Alle Beiträge von Suraya

Ich liebe die Menschen aus Liebe zu Allah

Am Samstag in Kuloro

Erinnert ihr euch? Letztes Jahr haben wir für 10 Matratzen für die Bewohner des Dorfes Kuloro gesammelt. Letzten Samstag war es dann endlich soweit, und wir haben die Matratzen kaufen und ins Dorf bringen können.

Das klingt jetzt alles ziemlich sachlich, aber Kuloro war wie immer ein sehr aufregender Ausflug.

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Physiotherapie in Gambia

Physiotherapie in Gambia

Das Spannende an meinem Job ist, dass ich durch die Nöte unserer Bedürftigen immer wieder neue Dinge entdecke, was es in Gambia alles gibt.
So führte uns Alagie, der 2013 einen schweren Unfall hatte, einige Zeit im Rollstuhl saß und jetzt wieder, dank vieler Sitzungen Physiotherapie an einer Krücke gehen kann, zu seinem Phyisotherapie-Studio. Der Weg ging durch die verkehrsreichste Strasse Gambias, mit vielen Staus und noch mehr dreckiger Luft, aber als wir ankamen, war es wie eine kleine Oase mit Blumen vor der Tür und absoluter Stille im Inneren.

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Was es sonst noch über das Essen in Gambia zu sagen gibt

Um im Bild zu bleiben, möchte ich heute noch einmal über den berühmten Tellerrand schauen. Denn das, was sich in anderen Ländern zum Thema Essen abspielt, kann doch schon sehr anders sein.

In meinem letzen Artikel vergaß ich, über die Meeresfrüchte zu schreiben. Das Erstaunliche daran ist, dass Krabben (Größe 1 – das sind die ganz großen) das Kilo schon für 2,50€ gibt, und auch Austern (ihr lest richtig, ich habe eben extra noch einmal im Wörterbuch nachgeschaut, denn hier sagt man „Oyster“ dazu) kosten für einen vollen Teller 1€. Die sind natürlich schon aus der Schale, und somit ganz schön viele. Was für uns so etwas besonderes ist, ist hier eher Alltag.

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So isst man in Gambia

Reis, Reis, Reis. Beginnen wir die Story mit einer wahren Begebenheit. Als ich einmal nach Deutschland flog, setzte sich ein Ehepaar in die Reihe vor mir. Sie ließen sich in die Sitze fallen mit den Worten: „Gott sei dank, nie wieder Reis.“ Ich grinste vor mich hin, denn auch ich versuche außerhalb Gambias auf Reis zu verzichten. Wenn Gambier für dich kochen, gibt es in der Regel Reis mit Soße. Irgendwie kann man es ja verstehen. Reis macht satt, ist relativ nahhaft, Reis ist im Verhältnis zu anderen Lebensmitteln günstig, und wenn du dann auch noch den hier so beliebten Bruchreis nimmst, dann wächst die Menge explosionsartig im Topf an. D.h. von einer kleinen Menge Reis können viele Mägen satt werden.

Ok, das zu den Basics. Doch was dazu? Die meisten essen aus Kostengründen Fisch zum Reis. Ein Kilogramm Fleisch kostet genauso viel wie in Deutschland, so kann sich jeder selbst ausrechnen, wie oft ein Arbeiter mit 30-50€ Gehalt im Monat wohl Fleisch essen kann. Übringens habe ich hier noch nie Lamm- oder Kalbfleisch gesehen. Die Kleinen werden hier nicht geschlachtet. Dafür aber die alten Kühe oder Bullen, das dann manchmal bedeutet, 4 Stunden Fleisch vorkochen. Wohl dem der einen Schnellkochtopf hat. So isst man in Gambia weiterlesen

