre Schule mit einem durchschnittlichen Zeugnis abgeschlossen hat, haben wir auch ihr einen IT-Kurs finanziert. Wohin es mit ihr dann weitergeht, weiß sie noch nicht. Das hängt natürlich auch wieder von der Finanzierung ab. Wir hatten mal die Idee, sogenannte Talentcoachings anzubieten, doch was nützt dir das Wissen zu was du Talent hast, wenn du dann hinterher nicht die Möglichkeit hast, es auch umzusetzen.

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29 Witwen bekommen jetzt schon Reis

Es ist wunderbar, wir sind so dankbar. In Berlin konnte ich acht neue Sponsoren für unser Witwen-Reis-Projekt gewinnen. Jetzt können wir 29 Witwen mit einem monatlichen 50Kg-Sack Reis für 25€ versorgen. Das hilft ihnen sehr. Sie sind so dankbar und beten jedes Mal für alle, die es ihnen möglich machen.

Am Donnerstag, einen Tag vor dem Fest, war es dann wieder soweit. Die Reisausgabe für September. Es war nett zu beobachten, wie vorsichtig die neuen

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Ein gesegnetes Opferfest – Eid Mubarak

Danke, danke, danke ihr seid großartig! Warum das so ist, weiter unten, doch zunächst: 

Help the poor and the needy e.V. wünscht allen Muslimen ein gesegnetes Opferfest

Möge Allah uns noch viele weitere erleben lassen. Da ich die letzen sechs Jahre zum Opferfest immer in Gambia war, und ich ein wenig vergessen habe, wie das Opferfest in Deutschland gefeiert wird, möchte ich euch kurz schildern, was wir so erlebt haben, und mit uns der größte Teil der gambischen Bevölkerung.

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Die Schubladen-Handys

Die Schubladen-Handys. Kennt ihr die noch? Sie liegen bei vielen von uns noch in den Schubladen, weil sie hier ja wohl keiner mehr haben möchte. Zu altmodisch, nicht genug Funktionen oder für viele einfach nur peinlich.

Ganz anders in Afrika. Die bezahlbaren Handys kommen aus China, halten dann aber auch nicht lange. Die europäischen sind heiß begehrt. Das hat zwei Gründe, zum einen sind sie beliebt auf Grund ihrer Haltbarkeit, aber auch weil sie die vielen Analphabeten wie z.B. unsere Witwen völlig ausreichen und ihren Zweck erfüllen. Sie wollen nicht surfen und Texte versenden, sie wollen einfach nur telefonieren. Auch für unseren Verein von Vorteil, dann können wir die Witwen besser erreichen, wenn es wieder eine Spendenaktion gibt.

Wer also denkt, so etwas braucht eh niemand, die können in den Müll. HALT !!!, Die Schubladen-Handys weiterlesen

Unsere Witwen sind glücklich …..

Unsere Witwen sind glücklich …..

… weil immer mehr Menschen erkennen, dass Witwen und Waisen die Ãrmsten der Gesellschaft sind. Kleine tägliche Einkommen machen die Zutaten für das tägliche Essen möglich, doch der monatliche Sack Reis, der soviel kostet wie das Gehalt eines einfachen Arbeiters, machen den Frauen und ihren Kindern das Leben schwer.

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Unser Witwen-Reis-Projekt ist eins unserer besten Projekte, da es quasi von den Bedürftigen selbst entwickelt wurde. Viele Witwen kamen in unser Büro und fragten nach einer Unterstützung, die der Witwe  hilft, die Familie zu ernähren. Beim mehr und mehr Anfragen, kamen wir dann schließlich auf die Idee, Reissäcke zu verteilen, um das tägliche Essen der Familien zu sichern. Da wir in der Regel kein Bargeld verteilen, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass es hin- und wieder anders eingesetzt wird, als besprochen, sind wir mit der Lösung, die Reissäcke zu kaufen und sie dann in unserem Büro zu verteilen, recht zufrieden. Die Witwen kommen dann in unser Büro und bestätigen mit einem Fingerabdruck, dass sie den Reis erhalten haben.

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Unsere letzen Tage im Ramadan

Es ist immer schön, wenn man fastet und etwas zu tun hat. Dann fühlt man den Hunger nicht so. Aber wenn es danach geht, dürfte ich gar keinen Hunger mehr gefühlt haben. Dem war leider nicht ganz so, besonders den Durst bei permanent über 30 Grad konnte ich nicht schönreden.

Aber immerhin, wir waren gut beschäftigt. Wir können all diese schönen Dinge natürlich nur tun, weil ihr, unsere lieben Sponsoren, diesen Ramadan besonders fleißig wart. Großer Dank dafür.

Doch nun schaut doch einfach mal, wie der Alltag eines NGOs im Ramadan so aussieht.

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Neue Betten!

Erinnert ihr euch? Vor nicht allzu langer Zeit haben wir „unser Dorf“ Kuloro besucht, in dem wir die Moschee bauen. Bei unserem Besuch dort, stellte sich auch der Arabischlehrer vor. Er ist krank, hat Schwierigkeiten seine Frau und seine 9 Kinder zu ernähren, und die Familie schlief auf Betten aus Lehm. Dieser Anblick war schlicht schwer zu ertragen. Neue Betten! weiterlesen

Es werde Licht – wie wir den Stromversorger austricksen könnten

Es werde Licht – Wie wir den Stromversorger austricksen könnten

Stellt euch vor, ihr hättet am Tag nur 6 Stunden Strom, mal etwas mehr und mal auch weniger. Na ja, denkt ihr bestimmt, in Afrika ist es warm, dann gehe ich eben raus. Vielleicht habt ihr euch aber auch nie wirkliche Gedanken gemacht, wofür man überall Strom braucht. Dann ist nichts mehr mit Waschmaschine oder Mixer, Fernsehen und Internet auch nicht. Nun denkst du vielleicht, das ist ja Luxus, das geht auch ohne. Ja, abgesehen davon, dass du dann diesen Artikel nicht lesen könntest, ganz blöd ist es nur, wenn du abends ohne Licht da sitzt. „Es gibt doch Kerzen!“, höre ich jetzt den ein oder anderen sagen. Auch das ist richtig. Hast du schon einmal versucht, bei Kerzenlicht für

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Und dann noch etwas Schönes in all dem Trouble

Wer sich etwas für Gambia interessiert, hat vielleicht mitbekommen, was hier gerade los ist. Wir stehen kurz vor einer Militärinvasion, um die Amtseinführung des neuen Präsidenten zu sichern. Dennoch geht das Leben ja weiter. Gestern war unser letzter Tag im Büro, vorerst, und Sheikh Chabbo Cham kam, um die letzten 360€ abzuholen, die wir für den Wiederaufbau seiner völlig zerstörten Koranschule gesammelt haben. Er dankte uns sehr und versorgte uns dann gleich auch noch mit Bildern der Renovierung. Das letzte Geld ist für noch fehlende Fliesen und den letzten Schliff. Dann erstrahlt die Schule wieder im alten Glanz und kann die Arbeit wieder aufnehmen. 14 Monate war die Schule ein Bauruine, doch mit Allahs Hilfe und der Hilfe unserer fleißigen Sponsoren ist die Schule wieder wie neu.

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Ein kleines Projekt mit großer Wirkung

Ein kleines Projekt mit großer Wirkung. Leider muss ich schon wieder mit dem Stromproblem in Gambia nerven, aber jetzt scheint eine kleine Lösung zumindest für das Lichtproblem in Aussicht zu sein. Wie ja schon beschrieben, haben wir hier in Gambia oft nur 4 Stunden Strom am Tag.

Tagsüber kann man das managen. Aber wenn es dann dunkel wird, und hier wird es immer so gegen 19 Uhr dunkel, weil wir sehr nah am Äquator sind, und jeden Tag so gegen 7 Uhr hell. Das heißt jeden Tag 12 Stunden Dunkelheit.

