Alle Beiträge von Suraya

Ich liebe die Menschen aus Liebe zu Allah

Krankheiten, die keiner kennt….

Krankheiten, die keiner kennt, zumindest nicht in Deutschland. Vielleicht wird der eine oder andere schon von ihnen gehört haben, aber in der Fülle, in der sie hier auftreten, bestimmt nicht. Da ich kein Arzt bin, kann ich mir die Herkunft und Häufigkeit der Krankheiten nicht erklären, aber dennoch ist meine Verwunderung immer wieder groß.

Bevor ich zu den „großen“ Krankheiten kommen, erst einmal etwas zu den kleinen Blessuren. Ich schreibe darüber, um einfach einmal den Unterschied aufzuzeigen, wie Menschen ob Nordhalbkugel oder Südhalbkugel unterschiedlich mit Krankheiten oder Blessuren umgehen.

Eine kleine Geschichte dazu:

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Kurban für die Armen

Es ist mal wieder soweit. Nach dem Fest ist vor dem Fest. Die Zeit verfliegt zwischen dem Ramadanfest (Eid ul Fitr) und dem Opferfest (Eid ul Adha). Es liegen nur ca. 2 Monate dazwischen. Wie in den vergangenen 7 Jahren wollen wir auch dieses Jahr wieder Kurban (Opferhammel) an bedürftige Familien verteilen.

Ein Hammel kostet in Gambia 150€. Nach der Überarbeitung unserer „Memberlist“ versorgen wir zur Zeit 178 Familien. Darunter Witwen und Witwer, Waisen und Halbwaisen.

Ein Kurban kostet in Gambia etwa ein 6-faches Gehalt eines Wachmannes oder ein 3-faches Gehalt eines Lehrers. So ist es für fast jede Familie schwer dafür zu sparen. Ganz ungünstig ist dann auch, wenn das Opferfest mit den Jahresgebühren für die Schulen der Kinder zusammenfällt. Dann geht oft gar nichts mehr und sogar Mieten und andere lebenswichtige Kosten können nicht mehr gezahlt werden.

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Waisen vs. Schule oder der Ausbildungsfonds

Waisen vs Schule. Klingt nicht gut, aber eine Waise zu sein und zur Schule gehen zu wollen, schließt sich eigentlich aus. Selbst als Halbwaise oder gar Kind geschiedener Eltern hast du nicht wirklich eine Chance auf Bildung.

Das wurde mir wieder besonders klar, als ich die Namen unserer gesponserten Kinder durchging. Von den 20 Kindern, die wir in den letzten Jahren gesponsert haben, sind nur 4 keine Waisen oder Kinder geschiedener Eltern.

Zur Zeit sponsern wir 7 Schüler bzw Studenten, davon 4 Waisen. Das sind die 4 Schüler auf dem Bild.

Der Erste ist Saidou. Er ist Vollwaise. Ihn hat eine Mann aufgenommen, dessen erste Frau gestorben ist, und dessen zweite Frau jetzt die Kinder aus der ersten Ehe, ihre eigenen und Saidou versorgt. Saidou ist in der 6. Klasse und ist sehr gut in der Schule.

Die Zweite ist Nyima. Sie geht in die 7. Klasse einer Junior School. Sie ist Halbwaise und ihre Mutter kümmert sich komplett alleine um die Großmutter, Nyima und ihren Bruder. Ihre Mutter Fatou arbeitet bei uns im Büro. Sie arbeitet sehr gut, nur nachdem bei ihr Diabetes diagnostiziert wurde, ist sie eben auch oft krank. Außerdem muss sie sich auch noch um ihre asthmakranke Mutter kümmern. Gerade heute hatte die Mutter wieder einen Asthmaanfall und musste von ihrer Tochter ins Krankenhaus gebracht werden.

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3 Bullen zum Fest

Mit vielen Fotos und Videos

Lange sah es so aus, dass es schwierig wird, dieses Jahr das Geld für einen Bullen zum Fest zusammengekommen. Doch plötzlich überschlugen sich die Spenden förmlich, und es ging alles ganz schnell auch den dritten Bullen gesponsert zu bekommen.