Wie alles begann …. und wie es dann weiterging

Oft werde ich gefragt, warum wir das alles hier machen, und wie es dazu gekommen ist. Das ist recht schnell erklärt. Als ich 1998 zu Besuch in Gambia war, hat mich meine Schwägerin zu dem Kindergarten ihrer Tochter mitgenommen. Dort realisierte ich, dass es damals in einem Land mit 95% Muslimen ausschließlich christliche Kindergärten gab. Das wäre ja alles kein Problem, wenn es da nicht die Versuche gäbe, aus den kleinen Muslimen kleine Christen zu machen. Für das Aufsagen christlicher Gebete und andere Rituale hatte ich wenig Verständnis bei ausschließlich muslimischen Kindern. Meine kleine Nichte betete folglich vor dem Essen wie sie es im Kindergarten gelernt hatte, und der Sohn einer Freundin sang beim Malen eines Bildes „Oh Jesus, my Lord“

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Leben mit Analphabeten

Das Leben in einem Land mit 30-40% Analphabeten unterscheidet sich schon sehr von dem in einem Industrieland. Da gibt es für unsereins viel zu lernen. Die Übermittlung von Informationen und damit auch die Art der Information muss in vielen Fällen völlig neu überdacht werden. So spielt beispielsweise das Radio in Gambia noch eine sehr große Rolle. Da das Radio seit je her nicht zu meinem gewohnten Umfeld gehört, vergesse ich es oft. Bemerke dann aber immer wieder, wenn ich auf bestimmte Sendungen hingewiesen werde, wie interessant es doch sein kann.

Viele junge Menschen, mit neuen erfrischenden Ideen sprechen dort, Institutionen, die junge Menschen in die Selbständigkeit führen wollen, stellen sich vor, und religiöse und spirituelle Themen werden dort diskutiert. Selbst Ernährungsberatung habe ich schon gehört. Immer wieder überraschend für mich, wenn ich mich gerade so schön eingehört habe, dann die Aufforderung an den Sprecher nun noch einmal alles in eine der 8 gambischen Sprachen zu übersetzen. Ich frage mich dann immer, wer bis jetzt auf englisch zugehört hat und nichts verstand, ist der noch dabei?

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Kümmern wir uns?

Vielleicht klingt dieser Titel etwas seltsam. Aber hier in Gambia verrutschen unsere  Sichtweisen auf bestimmte Dinge mitunter.

Stellt euch folgende Situation vor: Du hast gerade dein letztes Examen im Abitur geschrieben, möchtest erst einmal durchatmen und zur Ruhe kommen nach all dem vielen Lernen und dich neu ordnen. Nun stellst du fest, dass es auf Grund unendlich vieler Bestimmungen und Regeln nicht so einfach ist deinen Traumberuf zu erlernen. Du beschäftigst dich also wochenlang damit, irgendwie an deiner Zukunft zu arbeiten. Was geht mit welchem Zeugnis und warum, besser warum nicht, du recherchierst bis der Computer qualmt, läufst Wege bis zur Erschöpfung, um vielleicht doch noch den einen wichtigen Stempel oder diese oder jede Beglaubigung zu bekommen.

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Unser Newsletter

Liebe Freunde unseres Vereins,

trotz unserer bescheidenen Mittel, 3 Personen im Büro und mein Mann, der sich um die Kontakte und die Umsetzung vor Ort kümmert, haben wir schon sehr viel erreicht. Gerade sitzen wir an der Buchhaltung und den Jahresberichten für das gambische und das deutsche Finanzamt. Der Jahresbericht 2017 wird dann zeitnah auch auf unserer Homepage zu sehen sein. Auch schön, dass wir jährlich wachsen. Die Spenden werden mehr doch natürlich auch die damit verbundene Arbeit. Deswegen ist es höchste Zeit, dass ich mich noch straffer organisiere, um alle Hilfsanfragen zu bewältigen und eine ordentliche Öffentlichkeitsarbeit zu liefern. Diese Neuordnung ist jetzt weitestgehend abgeschlossen (es war viel Arbeit, deswegen habt ihr auch so lange nichts von mir gehört) aber nun versuchen wir mal mit dem neuen System einen neuen Start. Das bedeutet aber auch, dass ich leider eure Lesegewohnheiten ändern werde.

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„Nähen statt Lampedusa“ startet durch (mit Diashow)

Am 1. November haben wir unsere Nähschule eröffnet! Oh my God. Was haben wir gelitten, um dieses Nähschule zum Laufen zu bringen. Erst das Hin und Her mit dem Ladenlokal, dann konnten wir keine Schüler finden, weil sich unter den Jugendlichen verstärkt die Meinung breit macht „Lieber warte ich Jahre auf die Chance nach Europa zu kommen, als auch nur einen Finger krumm zu machen“.