Da wir mit unserem Verein uns besonders um die ärmste Bevölkerung kümmern, sind Batterielampen oder gar Solarlampen für die meisten unserer Bedürftigen unerschwinglich. Nur zur Erinnerung, in Gambia und Deutschland sind die Lebensmittelpreise etwa die gleichen, aber in Deutschland verdient man 50x mehr für die gleiche Arbeit. Bei Stromausfall bleiben dann nur noch die Kerzen.

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Bitte lasst eure Medikamente nicht in der Schublade vergammeln!

Wohl dem der vom Arzt Medikamente verschrieben bekommt, dann in die Apotheke geht und sie einfach so oder für wenig Geld bekommt. In Gambia ist das leider etwas anders. Hier musst du erst einmal Gebühren bezahlen, um als Patient registriert zu werden, dann bekommst du eine Beratung, und schließlich musst du dir alle Medikamente selbst kaufen. Auch das wäre vielleicht nicht bei allen das Problem. Aber was, wenn es die Medikamente gar nicht gibt? Das passiert leider häufiger als man denkt.

Dazu zunächst eine kleine Geschichte. Eine Bekannte von uns, 46 Jahre alt, litt unter hohem Blutdruck. Gelegentliche Arztbesuche halfen ihr damit umzugehen. Eines Abends fühlte sie sich nicht so gut, alle anderen Familienmitglieder schliefen schon, so machte sie sich alleine auf den Weg zum nächstgelegenen Krankenhaus. Es war nicht weit nur etwa 5 Minuten mit dem Taxi. Dort angekommen stellten sie einen sehr hohen Blutdruck fest, hatten aber derzeit keine Medikamente dagegen.

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Die Sache mit dem Strom

Für unser Projekt „Nähen statt Lampedusa“ haben wir die Anschubfinanzierung schon gesichert. Allerdings ist jetzt ein Problem aufgetreten, mit dem wir so nicht gerechnet haben. Es scheint ein etwas größeres Problem in ganz Gambia mit dem Strom zu geben. Es gibt keine Stromquellen, die hier angezapft werden können. Keine Windenrergie, Solaranlagen nur in Privatbesitz Erdöl sowieso nicht. Es gibt nur Plants (übergroße Generatoren), die natürlich mit Diesel gefüllt werden müssen.

Seit über einem Monat nun gibt es selbst um die Hauptstadt herum nur nachts 4 Stunden Strom. Für eine Nähwerkstatt mit 10 elektrischen Nähmaschinen ein NoGo. Um unser Projekt nicht zu gefährden, wollen wir und nun unabhängig von diesem Problem machen und eine kleine Solaranlage für unsere Nähwerkstatt kaufen. Bisher sind bereits 315€ Spendengeldern eingegangen.

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Hilfe! Wir brauchen eure Hilfe!

Seit 18 Jahren nunmehr leiten wir den Verein „Help the poor and the needy e.V“. Dank großartiger Spender, konnten wir den Ärmsten der Armen helfen, Notfallhilfe leisten, Ausbildungen für eine nachhaltige Stabilisierung der Familien bewirken, Witwenhilfe und vieles andere mehr.

Wie an anderer Stelle schon beschrieben, gehen eure Spenden zu 100% in die Projekte. Um das weiterhin gewährleisten zu können, brauchen wir  „offene Spenden“ d.h. Spenden, die keinem Projekt zugeordnet werden. Diese Spenden werden dazu verwendet, unsere Bürokosten wie 3 Angestellte, Strom, Internet, Telefon, Computer, Büromaterial, Transportkosten etc. zu bezahlen. Derzeit belaufen sich unsere Verwaltungskosten auf 400€ monatlich. Das wurde bisher gedeckt durch Daueraufträge einiger lieber Spender.

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Die Witwen von Gambia …..

…. sie brauchen unsere Unterstützung am dringendsten. Aus diesem Grund haben wir im August das Witwen-Reis-Programm gestartet. Bis jetzt profitieren 18 Witwen davon, indem sie jeden Monat einen Sack Reis von uns bekommen. Obwohl wir stets bemüht sind, nachhaltige Projekte zu initiieren, müssen wir doch auch schauen, wo die Not am größten ist und dort helfen.

Die Mehrheit der bei uns registrierten Witwen leben unter ähnlichen Bedingungen. Einige von ihnen sind noch recht jung mit Mitte 40 und sind Mitglied vom Bakau-Women-Garden. Dort haben sie ein Beet, das sie bewirtschaften können, und den Ertrag auf dem Markt verkaufen. Der Ertrag reicht mit ein wenig Glück für das tägliche Fishmoney. Doch ein monatlicher 50 Kg Sack Reis für 25€ oder gar Schulgebühren für die Kinder ist davon nicht finanzierbar. In Gesprächen mit ihnen dreht sich immer alles um den monatlichen Sack Reis. Wenn du den hast, gehst du wenigstens nicht hungrig schlafen.

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Nähen statt Lampedusa Teil II

Frau Merkel reist durch Afrika und versucht den Afrikanern zu erklären, dass Europa nicht so ist, wie sie sich das vorstellen. Sie bleibt ein paar Stunden an einem Ort, hält eine Rede, und weg ist sie wieder. Schönes Schauspiel. Wir reden uns hier jahrelang den Mund fusselig und kommen gegen den Europavirus nicht an.

Wie in der eigenen Familie erlebt, hält selbst ein Angebot, ihnen einen Laden einzurichten, die ganz Hartnäckigen nicht davon ab, ihr Leben zu riskieren. Dennoch wollen wir nichts unversucht lassen, vielleicht doch einige Leben zu retten, in dem wir den jungen Männern eine Ausbildung zum Schneider anbieten. Das ist natürlich auch keine Garantie, aber ein Anfang. Die Idee ist folgende:

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Die Koranschule im neuen Glanz

Erinnert ihr euch? Im November 2015 brannte die Koranschule von Sheikh Chabbo Cham vollständig aus. Es blieben nur noch die Grundmauern stehen. 

Selbst das Dach war komplett zerstört. Mit eurer Hilfe bauten sie dann zunächst das Dach wieder auf, um vor der nahenden Regenzeit sicher zu sein. Das war der erste und teuerste Schritt. 


Mit den nächsten Spenden wurde dann die Deckenverkleidung, die Ventilatoren und das Streichen der Wände vorgenommen. 


Nun fehlen noch die Fliesen, die Moskitonetze an den Fenstern und vielleicht ein paar Teppiche für den Fußboden. Ihr seht, euer Geld wurde gut investiert. Bitte nicht aufhören zu spenden. Die Schule ist noch nicht wieder ganz im alten Zustand. 

Spenden bitte an: 

Bitte immer angeben: VZ Koranschule

Assan Fatty 

Das ist Assan Fatty. Er steht vor einer Wand seines völlig abgebrannten Wohnhauses. Wie der Brand ausgelöst wurde, ist noch nicht so ganz geklärt. Aber er hat alles verloren. Seine Frau und seine 21-jährige Tochter leben jetzt in den Trümmern oder kommen hin- und wieder bei Verwandten unter. Das Problem ist, dass jetzt die Regenzeit angefangen hat. So ist das Schlafen im Freien jetzt auch nicht mehr möglich. Es gibt noch mehr Fotos von dem abgebrannten Haus. Leider kann ich in diesem Blog immer nur eins posten. Er braucht wirklich alles neu. Er hat keine Möbel mehr, er braucht Baumaterial, Kleidung eben alles, da er alles verloren hat. 

Wer Assan und seiner Familie helfen möchte, kann es über unser Konto:

IBAN DE47100205000003291200 oder

Paypal: spenden@helpthepoor.de oder

über unser Nothilfe-Programm von Betterplace: http://www.betterplace.org/p31292

Bitte gebt bei den Spenden den Namen Assan Fatty an, damit die Spenden wirklich eins zu eins zu ihm gehen. 

Alles Gute zum Ramadan-Fest

Help the poor and the needy e.V. bedankt sich für all die vielen Spenden und wünscht euch ein gesegnetes Opferfest. In Gambia wird am Mittwoch gebetet, aber wir konnten am Montag schon die drei gespendeten Bullen schlachten und das Fleisch an die Armen verteilen. Sie kamen in Scharen in unser Büro, glücklich zum Fest Fleisch zu haben, dass sie sich normalerweise nie leisten könnten. 