So weit so gut, nun war das Geld auf dem deutschen Vereinskonto. Es von dort möglichst kostengünstig nach Gambia zu bekommen ist eine Kunst für sich.

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Zakat ul Fitr – Die Reisverteilung in Bildern

Es war überwältigend wie viele Spenden für Zakat ul Fitr bei uns eingegangen sind. Ab Samstag vor dem Fest konnten wir dann keine Zakat ul Fitr Spenden mehr annehmen. Das habe ich dann auch auf allen meinen Kanälen verkündet. Das Abpacken musste zu einem bestimmten Zeitpunkt beendet sein, da wir ja noch das Schlachten der Bullen vorbereiten mussten. Hinzu kommt noch, dass wir nach dem Einbruch ja kein Bargeld mehr in Gambia haben und alle Spenden mühsam aus Deutschland nachholen müssen.

So kam am Sonntag ein guter Freund aus Deutschland und brachte Nachschub. Sobald das Geld in unseren Händen war riefen wir unseren Lieferanten an und bestellten die 25 Säcke Reis. 25 Säcke sind 1250 Kg Reis. Diese sollten dann in 3 Kg Portionen abgepackt werden. Am Montag kamen wir dann gerade an dem Geschäft vorbei als unsere Säcke auf die Schubkarren gepackt wurden.

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Charityessen – ein Segen für die Gemeinden

Zur Zeit passiert so viel, dass ich mit dem Schreiben kaum noch hinterher komme. So ist es nun schon am Donnerstag gewesen, dass wir ein Charityessen für 100 Personen zubereitet haben. So ein Essen ist ein Tagesprogramm für uns. Gleich nach dem Morgengebet um 6 Uhr wurde eine Ziege geschlachtet. Mit dem Fleisch ging es dann direkt in unser Büro nach Bakau. Dort warteten schon die Köchinnen mit den Zutaten, die am Tag vorher eingekauft wurden. Sie schnitten das Gemüse, brieten das Fleisch mit dem Gemüse in einem riesengroßen Topf.

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Eine großartige Ummah, eine starke Gemeinschaft

Als ich am Montag früh erwachte und wusste, dass nun endlich wieder der ersehnte Reis an die Witwen ausgeteilt werden kann, fiel mir ein Stein vom Herzen. Danke Allah, dass du es wieder möglich gemacht hast. Ich sage es deswegen so ausdrücklich, weil mir nach dem Einbruch und der darauf folgenden Welle der Hilfsbereitschaft einmal mehr klar geworden ist, dass wir Menschen nur Werkzeuge Gottes sind, und er mit einem Augenzwinkern etwas zulassen oder verhindern kann. Alles Planen und Streben des Menschen kann innerhalb von Sekunden zunichte gemacht werden. Das ist unter anderem auch der Grund, warum Muslime über jede Handlung, die in der Zukunft liegt „in shaa Allah“ sagen (wenn Allah will).

In unserem Fall wurden wir an einem Vormittag unseres gesamten Geldes beraubt. Hier der Artikel dazu

Im ersten Schock, siehst du keinen tieferen Sinn dahinter und verstehst die Welt nicht mehr. Doch viele Außenstehende deuteten schon an, dass ein tieferer Sinn (Hikma) dahinter stecken wird. Ich denke, diesem sind wir jetzt ein wenig auf die Spur gekommen. So klärte sich intern, wer mit dieser Belastung umgehen konnte und wer nicht. So hat uns ein Mitarbeitet verlassen, dessen Charakter scheinbar doch nicht so gefestigt ist, wohingegen andere, die in der Vergangenheit sich als etwas lahm erwiesen hatten, plötzlich zur Hochform auflaufen.