Was haben wir alles versucht. Wir haben ein Meeting mit unseren Witwen gemacht, um ihre Söhne für das Projekt zu gewinnen, wir haben mit Lokalpolitikern gesprochen, im Bekanntenkreis herumgefragt, und gerade als wir uns an die Radiostationen wenden wollten, ging es plötzlich los mit den Anmeldungen, und auch ein männlicher Lehrer stellte sich vor. Von da an lief alles wie am Schnürchen. Da wir jetzt schon mehr als 10 Schüler haben, fahren wir sogar 2 Schichten morgens und nachmittags.

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Latest News

Latest News. Ich wollte mir ja Mühe geben, jetzt immer schneller zu schreiben. Es liegen noch einige Artikel in der berühmten Schublade, die dringend veröffentlicht werden wollen, aber nun erst einmal die News von heute.

Als wir morgens das Büro betraten, wartete schon Amie Jatta auf uns. Sie hat einen Kropf, wie er im Buche steht. Der Kropf an der Schilddrüse entsteht durch Jodmangel. Interessanterweise sagte meine Tochter heute, die gerade ein Praktikum in einem Labor in Banjul macht, dass dort heute auch zwei Frauen mit Kröpfen zum Bluttest waren. Nur zur Erinnerung, Banjul ist eine Halbinsel umgeben von Meer und Bakau, wo Amie wohnt hat einen Fischerstrand. Der größte Jodlieferant sind Fische. Da wohnen alle diese Frauen 10 Meter vom Meer entfernt und haben aus Armut Jodmangel, weil sie sich keinen Fisch leisten können. (5 kleine Bongafische (ähnlich wie Hering) kosten 1€).

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Rückblick mit Fotos

Rückblick. Es ist so viel passiert in den letzten 14 Tagen, dass ich nicht wusste, wo ich anfangen soll mit dem Erzählen. Deswegen habe ich das Schreiben dieses Blogs ein wenig vor mir hergeschoben. Sorry dafür. Doch jetzt habe ich eine Liste der kürzlich abgeschlossenen Projekte. So ist es etwas einfacher das Wirrwarr in meinem Kopf zu bändigen.

Gott sei‘s gedankt, wir konnten wirklich viel Gutes tun. Großer Dank auch an die Spender, die das alles ermöglicht haben.

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Die Madrassa von Omar Jammeh ist bezahlt

Das ging aber schnell, innerhalb von einer Stunde oder sogar weniger, hatten sich zwei Schwestern gefunden, die die Kosten übernommen haben. Gott sei‘s gedankt. 

Die Madrassa von Omar Jammeh

Das ist Omar Jammeh. Er ist ein junger Islamlehrer und möchte gerne seine eine kleine Madrassa eröffnen. Der Besitzer des Grundstücks hat ihm den Teil für die kleine Schule zur Verfügung gestellt, den ihr auf dem unteren Bild seht. Um den Bau kümmert er sich selbst, aber er braucht noch ein wenig Unterstützung bei dem Material. Er braucht ein Paket Wellblech und etwas Holz für die Dachkonstruktion. Auf dem rechten Bild ist eine noch leere Fläche. Dort möchte er den Raum für die Mädchen bauen.  Seine Wünsche sind nicht groß, und daher hoffe ich sehr, dass wir ihm helfen können. Von unserem Verein möchte er:

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10 Gründe warum Gambier unbedingt nach Europa wollen

Diesen Artikel widme ich meinem Schwager Habib, der mit 30 Jahren sein Leben im Mittelmeer vor Lampedusa verlor. Wir haben alles versucht, ihn davon abzuhalten, doch leider ohne Erfolg. Seitdem haben wir viele Gespräche mit anderen Ausreisewilligen geführt, um ihre Beweggründe und ihre Hoffnungen besser zu verstehen und ihnen vielleicht Alternativen anbieten zu können.