Es war ein sehr gesegneter Ramadan, und wir konnten mit eurer und Allahs Hilfe viel Gutes tun. Vielleicht könnt ihr es euch nicht vorstellen, aber für die Bedürftigen, die wir versorgen, ist es etwas ganz Besonderes, Fleisch zu essen. Ich suche gerade nach einem Vergleich, um euch dieses Gefühl zu beschreiben, aber da wir uns ja in der Regel alles kaufen können, worauf wir Appetit haben, kann ich euch dieses Gefühl nur schwer vermitteln. 

Es gibt eine Schwester, die schon eine Reihe von Selbsttests durchgeführt hat, um annähernd das Gefühl nachzuempfinden, dass die Armen empfinden, wenn sie ohne Strom oder ohne Wasser leben müssen, oder tagein tagaus zu allen Mahlzeiten Reis essen, da alles andere zu teuer ist. Ich denke, erst wenn man das alles selbst gesehen oder gefühlt hat, kann man verstehen, wie es in anderen Ecken der Welt wirklich zu geht. 

Daher ist es umso wichtiger, dass wir einen kleinen Beitrag dazu leisten können, dass sich die Ärmsten der Armen etwas besser fühlen. Wir wollen aber nicht nur die größte Not lindern, sondern auch nachhaltig Hilfe leisten.  Wenn ihr dabei sein wollt, könnt ihr diesen Blog abonnieren oder unsere fb-Seite liken. Auch wenn ihr selbst nicht helfen könnt, wäre es dennoch zu schön, wenn mehr Freunde auf unsere Seiten aufmerksam würden. 

Wer Fragen hat, kann mich gerne kontaktieren: mail@helpthepoor.de

Wer spenden möchte, kann dies hier tun:

Help the poor and the needy e.V.

IBAN DE47100205003291200

BIC BFSWDE33BER

Ich wünsche allen Muslimen noch schöne Feiertage und allen anderen noch einen schönen Sommer. 

Mussu

Mussu ist Witwe. Das ist soweit erstmal nichts Besonderes, da wir über 70 Witwen in unserem Programm haben. Doch möchte ich eure Aufmerksamkeit auf ihr Schicksal lenken, weil sie noch ein viel größeres Los zu ertragen hat als manch andere Witwe. Als vor 3Jahren ihr Mann gestorben ist, hat er sie mit 8 Kindern zurück gelassen, die sie jetzt allein versorgen muss. Keine leichte Aufgabe. Das wissen auch wir, die vielleicht zwei, drei oder vier Kinder haben. Viele von uns stöhnen ja schon als Hausfrau mit zwei Kindern voll versorgt durch den Ehemann oder den Staat. 

Als ob das nun nicht schon alles schlimm genug ist, hatte sie vor einiger Zeit auch noch einen Schlaganfall und ist komplett linksseitig gelähmt. Sie versucht zu laufen, doch es fällt ihr enorm schwer. Sie schiebt das rechte Bein vor und zieht das linke mühsam nach. Wenn sie außer Haus muss, kann sie die Strecke nur mit einem Taxi bewältigen, doch das ist teuer. 

Um Witwen wie Mussu zu helfen, bietet sich an, ihr monatlich einen Sack Reis zu schenken. Reis ist das Grundnahrungsmittel in Gambia und das Hauptproblem für die meisten armen Familien. Wenn sie den Reis, haben und sich „nur“ noch um die Beilagen kümmern müssen, ist ihnen schon viel geholfen. Das Einkommen eines einfachen Arbeiters liegt bei 30€. Ein Sack Reis kostet im günstigsten Fall 25€. Da bleibt nicht viel übrig. 

Wir haben schon länger vor ein Witwen-Reis-Programm ins Leben zu rufen. Mit Mussu wollen wir jetzt den Anfang machen. Wer könnte sich vorstellen, vielleicht auch als Gruppe, monatlich 25€ zu überweisen, um Witwen wie Mussu, einen 50 Kg Sack Bruchreis jeden Monat zu ermöglichen. 

Ich werde jetzt nach und nach immer wieder Witwen vorstellen, die dringend unsere Hilfe brauchen. 

Wer Interesse hat, melde ich bitte bei mir per Email (mail@helpthepoor.de), damit es nicht zu Mehrfachspenden für eine Witwe kommt. Sollte es mehrere Spender für eine Witwe geben, stelle ich den Betreffenden umgehend eine andere Witwe vor. 

Es würde mich freuen, wenn wir mit eurer Hilfe diese Witwen-Reis-Programm starten könnten, dass möglichst vielen Witwen ihren monatlichen Reis sichert. 

Noch mehr Essen für die Armen

Diesen Ramadan sind wir wirklich reichlich gesegnet. Der Verein Al-Rahma e.V. hat uns auch noch großzügig unterstützt. So konnten wir am Donnerstag noch 2 Kühe schlachten und Öl und Reis an die Bedürftigen ausgeben. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie glücklich sowohl die Spender als auch die Empfänger mit der Spende sind. Es ist eine Win-Win-Situation, das was sie Wirtschaft immer wieder propagiert wird hier praktiziert. Die Spender bekommen eine gute Tat gut geschrieben, und die Empfänger werden vor dem schlimmsten Hunger bewahrt.

Spenden ist eine sehr emotionale Angelegenheit. Etwas von seinem Besitz abzugeben, fällt nicht jedem leicht. Doch wenn es dann einmal getan ist, gibt es dem Spender in der Regel eine mit nichts zu vergleichende Zufriedenheit.

Wer Gutes tut, tut es für seine eigene Seele…      Quran 45:15

So konnten wir am Donnerstag wieder weit über einhundert Bedürftige mit Fleisch versorgen, das sie sich selbst nie kaufen könnten, da ein Kilogramm Fleisch etwa 15% eines monatlichen Arbeitslohnes kostet. Es war eine große Freude für die Empfänger gerade in den letzten 10 Tagen des Ramadans noch einmal ein so schönes Geschenk zu bekommen. Möge Allah die Spenden mit den höchsten Stufen im Paradies belohnen.

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Kein Brot in der Regenzeit

Als wir letztens mal wieder zwei unserer Projekte abgefahren sind, wurden wir von einem Mann gerufen, in seine Bäckerei zu kommen. Da ich schon immer mal eine gambische Bäckerei sehen wollte, nahmen wir die Einladung gerne an. Es ist die Familie Barry, die diese Bäckerei betreibt. Vater und Sohn backen für die Dorfbevölkerung das tägliche Brot.

Solange es noch trocken ist, wird es auch weiterhin Brot geben, doch wenn dann im Juli die Regenzeit beginnt, sieht es schlecht für die tägliche Brotlieferung aus. Das Dach der Bäckerei ist total durchlöchert. An Backen wäre nicht zu denken. Bei dem ständigen und heftigen Platzregen, so wie in Gambia üblich, würden sowohl die Zutaten als auch die fertigen Brote nass werden.

Daher bitten wir euch, helft der Familie Barry mit 200€ ihr Dach instand zu setzen, damit die Familie ihr Auskommen hat und die Dorfbewohner ihr Brot.

Gerne nehmen wir auch Teilbeträge. Eine kleine Spende mit großer Wirkung.

Paypal: spenden@helpthepoor.de

Konto: Help the poor and the needy e.V., IBAN: DE47100205000003291200

 

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Geschenkte Mobilität

Wie ich auf unserer Facebook-Seite ja schon berichtete, können unsere Sponsoren ja bereits Gedanken lesen, so ein inniges Verhältnis haben wir zu ihnen. Na, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber es ist tatsächlich nun schon mehrere Male passiert, dass ein Bedürftiger nach etwas gefragt hatte, und siehe da, noch am gleichen Abend kam eine Überweisung oder eine Email mit der entsprechenden Spende. Gott sei’s gedankt.