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Wie alles anfing

Oft werde ich gefragt, warum wir das alles hier machen, und wie es dazu gekommen ist. Das ist recht schnell erklärt. Als ich 1998 zu Besuch in Gambia war, hat mich meine Schwägerin zu dem Kindergarten ihrer Tochter mitnahm. Dort realisierte ich, dass es damals in einem Land mit 95% Muslimen es ausschließlich christliche Kindergärten gab. Das wäre ja alles kein Problem, wenn es da nicht die Versuche gäbe, aus den kleinen Muslimen kleine Christen zu machen. Für das Aufsagen christlicher Gebete und andere Rituale hatte ich wenig Verständnis bei ausschließlich muslimischen Kindern. Meine kleine Nichte betete folglich vor dem Essen wie sie es im Kindergarten gelernt hatte, und der Sohn einer Freundin sang beim Malen eines Bildes „Oh Jesus, my Lord“

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Opfern für die Seele

In vielen Religionen gibt es das Darbringen eines Opfers. In den monotheistischen Religionen ist es meist ein Tieropfer.

Wie schon im Alten Testament offenbart, war Ibrahim (Abraham) auf Befehl Gottes bereit, seinen Sohn zu opfern, so tief war sein Glaube. Die Muslime gedenken dieser Situation an ihrem Eid-ul-Adha, dem Opferfest.

Doch auch heutzutage gibt es viele Gelegenheiten, zu denen praktizierende Gläubige Tiere (meist Hammel) opfern. Sei es für ein neugeborenes Baby, oder sei es für die Erfüllung eines Bittgebetes. Für viele Gläubige ist dieses Ritual ein wichtiger Bestandteil ihrer Religion und eine Win-Win-Situation für die Beteiligten. Die Spender erfüllen ein Opfer und die arme Bevölkerung hat an diesem Tag eine Fleischmahlzeit, das sonst nur zu den Festen vorkommt (wenn überhaupt). Auch wir freuen uns jedes Mal über die spirituelle Atmosphäre. Ein Imam kommt. Er oder mein Mann liest ein Bittgebet für die Familie, das Fleisch wird in kleine Portionen geteilt und dann an die ärmsten im Ort verteilt.

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Ramadan 2018 – nicht ganz so wie beabsichtigt (m. Fotostrecke)

Help the poor and the needy e.V. wünscht allen Muslimen einen gesegneten Ramadan.

Aufgrund unseres aktuellen Problems (s. Artikel) mussten wir diesmal „kleinere Brötchen backen“ sprich kleinere Pakete packen. Nachdem bekannt wurde, dass uns unsere Projektgelder aus dem Safe gestohlen wurden, kamen viele Bekannte, Freunde und Bedürftige in unser Büro und fühlten mit uns. Einige haben sogar geweint. Ramadan 2018 – nicht ganz so wie beabsichtigt (m. Fotostrecke) weiterlesen

Nähen statt Lampedusa – ein Zwischenbericht (mit Video)

oder Wie gehen wir mit Nachhaltigkeit um.

Nach all den schlechten Nachrichten, nun mal eine gute. Unsere kleine Nähschule nimmt richtig Fahrt auf. Am 1.5. war Halbzeit und die Jungs sind schon sehr fit. Sie können schon Hemden mit Kragen und Knopfleiste nähen und Hosen mit Bund, Bundfalten und Gürtelschlaufen. Bei eingehender Betrachtung muss das Nähwerk noch etwas sauberer verarbeitet werden, doch Übung macht ja bekanntlich Meister. Überzeugt euch selbst. Wenn ihr das Video seht, wird euer Herz aufgehen.

Und wenn sie dann erst Meister sind, und eine Familie mit ihrem Beruf ernähren können, dann haben sie und auch wir es offensichtlich geschafft.

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Nach 20 Jahren erfolgreicher Arbeit nun die Katastrophe

Ein Schicksalsschlag am Montag Mittag

Allah prüft jeden von uns in verschiedenster Weise. Diesmal waren wir an der Reihe.