Gambia hat 1,8 Mio. Einwohner. Jährlich verlassen etwa 9000 junge Männer das Land, um durch die Wüste nach Libyen, über das Mittelmeer nach Italien zu gelangen. Nigeria beispielsweise hat 100x mehr Einwohner und auch von dort machen sich ebenfalls 9000 Männer jährlich auf den Weg.

Für Nigeria kann ich nicht sprechen, aber warum die Gambier gehen, davon konnte ich mir jetzt ein Bild machen, das ich gerne mit euch teile. Je mehr Menschen über die Motive informiert sind, desto besser können wir vielleicht helfen, sie davon abzuhalten. Allerdings müsste sich dazu wohl die Gesamtsituation im Land verbessern. Die Abwanderungsbeteitschaft ist bei vielen so hoch, dass selbst Versprechen für eigenes Geschäft oder ähnliches nicht mehr wirken. Es ist wie ein Virus, der die Männer befällt, von dem sie nicht mehr geheilt werden können.  10 Gründe warum Gambier unbedingt nach Europa wollen weiterlesen

Gestern bei unserem Sorgenkind Kuloro

Die Menschen in „unserem“ Dorf Kuloro sind mir richtig ans Herz gewachsen. Es ist natürlich nicht unser Dorf, aber ich fühle mich dem Menschen dort sehr nahe. Sie sind so lieb und so bescheiden in ihrer Armut, dass wir sie wirklich nur bewundern können. Ich nehme euch jetzt mit auf unseren kleinen Ausflug.

Nach einer Stunde Fahrt kamen wir in dem kleinen Dorf an. Der Weg von der Hauptstraße zum Dorf, der wegen der Regenzeit total zugewachsen war, glich eher einer Berg- und Talfahrt, aber dass kennen wir ja schon. Alle Sandwege sind während und kurz nach der Regenzeit kaum zu gebrauchen. Aber … am Wegesrand stehen wunderschöne Bäume. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass es Mahaghoni-Bäume sind. Aus ihnen, wenn sie nicht so verwachsen sind wie dieser, werden die Boote, Möbel und die Dachkonstruktionen gebaut. Dennoch für mich unheimlich schön anzusehen.

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Sorgenkind: Wellingara Arabic-English Institute

Es klingt ein wenig merkwürdig, eine Schule als ein Sorgenkind zu bezeichnen. Doch was dieser Schule schon alles widerfahren ist, ist für die Beteiligten schwer zu ertragen.

Ein Islamgelehrter hatte einmal eine sehr schöne Idee. Er teilte sein Privatgrundstück und baute auf der einen Hälfte eine Schule, die zum einen nur wenig Schulgebühren kosten sollte, damit die Armen der Umgebung ihre Kinder in die Schule schicken können und zum anderen entwarf er ein Schulmodell, das seines Gleichen sucht. Er lies die Schüler in den Hauptfächern in Englisch und in den Nebenfächern in Arabisch. Am Ende der 12. Klasse sprechen dann alle Schüler fließend Arabisch und Englisch. Mir gefällt dieses Konzept sehr gut und anscheinend auch vielen Eltern. Die Schule hatte einen großen Zulauf, so dass sie aus allen Nähten platzte.

Dann kam der große Regen in 2012, und die Schule wurde fast vollständig zerstört. Dächer flogen weg, und das Wasser zerstörte das Mauerwerk. Aufgrund der folgenden Bilder beschäftigten wir uns dann näher mit der Schule und sammelten damals 100€ Spenden für den Wiederaufbau. Hier zwei ausgewählte Bilder, die die erste Katastrophe ein wenig verdeutlichen. Sorgenkind: Wellingara Arabic-English Institute weiterlesen

4,5 Monate für ein Nummernschild

Was lange währt, wird endlich gut. Oder: Wie ich am besten in Geduld geprüft werde.

Es war wirklich nervenaufreibend. Das Auto kam am 5. Mai am Hafen in Banjul an und am 20. September haben wir dann unsere Nummernschilder bekommen. Warum das so lange dauert, kann man schlecht erklären. Doch zunächst mussten fünf Ämter Formulare ausfüllen, Anträge und Bestätigungen schreiben, dass es seine Richtigkeit hat, dass dieses Auto ein Vereinsauto ist, und wir somit keinen Zoll und keine Steuern zahlen müssen. Dieser Prozess hat nur etwa 2 Wochen gedauert.