Eine von diesen Koinzidenzien war der Bedarf von mindestens zwei Fahrrädern für zwei Studenten, die zwar die Ausbildung durch Sponsoren finanziert bekommen, aber den Weg zu Schule nicht. Schade, wenn diese Ausbildung dann deswegen nicht zustande käme. Immerhin ist einer von ihnen ein von uns gesponsertes Schulkind, der nun nach so erfolgreichem Abitur, einen freien Studienplatz für Jura bekam.

Ein anderer junger Mann kam zu uns mit der Bitte, ihm eine Ausbildung zum Fensterbauer zu finanzieren. Eine gute Idee, da es in Gambia gerade Mode ist, alle alten Klappfenster durch Aluminium-Schiebefenster zu ersetzen. Nach einigen Recherchen fanden wir heraus, dass das erste Jahr der Ausbildung 200€ kostet. Am selben Abend erhielten wir per Email eine Spende von 200€ zugesagt, ohne, dass die Spenderin von dem Gespräch wusste. Doch damit der Wunder nicht genug. Auch dieser jungen Mann hätte keine Geld, um täglich zur Schule zu gelangen.

So ereignete sich dann noch ein kleines Wunder und eine liebe Freundin und Unterstützerin unseres Vereins bot uns spontan fünf Fahrräder und deren Transport nach Gambia an. Nun sind sie da. Und wir können damit, so Gott will, davon ausgehen, dass diese beiden jungen Männer, aller Voraussicht nach, zunächst nicht den Weg durch die Wüste und das Mittelmeer antreten. Bei der Menge der Auswanderungswilligen (es gibt kaum eine Familie, aus der nicht schon ein Junge gegangen ist), zählt jedes gerettete Leben.

Möge es noch viele weitere Koinzidenzien geben, die uns helfen, vielen jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, im Land zu bleiben und sich dort etwas für sich und ihre Familien aufzubauen.

 

Ein wunderschöner Ramadanbeginn

Die Müdigkeit saß uns noch in den Knochen von den Aktionen der letzten Wochen. Wir mussten unsere Mitgliederlisten aktualisieren, Telefonnummern raussuchen, alle 230 Empfänger anrufen, die Ware ordern, es gab im Vorfeld viel zu tun. Aber das haben wir alle gerne gemacht, waren wir doch noch so berauscht von der großen Hilfsbereitschaft aus Deutschland. Samstagmorgen ging es dann ganz früh ins Büro. Früh deshalb, weil es in Gambia alle zwei Wochen einen nationalen Cleaning Day gibt, an dem jeder vor seiner Haustür sauber machen soll. Ausgerechnet an dem Samstag vor Ramadan. Dann steht das ganze Land von neun bis 13 Uhr still, und es geht nichts mehr. Alle Geschäfte sind geschlossen und kein Auto darf fahren. Aber wir haben es geschafft noch vorher im Büro zu sein. 

Endlich angekommen ging es sofort los. Reis und Zucker in Stofftüten abpacken, Plastiktüten sind ja seit 1.7.2015 verboten, Datteln, Tomatenmark, Mayonaise, Dosenmilch, Nudeln etc. in noch ein andere Tüte. Die Kartons mit den Hühnerbeinen kamen in ein Lager, die mussten noch etwas auftauen. Bis fünf Uhr wurde gepackt. Zwischendurch haben uns andere helfende Hände ein schönes Mittagessen vorbeigebracht. Für 10 Personen, stellt euch vor. Völlig erschöpft, aber glücklich ging es dann nach Hause. Dort noch schnell etwas für das Abendessen vorbereitet, und weil eh der Strom aus war, ging es dann bald ins Bett. 

Nächsten morgen wieder ganz früh raus. Die ersten Empfänger kommen erfahrungsgemäß schon gegen neun. Dann ging es auch schon los. Erst versuchten wir die Empfänger alphabetisch aufzurufen, aber das ging nicht. Die Lautstärke und die Abwesenheit der meisten „A“ ließen die Wartenden dazu übergehen vor Kalilu, der am Sonntag die Ankommenden mit unserer Empfängerliste abglich, eine lange Schlange zu bilden. So wurde sie dann abgearbeitet. Erst der Fingerabdruck bzw die Unterschrift und dann die Sachen abholen. 

Am Rande wurden auch viel schöne Gespräche geführt, mehrere junge Menschen haben sich dafür interessiert für uns zu arbeiten. Auch haben wir uns gefreut, einige der  Bedürftigen, die wir lange nicht gesehen haben, wieder zu treffen. Aber auch einige neue Mitglieder, die gerade einige Tage vorher einen Antrag auf Hilfe gestellt hatten, haben sich über die Gaben gefreut.   

Einige der ehrenamtlichen Helfer haben auch noch einmal betont wie erfreulich die Arbeit für einen guten Zweck ist und die damit verbundenen Pluspunkte bei Allah. Und überall wurde gebetet und gedankt. Noch bis heute rufen uns einige Empfänger an und beten am Telefon für die edlen Spender. Möge Allah sie alle reichlich belohnen. Es würde den Rahmen dieses Blogs sprengen, wenn ich alle Bittgebete hier wiedergebe, die in diesen Tagen gesprochen wurden.

Ein großer Dank auch an die Sadaqa Gruppe von Telegram, die sich mit 69 Paketen beteilgt haben, Al Rahma e.V mit 55 und Nächstenliebe ohne Grenzen e. V. mit 24. Wunderschön, wie unsere Ummah zusammenhält.

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Nähen statt Lampedusa

Wisst ihr wieviele Einwohner Nigeria hat? Etwa 160 Millionen. Und wieviele Einwohner hat Gambia? Etwa 1,8 Millionen. Nigeria hat also etwa 100x mehr Einwohner als Gambia. Richtig? Doch leider verlassen jedes Jahr ebenso viele (ca. 9000) meist junge Männer  Gambia wie Nigeria, um in das ach so viel versprechende Europa auszuwandern. 

Doch was erwartet sie dort? Eine Arbeitserlaubnis? Wohlstand? Eine geregelte Arbeit? Wohl kaum. Gambia befindet sich nicht im Krieg, und auch gab es nie einen Fall von Ebola dort. Warum sollte Deutschland also Gambianer aufnehmen, wenn sie doch mit den Kriegsflüchtlingen schon alle Hände voll zu tun haben?

Leider ist die Information bei den Betreffen noch nicht angekommen. Sie schauen sich Spielfilme aus Europa und Amerika und denken, dass sie genau so ein Leben erwartet, wenn sie in ihr Land der Wahl gehen. Es ist ein Phänomen. Ist ein junger Mann vom Europa-Virus befallen, nützt alles reden und anbieten nichts. Wie oft haben wir versucht mit den berühmten „Engelszungen“ auf sie einzureden. Es ist als ob man gegen eine Wand spricht. 

Die Situation scheint so vertrackt, dass es unser dringendes Bedürfnis ist, etwas dagegen zu tun. Da das Wort Auswegslosigkeit immer wieder fällt, keine Arbeit, kein Geld, damit keine eigene Familie, keine Unterstützung für die Eltern … und dann die Filme aus den reichen Ländern, in denen alles so leicht aussieht und so erfolgreich scheint. Was liegt da näher als auch aufzubrechen. Leider liegt Europa aber nicht so nahe, da ist noch eine Wüste dazwischen, und ein Meer, die mittlerweile Tausende von Toten beherbergen. Auch unserer Familie ist dieses Schicksal nicht erspart geblieben. An dieser Stelle möchte ich noch einmal das Buch „Bilal, als Illegaler auf dem Weg nach Europa“ von Fabrizio Gatti empfehlen. Er hat sich als „weißer“ Italiener auf den gleichen Weg begeben, wie fast alle der vielen West-Afrikaner. Aus seiner Feder entstand die hervorragende Beschreibung, was auf diesem beschwerlichen Weg wirklich passiert. Es vermittelt tiefe Einblicke in die komplexe Problematik und dennoch spannend geschrieben. Sehr lesenswert. 