Am Montag, den 30.4. waren wir von 10-14 Uhr in unserem Vereinsbüro. Als wir um 14 Uhr nach Hause kamen, war zunächst alles wie gewohnt. Ich hatte die Tür zu unserem Schlafzimmer verschlossen, weil wir dort in einem Safe das Geld deponierten, das wir am 2. Mai für die Reislieferung ausgeben wollten. Am Tag darauf sollten die Waren für die Iftarpakete gekauft werden. Auch die anderen Projekte, für die ich in Deutschland Geld gesammelt hatte, sollten zügig noch vor Ramadan in Angriff genommen werden. Den Rest des Geldes wollten wir dann zur Bank bringen. Denn wenn das Geld erst einmal auf der Bank ist, musst du 2 Tage vorher Bescheid sagen, um Teilbeträge zu bekommen.

Vielleicht auch noch zur Erklärung: Was in Europa Gang und Gebe ist, mit EC Karte oder Überweisung zu bezahlen, hat hier leider noch keinen Einzug gefunden. Nur wenige haben ein Konto und seit zwei Jahren ist es auch nahezu unmöglich ein Konto einzurichten, da man dazu einen Personalausweis benötigt. Doch die Maschine, die die Ausweiskarten druckt, seit zwei Jahren kaputt bzw. verschwunden ist. Einen Pass zu beantragen kostet etwa 2 Monatsgehälter, also für die meisten auch keine Alternative. So werden meist Gehälter und Warenlieferungen bar bezahlt.

Als ich nun um 14 Uhr die Tür des Schlafzimmers aufschloss, wunderte ich mich zunächst über die offenen Schranktüren, Nach 20 Jahren erfolgreicher Arbeit nun die Katastrophe weiterlesen

Aktuelles vom Verein

Wie ihr ja bestimmt wisst, bin ich gerade in Berlin. Doch auch das Leben in Gambia und besonders die Probleme dort, gehen natürlich weiter. Im Folgenden möchte ich euch jetzt fünf unserer aktuellen Projekte vorstellen, für die wir dringend Spenden benötigen. Für drei der Projekte kann ich keine Beträge angeben, da sie voraussichtlich nicht von uns alleine getragen werden können oder noch in der Berechnung sind. Für diese Projekte schlage ich vor, wer etwas spenden möchte, spendet, was ihr könnt. Die Beträge, die hier zusammen kommen, werden wir den Betreffenden dann zukommen lassen.

Familie Cambie in Not

Mr. Cambie wohnt mit seiner Familie in Brikama. Anfang Januar brannte das Haus, in dem sie wohnten komplett aus. Ich habe den Bericht der Feuerwehr gesehen. Brandursache war ein Kurzschluss in dem Zähler. Die Familie hat buchstäblich alles verloren. Es gibt noch sehr viel mehr Fotos, die das ganze Drama belegen. Wer kann sich vorstellen, einen kleinen Beitrag zu leisten, damit die Familie langsam wieder zum normalen Alltag zurückkehren kann.

VZ: Hausbrand

Eine gute Idee für Mariama

Sicherlich erinnert ihr euch an Mariama. Sie verlor erst ihr Haus, dann verließ sie ihr Mann, dann wurden ihre vier Töchter geisteskrank und schließlich bekam sie einen Schlaganfall. Ihr Schicksal ging uns so nahe, dass wir halfen wie kaum jemand anderem. Mit Gottes und eurer Hilfe konnten wir ihr ein Jahr ein Dienstmädchen und Essen, die Medikamente ihrer Tochter, die bei ihr wohnt und die Schulgebühr für den Enkelsohn bezahlen. Irgendwann kam dann direkt neben dem Bett ihrer Tochter die Decke herunter, 5 Minuten, nachdem die Tochter das Zimmer verlassen hatte. So haben wir ihr dann auch mit der Mietkaution und den ersten Mieten in ihrer neuen Wohnung geholfen. Mehr über ihr Schicksal könnt ihr in dem Artikel „Mariama, ein Vorbild in Sachen Geduld“ nachlesen.