Anschließend kam die Akte zum Finanzminister. Er musste nun den ganzen Vorgang absegnen und mit seiner Unterschrift bestätigen, dass alles seine Richtigkeit hat. Das ist alles gut zu verstehen, wenn da nicht die vielen Geschäftsreisen wären. So warteten wir und warteten und warteten, dann nach 4,5 Monaten der erlösende Anruf. Das Dokument ist unterzeichnet, aber es muss noch protokolliert werden. Ok, das dauerte dann nicht mehr so lange und schließlich konnten wir das ersehnte Nummernschild an unser Auto anbringen.

Einen NGO zu führen, ist schon etwas Bedeutsames, mehr als einen Verein in Deutschland, aber wie ehrfürchtig uns selbst Polizisten behandeln, wenn sie unser Auto mit einem NGO-Nummerschild sehen, das war neu für mich. Einmal vergaß ich meinen Führerschein zu Hause und ausgerechnet an diesem Tag bin ich in eine Kontrolle gekommen. 4,5 Monate für ein Nummernschild weiterlesen

Sorgenkind: Dawda Ceesay

Mit Dawda eröffne ich meine neue Serie „Sorgenkinder“. Wundert euch nicht, es werden auch etwas ältere Herrschaften unter den Sorgenkindern sein. Die Betreffenen und wir wären sehr dankbar, wenn ihr euch vorstellen könntet, dem einen oder anderen Sorgenkind zu helfen. Sie alle leben wirklich in ärmlichen Verhältnissen, aber ich werde euch zu jedem seine persönliche Geschichte erzählen.

Dawda Ceesay (13) ist das älteste Kind von Ebrima Ceesay und seiner Frau Fatoumata. Ebrima ist ungelernt und Fatoumata ist Erzieherin. Bald nach der Geburt des vierten Kindes verließ sie die Familie und ließ auch ihre vier Kinder zurück. Der Vater kann seine Kinder weder versorgen noch ernähren, so ist die Großmutter eingesprungen. Doch auch sie ist schon seit 20 Jahren Witwe und lebt von der Hand in den Mund. Mittlerweile ist sie über 80 und nicht gesund. Dawda ist sehr intelligent und hilfsbereit. Er unterstützt die Großmutter wo es geht. Einmal haben wir ihn am Fisherbeach getroffen, wie er die Fische, die den Fischern beim Transport zum Strand herunterfallen aufhob und nach Hause brachte. Sorgenkind: Dawda Ceesay weiterlesen

Geschützt: Die 30€ – Kartonaktion

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Ein Leben ohne Strom

Alle, die schon länger diesem Blog folgen, mögen es vielleicht nicht mehr hören. Doch in der heutigen Zeit der Technologie ist ein Leben fast ohne Strom schwierig. Wie schwierig wollte ich euch heute mal etwas näher erklären, damit ihr so in etwa eine Vorstellung habt, unter welchen Bedingungen ich versuche in Kontakt mit euch zu bleiben.

Bei derzeit maximal 6 von 24 Stunden Strom am Tag (morgens 3 und abends 3) nachts oft nicht, und da würde ich den Ventilator so sehr brauchen. In unserem Haus haben wir jetzt in der Regenzeit nachts 31 Grad Celsius mit 80% Luftfeuchtigkeit. Ich brauche euch sicher nicht zu erzählen in welchem Zustand man morgens aufwacht.

Wäsche waschen mit der Waschmaschine nimmt auch komische Formen an, wenn du plötzlich um 23 Uhr anfängst, weil dann gerade der Strom angegangen ist. Glücklicherweise haben wir ja unsere Batterie-Glühbirnen, so haben wir wenigstens Licht. Obwohl vor etwa einem Monat der Strom mal mit solcher Wucht zurückgekommen ist, dass einige Birnen explodiert sind und zwei Ventilatoren durchgeschmort. Später kam dann noch ein Elektriker, der alle Steckdosen ausgewechselt hat, weil sie alle Schaden genommen haben.

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