Umso wichtiger erschien es uns jetzt aktiv Hilfe zu leisten. Da Schneider hier ein reiner Männerberuf ist, haben wir uns überlegt, eine Nähwerkstatt zu eröffnen. Vielleicht können wir dem einen oder anderen eine Zukunft in Gambia geben, dass er sich nicht auf diesen gefährlichen Weg begeben muss.  

Zu diesem Zweck sind uns bereits 8 Nähmaschinen gespendet worden, von denen 6 schon im Lande sind. Die Maschinen sind elektrische Nähmaschinen nach europäischem Standard. Die Maschine, die ihr unten auf dem Bild seht, ist der übliche „gambian Style“ mit Fußantrieb und ohne Strom. Auch Kartons mit einer Erstausstattung von Stoffen und Garnen steht bereit.  Ein Laden ist auch schon angemietet. Jetzt brauchen wir nur noch Möbel und einen Lehrer, dann kann das Projekt starten. Mit monatlich 200€ für die Miete, den Lehrer, Strom und Verbrauchsmaterial und einmalig 300€ für die Einrichtung könnten das Projekt starten. Für Fragen und Anregungen, meldet euch bitte unter mail(at)helpthepoor.de

Wer uns helfen möchte, kann es hier tun: 

HELP THE POOR AND THE NEEDY e.V.

IBAN: DE47100205000003291200

… und was wir machen

Unser Programm beinhaltet verschiedene Projekte quer durch die Gesellschaft Gambias. Wir bemühen uns stets nachhaltige Hilfe zu leisten, dürfen aber auch die Soforthilfe für Notfälle etc. nicht vernachlässigen. Unsere derzeitigen Projekte sind:

  1. Witwen und Waisen
  2. Notfallhilfe/Desastermanagement
  3. Stop Going Backway
  4. Charity/Armenspeisung
  5. Medizinische Hilfe
  6. Bau einer gebührenfreien Schule

Witwen und Waisen-Hilfe

Am Herzen liegen uns besonders die Witwen und Waisen. Von den 141 Familien, die wir zur Zeit betreuen, sind 69 Witwen mit Kindern. Sie benötigen unsere besondere Hilfe, da sie von keinem Sozialsystem aufgefangen werden. Neben der Armenspeisung, von der sie natürlich auch profitieren, ist ihr größtes Problem der monatliche Sack Reis für ca. 30€. Zu diesem Anliegen entwickeln wir gerade ein Projekt. Reis gehört zu den Grundnahrungsmitteln. Der Reis ist immer da, je nach Möglichkeit gibt es dann noch ein paar Zwiebeln oder kleine gebratene Fische oder auch mal eine Soße mit Gemüse dazu.

Notfallhilfe/Desastermanagement

Hinter diesem Titel verbirgt sich Hilfe für abgebrannte oder durch den Regen zerstörte Häuser, oder spontane Hilfe bei dem Verlust der Arbeit oder der Gesundheit im weitesten Sinne. Es geht hier in der Regel um Einzelfallhilfe. Unser aktuellstes Projekt ist eine völlig ausgebrannte Koranschule, die 75 Kindern, davon 5 Waisenkindern, ein Zuhause gegeben hat.

Stop Going Backway

Bei diesem Projekt geht es darum junge Menschen davor zu überzeugen und dabei zu helfen, sich in ihrer Heimat etwas aufzubauen, statt den gefährlichen Weg durch die Wüste nach Lampedusa zu nehmen. Die Politiker reden viel von Lösungen, wir wollen tatkräftig gute Ideen umsetzen, um wenigstens ein paar junge Leute vor dem Tod, der Illegalität oder der Abschiebung zu bewahren und ihnen stattdessen zu einer sinnvollen Zukunft im eigenen Land zu verhelfen. Wir selbst haben ein Familienmitglied vor Lampedusa verloren engagieren uns nun umso mehr.

Für dieses Projekt sind gerade zwei Aktionen am Start. Zum einen drehen wir gerade mit Schülern eines Gymnasiums einen 90-minütigen Film „Journey to Happiness“ zum Thema. (Das Drehbuch kann gerne bei uns angefragt werden) und zum anderen werden wir in Kürze eine Nähwerkstatt einrichten, die 10 Jugendlichen ermöglicht den Beruf des Schneiders zu erlernen. Nebenbei kommen auch immer noch Jugendliche zu uns, die eine Ausbildung machen möchten, um nicht auch irgendwann in Lampedusa zu enden. Ausbildungen kosten hier zwischen 200 und 800€ je nach Fach. Wenn wir die Möglichkeit haben, helfen wir auch hier gerne, um unter Umständen Leben zu retten.

Charity/Armenspeisung

Seit Gründung des Vereins vor 17 Jahren geben wir jedes Jahr zum Ramadanbeginn den bei uns registrierten Familien 5 Kg Zucker und eine Box mit 100 Teebeuteln. Gelegentlich werden wir dafür kritisiert, dass wir Zucker ausgeben, weil es doch so ungesund ist. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass für viele der Zucker nicht erschwinglich und damit ein Luxusgut ist. Was gibt es also schöneres als einer Familie den Ramadan im wahrsten Sinne des Wortes zu versüßen? Besonders für die Kinder. Für die letzten 10 Nächte des Ramadans versuchen wir dann noch Hühnerbeine, Zwiebeln und Öl auszugeben. Zum Ramadanfest schlachten wir zwei Kühe. Viele Familien können derzeit nur zu den Festen Fleisch essen, da ein Monatslohn eines Arbeiters zwischen 30€ und 50€ liegt, ein Kilo Fleisch aber 5€ kostet.

Für das Opferfest wünschen wir uns für unsere armen Familien nichts sehnlicher als ein Kurban. Die meisten von ihnen haben noch nie in ihrem Leben einen Hammel geschlachtet. Dabei sollte es eigentlich Pflicht für jeden Familienvater sein. Im letzten Jahr konnten wir 27 Kurban an besonders bedürftige Familien geben. Alhamdulillah.

Medizinische Hilfe

Als Verein sind wir nicht auf medizinische Hilfe spezialisiert. Dennoch konnten einige Erleichterungen für besonders für chronisch Kranke bewirken. Wir betreuen Menschen mit Asthma, Epilepsie, Hydrocephalus, Schlaganfall und Diabetes, indem wir sie beim Kauf der Medikamente unterstützen oder sie in der German Clinic auf unsere Kosten untersuchen lassen.

Aktuell beschäftigt uns eine besondere Krankheit, die leider in Gambia relativ häufig vorkommt. Es ist die Krankheit Elephantiasis, eine Erkrankung des Lymphsystems, bei dem die Arme und Beine in unvorstellbare Größen anschwellen. In Europa ist die Krankheit heilbar, in Afrika leider nicht. Daher sind wir intensiv auf der Suche nach Ärzten, die vielleicht nach Gambia reisen würden und helfen wollen. Vier Frauen sind in unserem Büro registriert und warten auf Hilfe, aber es gibt noch viel mehr. Wer Ärzte kennt und sie fragen kann, ob sie vielleicht helfen könnten, würde diesen Frauen einen großen Dienst erweisen. Auch, wenn sie selbst nicht darauf spezialisiert sind, vielleicht kennen sie aber Ärzte, die helfen können.

Bau einer gebührenfreien Grundschule

Das ist unser Hauptprojekt. Leider reicht das Geld dafür noch nicht, aber wir versuchen demnächst erstmal ein kleines Verwaltungsgebäude zu bauen, um unser Büro dort anzusiedeln und den Bau der Schule besser beaufsichtigen zu können.

Die Schule wird eine der wenigen gebührenfreien Schulen. Viele Kinder können in Gambia nicht zur Schule gehen, weil ihre Eltern die Schulgebühren nicht zahlen können. Die Regierung ist bemüht, Schulen gebührenfrei zu machen, aber bisher sind erst 5 Schulen von den Gebühren befreit.

Für alle diese Projekte benötigen wir jede erdenkliche Hilfe, die wir bekommen können.

 

Wer wir sind …

Empathy und Mitgefühl brauchen wir wirklich, wenn wir in Gambia helfen wollen. Seit 18 Jahren mühen wir uns jetzt redlich zu helfen, wo es am nötigsten ist. Oft ist es nur mit einem großen Herzen und viel Geduld zu schaffen. Um euch etwas mehr Einblick in unsere Arbeit zu geben, stellen wir uns kurz vor.

Wer sind wir

Unser Verein wurde im November 1998 von sieben Freunden aus Jordanien, Syrien, der Türkei, Holland, Deutschland und Gambia gegründet. Seit dem gibt es unsere Vereinsmitglieder in Deutschland und eine Mitarbeiterin in Gambia. Mein Mann und ich sind oft vor Ort und so verwirklichen wir zu dritt alle unsere Projekte. Für die Ausgabe des Charity und das Schlachten der Opfertiere haben wir ehrenamtlich Helfer, die uns seit 18 Jahren eifrig unterstützen. So werden von meinem Mann und mir die folgenden Aufgaben größtenteils alleine bewältigt: Projektentwicklung –leitung und Durchführung, Dokumentation, Buchhaltung, Fundraising, Public Relation, Korrespondenz und Mediadesign. 1999 gründeten wir dann eine NGO in Gambia, um auch dort als Charity-Organisation anerkannt zu sein.

Wie finanzieren wir uns

Unsere Fixkosten liegen etwa bei 300€ pro Monat für das Gehalt unserer Büroleiterin, Strom, Internet, Transport, Miete etc. Diese Kosten sind durch Daueraufträge von Sponsoren gedeckt, die ohne konkreten Verwendungszweck spenden. Alle Spendengelder, die projektgebunden auf unser Konto eingezahlt werden, gehen 1 zu 1 an die Projekte, ohne Abzug. Einige unserer Projekte laufen auch über ein Crowdfunding bei Betterplace. Die Projektnummer steht dann bei den Spendenaufrufen dabei. Übrigens stellen wir auch Spendenbescheinigungen aus. Wer bei uns spendet, kann eine Spendenquittung bekommen. Bitte gleich nach der Überweisung Bescheid sagen, sonst wird es verwaltungstechnisch schwierig. Oder ihr spendet über Betterplace, dort bekommt ihr automatisch eine Spendenbescheinigung am Anfang des nächsten Jahres.

Kooperationen

Wir schätzen uns sehr glücklich, dass wir mit drei anderen Vereinen zusammenarbeiten dürfen. Al-Rahma e.V. hat uns bei dem Wiederaufbau der Koranschule unterstützt und mit Nächstenliebe ohne Grenzen e.V. wollen wir ein gemeinsames Iftar (Ramadan) und Kurban-Projekt (Opferfest) aufbauen. Von muslimehelfen e.V. haben wir letztes Jahr 4 Kühe gespendet bekommen. Ein großer Segen für die Armen in Gambia.

Du möchtest helfen, weißt aber nicht wie?

Vielleicht wirst du das jetzt alles lesen und dir im Stillen sagen, dass du leider kein Geld hast und daher auch nicht helfen kannst. Doch, das kannst du. Wir sind ein eingetragener Verein bei benefind.de. Benefind ist eine Suchmaschine, die genauso wie Google funktioniert. Wenn du unseren Verein „Help the poor and the needy e.V.“ als Begünstigten angibst (unten links Auswahl ändern), dann überweist uns Benefind für jede zweite Suche 1 ct. Oder du likest unsere Seite auf Facebook und teilst die Inhalte. Im Facebook gibt es ja auch einige Spendengruppen, die für gemeinnützige Organisationen Versteigerungen durchführen. Auch hier sind wir mal sehr belohnt worden von einer lieben Freundin. Auf diesem Wege kamen 10 Nähmaschinen für unser Projekt „STOP GOING BACKWAY“ zusammen.  Oder du leitest unsere emails weiter. Auch das kann sehr helfen.Ich habe schon viele liebe Helfer auf diese Art kennen gelernt, die uns bis jetzt die Treue halten.

Wie erreicht man uns

Wir bemühen uns ja immer up to date zu sein. Es ist nicht so einfach, wenn die gesamte Arbeit an so weinigen Personen hängt. Dennoch möchten wir unseren Followern ein möglichst breites Spektrum an Informationskanälen bieten. Im Folgendem eine Übersicht, wie ihr uns erreichen könnt.

  • Homepage: http://www.helpthepoor.de
  • Blog: http://www.empathymitgefuehl.wordpress.com Hier schreibe ich nicht nur über unseren Verein, sondern auch welch neue Erkenntnisse sich auftun, wenn man zwischen den Kontinenten pendelt.
  • Twitter: helpthepoor.de (@SurayaJa)
  • Linked In: Suraya Jammeh
  • Xing: Suraya Jammeh
  • Instagram: helpthepoor.de
  • WhatsApp und Telegram: 002207585657
  • Unser wichtigstes Medium ist unser EMAIL-ADRESSE: mail@helpthepoor.de

Wir freuen uns über jede mail und ich versuche innerhalb von einem Tag zu antworten. Bitte stellt Fragen, gebt Kritik oder Anregungen, alles ist willkommen. Im nächsten Post werde ich etwas über unser Progamm schreiben. Unsere Jahresberichte der letzten drei Jahre sind auf unserer HP abrufbar unter dem Impressum. http://www.helpthepoor.de

Erinnnert ihr euch….?

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Das ist ein Teil der Familie Sowe. Am 25.4.2014 hatte ich schon einmal etwas über die Familie gepostet. Die beiden älteren Kinder auf dem Foto sind Waisenkinder. Ihre Eltern sind von einem falschen Heiler mit einer Überdosis behandelt worden und sind beide auf dem Rückweg nach Hause gestorben. Seit dem kümmert der jüngere Bruder des Vaters sich um zwei der drei Waisen. Bisher konnten wir ihnen immer mal wieder mit Kleidung oder etwas Unterstützung zum Lebensunterhalt helfen. Doch nun wird etwas mehr Hilfe benötigt. Der älteste der Waisen ist Ousman (auf dem Bild rechts), er geht jetzt in die 7. Klasse einer sehr guten Schule. Die Schule ist auf Science und IT spezialisiert, sie haben eine sehr gute Ausstattung und sehr engagierte Lehrer. Das bedeutet natürlich auch, dass die Schulgebühren entsprechend höher sind. In diesem Fall 200€ pro Jahr.

Familien, in diesen Situationen versuchen oft wenigstens ein Kind aus der Familie ein sehr gute Schulbildung zu geben, damit er oder sie dann die Familie unterstützen kann. Der Stiefvater ist Soldat und verdient ca. 40€ im Monat. Er und seine Frau versuchen wirklich alles, um den Kindern mit aller Kraft zu helfen, sowohl über den Verlust der Eltern hinwegzukommen als auch das Beste aus ihrer Zukunft zu
machen. Doch manchmal brauchen sie dabei etwas Hilfe.

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Wer Interesse hat Ousman Sowe (14) als Patenkind zu übernehmen, kann sich gerne mit uns in Verbindung setzen. mail@helpthepoor.de. Wer einen einmaligen Betrag spenden möchte, damit wir das aktuelle Schuljahr bezahlen können, kann das gerne tun unter:

Help the poor and the needy e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE47100205000003291200
BIC BFSWDE33BER
Stichwort: Ousman Sowe

 

Noch ein Jahr und drei Monate Schule, so Gott will

imageDas ist Maimuna B. Sie geht in die 11. Klasse einer Oberschule und hat den Schwerpunkt Science gewählt. Sie ist eine der besten Schülerinnen in ihrer Klasse und hat gute Aussichten, ein sehr gutes Abitur zu machen, wenn …. ja, wenn ihre Lebensumstände besser wären.

Sie ist 24 Jahre alt. Als sie drei Jahre alt war, ist ihr Vater gestorben. Ihre Mutter ist psychisch krank und lebt auf dem Dorf. Zunächst wuchs sie bei ihrem Onkel auf, doch als er heiratete, musste sie ihn verlassen. Seitdem lebt sie bei ihrer älteren Schwester. Doch nun kann die Schwester sie nicht mehr ernähren und auch das Fahrgeld zur Schule nicht mehr bezahlen, weil sie ihre Arbeit als Gärtnerin verloren hat. Insgesamt musste Maimuna 5 Jahre in der Schule aussetzen, zum Teil, weil das Geld für die Schulgebühren fehlte, und weil sie wegen starker Rückenschmerzen nicht am Unterricht teilnehmen konnte.

Glücklicherweise ist die Schule jetzt verstaatlicht worden, so dass die Schulgebühren wegfallen, aber die Rückenschmerzen sind geblieben, und so steht sie in der Regel während der ganzen Schulzeit. Um das Fahrgeld zu sparen, schläft sie oft bei einer Freundin, bei der sich sechs Mädchen ein Bett teilen und in Schichten schlafen. Bis 2 Uhr die eine Gruppe, dann wird gewechselt. Sie würde gerne wieder bei ihrer Schwester wohnen, aber das geht finanziell nicht. Mit ihren guten Noten hat sie große Chancen ein gutes Abitur zu machen. Das braucht sie auch, denn ein Stipendium gibt es nur für diejenigen, Noch ein Jahr und drei Monate Schule, so Gott will weiterlesen

Eine Koranschule ist abgebrannt! Bitte helft!

Vor einigen Tagen kamen zwei Herren in unser Büro und baten uns um Hilfe. Sheikh Chabbo Cham und sein Assistent. Der Sheikh hat auf seinem Privatgrundstück mit viel Mühe und Spenden eine Koranschule gebaut, die 75 Kinder nicht nur einen Platz zum Lernen bietet, sondern auch zum Wohnen. Sie lernen dort den Koran,  die Überlieferungen (Ahadith) des Propheten Muhammads (sws) und Bittgebete (Hisnul Muslim). Am 2. November brannte die Schule komplett nieder. Ein Schock für alle Beteiligten. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Doch der Sachschaden ist imens. Alle Möbel, 900 islamische Bücher, eine Solaranlage und 17 Säcke Reis sind verbrannt. Der Wiederaufbau der Schule soll laut Berechnungen etwa 9500 € kosten. Ich habe auf der Crowdfundingseite Betterplace ein Hilfsprojekt angelegt, auf dem ihr einfach online spenden könnt.

Die Webadresse dazu lautet:
http://www.betterplace.org/p38294

Hier ein Bild von der abgebrannten Schule

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Das ist Ustas Chabbo Oggo Cham. Er lehrt in den gambischen Dialekten wie Mandinka und Wollof in seiner Schule, aber auch im Fernsehen auf öffentlichen Veranstaltungen, damit auch die Menschen ohne Schulbildung in der Religion unterrichtet werden.

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Zwei Bullen für unsere Witwen

Es war letzen Sonntag, die Wolken wollten die Sonne nicht so richtig freigeben, und so machten wir uns bei etwas ungemütlichem Wetter, aber dennoch knapp 30 Grad, früh nach dem Morgengebet und einem kleinen Frühstück auf den Weg zum Schlachten. In der Nacht hatte unser Mitarbeiter die zwei Bullen von einer dreitägigen Reise in ein Dorf
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mitgebracht. Als wir um acht Uhr unser Vereinsbüro erreichten, waren der Schlachter und seine zwei Helfer auch schon da. Schnell noch die Bullen fotografiert, dann ging es auch schon los.
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Ein paar Seile geschickt um die Beine des Bullen geworfen und festgezurrt, schon lag das tonnenschwere Tier auf der Seite. Ein Beobachter neben mir sagte bei ihm zu Hause bräuchten sie dafür sieben Leute und 30 Minuten. Interessant!
Das Schächten selbst erfolgte dann ganz „islamisch“. Nach gut zwei Stunden waren die Tiere dann zerlegt, und das Fleisch wurde in faustgroßen Stücken in großen Eimern gelagert, um sie dann später in zwei-Kilo-Portionen an die Bedürftigen zu verteilen.
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Ein paar kleinen Jungen gaben wir ein Kilo Leber, die sie dann für die Helfer auf einem kleinen Grill braten durften.

So hatten die Kinder ihren Spaß und die Helfer einen kleinen Snack. Inzwischen war es ca. 11 Uhr. Schon kamen die ersten, um ihr Fleisch abzuholen. Da wir aber den Termin auf 12 festgelegt hatten, mussten sie leider noch etwas warten. Wir hatten nämlich noch etwas anderes vor. Sobald die meisten anwesend waren, sollte die neue Präsidentin unserer Mitglieder gewählt werden. Unsere letzte Präsidentin ist sehr überraschend Anfang November verstorben.
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Die Präsidentin kümmert sich darum, dass alle informiert werden, wenn es etwas zu verteilen gibt. Außerdem wollten wir noch von allen Passfotos für neue ID-Cards machen.
Nun hieß es Stühle organisieren. Das ist glücklicherweise nicht das Problem in Gambia. Viele Familien haben einen kleinen Nebenerwerb durch die Stuhlvermietung. 1€ für ein Dutzend Stühle. Nun kamen immer mehr und mehr meist Frauen, und die anwesenden Kinder hatten ihren Spaß immer mehr Stühle zu bringen. Am Ende reichten dann aber doch fünf Dutzend. Die Bedürftigen, die wir versorgen, sind etwas über 100 Familien, davon 69 Witwen. Immerhin kamen 60 Personen, einigen von ihnen nahmen auch das Fleisch für andere Familien mit. Nach dem großen Aufräumen waren wir dann schließlich etwa gegen 17 Uhr zu Hause, völlig erschöpft von dem frühen Aufstehen, den vielen Gesprächen und Eindrücken, aber sehr glücklich, dass alles so gut verlaufen ist.
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Möge Allah uns noch viele weitere solcher schönen Tage schenken und den Spendern in dieser und der nächsten Welt nur das Beste zukommen lassen. Ein großer Dank geht an die Organisation Muslime Helfen, die diesen Tag möglich gemacht hat.

Mariama, ein Vorbild in Sachen Geduld

O mein Sohn, verrichte das Gebet und gebiete Gutes und verbiete Böses und ertrage geduldig, was dich auch treffen mag. Das ist wahrlich eine Stärke in allen Dingen. [31:17] 

Heute möchte ich euch von einer ganz besonderen Frau erzählen, die ich gestern treffen durfte. Ich nenne sie Mariama. In Wirklichkeit heißt sie anders, und ich werde auch diesmal keine Fotos zeigen, denn Mariamas Schicksal ist so traurig, dass sie nicht möchte, dass es öffentlich gemacht wird. Es ist eine wahre Geschichte, aber sie ist so herzergreifend, dass ich dieses Mal auch über diesen Blog um Hilfe für diese arme Frau bitte. Eigentlich sollte dieser Blog ausschließllich für Hintergrundinformationen zum Thema Armut, dem Leben zwischen den  Kontinenten und der Menschlichkeit im Allgemeinen sein. Doch besondere Ereignisse erfordern besondere  Mittel. 

Wie einige von euch vielleicht wissen, leite ich eine Hilfsorganisation in Gambia. Für diesen Zweck haben wir eine fb Seite (Help the poor and the needy e.V.) und einen Blog http://help-the-poor-needy.blogspot.com. Wer mehr über unsere Arbeit wissen möchte, den bitte ich sich dort weiterführend zu informieren. 

Doch nun zur Geschichte selbst. Mariama, inzwischen über 60, hatte eine gehobene Stellung in der Regierung. Sie war sehr beliebt, immer freundlich und großzügig, niemals sparsam mit Geschenken und kochte gerne für alle Kollegen. Sie hat 4 gesunde, wunderhübsche und kluge Töchter, alle mit Abitur, ein schönes Haus im eigenen Grundstück. Alles schien perfekt, bis zum Tag X, der ihr Leben komplett veränderte. 

Doch was ging diesem Schicksalsschlag voraus?

Ihr Mann hatte ca. 1,5 Jahre zuvor das Familiengrundstück verkauft. Der neue Besitzer forderte immer wieder sein Grundstück ein, doch der Familienvater vertröstete ihn permanent. Bis der neue Besitzer die Polizei einschaltete. Als eine der Töchter aus der Schule kam, zwang die Polizei sie die Tür zu öffnen. Sie holten den ganzen Hausrat aus dem Haus und warfen ihn auf die Strasse. Die Tochter rief verzweifelt ihre Mutter an. Als sie das Grundstück betrat und sich auswies, hatten die Polizisten ein Einsehen und stellten die Möbel an die Mauer. Abends um 22 Uhr kam dann der Familienvater nach Hause und brachte die Familie auf ein Grundstück irgendwo in der Pampa ohne fließend Wasser und Strom, dann verschwand er zu seiner zweiten Frau. 

Mariama litt mit ihren Kindern in ihrem neuen Zuhause. Die zwei ältesten Töchter hatten später die Chance nach Frankreich bzw. England zu gehen. Das Leben ging irgendwie weiter, aber unter erschwerten Bedingungen. Dann passierte etwas, dass die eh schon schwierige Situation noch verschlechterte. 

Die Mutter erlitt einen Schlaganfall und ist seitdem vom Bauch abwärts gelähmt, und alle vier Töchter sind geisteskrank geworden. Die älteste ist immer noch in London und dort in einer Klinik. Die zweite wurde von ihren Freunden von Frankreich nach Hause geschickt, und die beiden jüngsten waren noch bei der Mutter. Nun sind die zwei mittleren Töchter in einer Psychiatrischen Klinik in Gambia und die jüngste zu Hause. Sie läuft hinter dem Haus auf und ab und redet permanent mit sich selbst, ab und an schreit sie dann auch und beschimpft Leute, die gar nicht anwesend sind. Sie braucht für etwa 25€ monatlich Medikamente, damit sie überhaupt schlafen kann. Eine der Töchter hat auch noch einen 13-jährigen Sohn und eine 7-jährige Tochter. Die Kleine wohnt in dem SOS-Kinderdorf, und der Junge wohnt bei der Großmutter, und sie muss nun auch noch für seine Schulgebühren aufkommen. Er ist sehr gut in der Schule, ich habe das Zeugnis gesehen. Nach deutschen Maßstäben würde ich sagen im Durchschnitt eine 2-. 

Sie wohnen sehr einfach. Ein lieber Freund mietete eine 2-Zimmerwohnung für sie, in der sie jetzt mit ihrer jüngsten Tochter und dem Enkelsohn lebt. Klingt erstmal gut, doch bei näherem Hinsehen, ist auch das nicht optimal. Auf meine Frage, wie wir ihr helfen können zum Beispiel mit einem Sack Reis alle zwei Monate sagte sie, dass sie nicht so viel Reis essen, da ja niemand da ist, der kochen könnte. Manchmal würde die Nachbarin für sie mitkochen. Sie würden eigentlich nur Brot essen. In den Schulferien kommen manchmal Mädchen zu ihr, die dann für 16€ im Monat bei ihr putzen und kochen. Also kaum ein warmes Essen für die Familie. Und das für eine Frau, die in ihren gesunden Zeiten immer für ihre Kollegen gekocht hat. 

Wasser ist auch ein Problem. Sie hatten mal einen Wasserhahn im bzw. am Haus, aber der wurde vor ein paar Monaten abgestellt. Vielleicht hat der Hausbesitzer nicht bezahlt. Jetzt ist auf der Strasse ein öffentlicher Wasserhahn, aber der ist tagsüber nicht zu benutzen, da der Wasserdruck wohl nicht ausreicht. Ich kenne das von anderen Gegenden auch, dann muß jemand von der Familie nachts aufstehen und einige Eimer Wasser für den nächsten Tag holen. So ist es bei ihr auch, nur dass keiner aus der Familie es machen kann. So bezahlt sie 10ct pro Eimer. 

Gekocht wird in kleinen Kohleöfen vor oder hinter dem Haus. Das ist wohl da, wird aber selten benutzt. 

Ich fragte noch, ob sie denn Hilfe aus der eigenen Familie bekommen könne. Sie sagte, ihre Schwestern haben ihr immer geholfen, aber sie sind mittlerweile alle verstorben. Dann hatte sie noch einen Nachbarn, der als Arzt im größten Krankenhaus des Landes gearbeitet hat. Er hat sie immer zu Hause behandelt. Doch nun ist auch er vor 4 Monaten verstorben. 

Als wir kamen saß sie auf ihrem Bett. Ich fragte sie dann, ob sie auch mal vor die Tür kann, oder ins Wohnzimmer. Sie zeigte uns dann ihren Rollstuhl, der aber keine Fußstützen hat. So kann sie niemand irgendwohin fahren, weil ihre Füße auf dem Boden schleifen. So ist ihr Aufenthaltsort meistens das Bett. Am Ende wollte ich dann noch wissen, was denn ihr persönlich größter Wunsch ist. Da strahlten ihre Augen, als sie sagte „eine neue Matratze“. So wie sie jetzt schläft, wacht sie jeden Morgen mit Schmerzen im Rücken und in den Hüften auf. In den Ellenbogen hat sie Arthritis, so dass sie bei jeder Bewegung schmerzen. Da kommen wir noch zu einem anderen Problem – die Tabletten. Sie nutzt jeden Tag Paracetamol für ihre Gelenke. Aber jeder weiß, die Paracetamol in Gambia sind aus Indien, und dort ist mehr Kreide als irgendetwas anderes enthalten. Wirkung gleich Null. Sie wünscht sich ein paar Paracetamol-Packungen aus Deutschland.

Wir hoben dann die Decke auf dem Bett etwas hoch und sahen eine etwa 5cm dicke Matratze, die in mehreren Einzelteilen auf dem Bett lag. Eine neue Matratze „Kingsize“ ca 15cm dick, kostet 60€, zu viel für die kleine Familie. Ich fragte sie, wer denn alles in dem Bett schläft. Der Enkel und sie, die Tochter schläft auf den Fliesen im Wohnzimmer.

Um dieser armen Frau zu helfen, könnte ich mir folgendes Programm vorstellen. Vielleicht finden wir Unterstützer, die uns helfen, die kleine Familie zunächst für ein Jahr zu unterstützen. 

  • 30€ Lebensmittel im Monat
  • 30€ Dienstmädchen im Monat
  • 25€ für die Tabletten der Tochter

Einmalig 

  • 60€ für die Matratze der Mutter und 
  • 30€ für die Matratze der Tochter 
  • einmal im Jahr ca  150€ für die Oberschule des Enkels. (Auf Wunsch schicke ich gerne ein Foto des Jungen per PN oder mail. Ein wirklich hübscher Junge) 
  • Und vielleicht ein neuer Rollstuhl mit Fußstützen. 

Viielleicht gibt es unter den Lesern auch Interessierte, die uns vielleicht mit Medikamenten, Rollstühlen oder andere Sachmitteln aushelfen können. Ein Gebet für die Familie hilft aber auf jeden Fall.

Mariama ist wirklich ein großes Vorbild für mich, ein Schicksal mit Güte, Zuversicht und vor allem Geduld zu ertragen. Sie selbst sagt, wäre sie nicht eine gläubig Frau, hätte sie schon längst aufgegeben. Ich würde mir sehr wünschen, wenn wir ihr ihr Schicksal etwas erleichtern könnten.

O mein Sohn, verrichte das Gebet und gebiete Gutes und verbiete Böses und ertrage geduldig, was dich auch treffen mag. Das ist wahrlich eine Stärke in allen Dingen. [31:17] 

Wer Fragen zu unserem Verein oder diesem Hilfeaufruf hat, kann uns gerne kontaktieren: mail@helpthepoor.de
Unsere Kontonummer ist: 

Help the poor and the needy e.V
Bank für Sozialwirtschaft 

IBAN DE47100205000003291200 
BIC BFSWDE33BER

Danke für deine Aufmerksamkeit und dass du diesen Artikel zu Ende gelesen hast!