Doch da all das natürlich keine nachhaltige Hilfe ist, ist es ein wenig wie ein Fass ohne Boden. Daher kam nun folgende Idee auf:

Ein Teil ihres Familiengrundstücks gehört ihr, und dort möchte sie jetzt ein kleines Häuschen bauen für sich, ihre Tochter und ihren Enkel. Die Baukosten werden gerade ermittelt, und ich warte auch noch auf ein Foto von dem Grundstück. Wer könnte sich vorstellen, Mariama bei dieser dann doch nachhaltigen Hilfe zu unterstützen. Da keiner aus der Familie arbeiten kann, ist sie von Spenden abhängig. Mit dem Bau eines kleinen Häuschens, könnte sie dann wenigstens die Miete einsparen.
Von dem Geld, was gespendet wird, werden wir Baumaterial kaufen. Wir werden dann Schritt für Schritt mit dem Bau anfangen bis das Haus fertig ist. Je nachdem wie viel Geld zusammen kommt.

Bitte helft Mariama, eine gute Tat ist euch sicher.

VZ: Mariama

Haruna fehlt nur noch ein kleiner Schritt zur Erfüllung seiner Träume.

Er hat es tatsächlich geschafft. Kurz vor meiner Abreise kam er in unser Büro und hat uns die Dokumente der Botschaft gezeigt. Er hat alle Papiere für ein IT-Studium in Amerika zusammen und könnte jederzeit seine Reise antreten, wenn nicht das Geld für das Visum wäre. Es fehlen im noch 125€, um das Visum zu bezahlen. Wer kann ihm helfen, vielleicht auch mit Teilbeträgen, damit er sich auf die Reise begeben kann.

Verwendungszweck: Haruna

Artemisia

Erinnert ihr euch. Letztes Jahr war ich bei dem Brufut-Garden Projekt. Es hat uns so gut gefallen, was Lamin und seine Kollegen dort machen. Die Artemisia-Pflanze hilft extrem gut als Prophylaxe gegen Malaria. Es heißt eine Woche je eine Tasse Artemisia-Tee trinken und man bekommt ein ganzes Jahr keine Malaria. Das Projekt wird in Schulen vorgestellt, die Kinder bekommen eine Pflanze mit nach Hause, und wer sie gut pflegt und groß werden lässt, bekommt im nächsten Schuljahr die Uniform bezahlt. Ich finde, das ist ein ganz tolles Projekt, das es sich zu unterstützten lohnt. Nun schrieb Lamin, dass ihm die Samen ausgehen. Die Recherchen einer guten Freundin und Artimisafan hat recherchiert, dass es ein Starterkit mit 5000 Samen zu kaufen gibt. Das Kit kostet 115€. Wer kann uns helfen, dieses Kit zu kaufen, damit die Artemisia-Produktion in Gambia weiter gehen kann. Hier ein Link zu dem Artemisia Starterkit. Wer uns dabei helfen möchte, bitte den Verwendungszweck: Artemisia angeben.

VZ: Artemisia

The Masterminds for Change

Zum Schluss noch ein Projekt, dass mir besonders gut gefällt.

Einige Gambier haben inzwischen schon verstanden, dass eine Änderung ihrer Lebensverhältnisse in erster Linie von ihnen ausgehen muss. Drei Männer und drei Frauen haben sich zusammen gefunden und arbeiten jetzt an einem Konzept, wie sie Gambias Jugend auf einen besseren Pfad bringen können, mehr Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen, Prioritäten zu setzen und bewußter zu leben.

Ihr Konzept findet ihr hier: The Masterminds for Change

Sie benötigen Geld für die Umsetzung ihrer Projekte wie Einführung eines Fernsehprogramms, Fortführung ihrer wöchentlichen Radiosendung, Ausrichtung von Konferenzen und anderer Werbung jeglicher Art. Außerdem sind sie immer auf der Suche nach Fachliteratur und sehr aktiv. Bei jedem Event können sie ein paar Jugendliche überzeugen aus ihrem Dornrößchenschlaf zu erwachen und nicht mehr die Verantwortung für ihr Schicksal bei der Regierung zu suchen, sondern selbst anzupacken und ihr Leben zu gestalten. Ich finde diese Initiative bewundernswert und würde mir wünschen, dass wir sie bestmöglich unterstützen können.

VZ: Masterminds

Bitte helft uns weiter.

Zucker, Zucker, Zucker

Zucker – die Süße des Lebens, Energiespender, Kalorienbombe und was ihm sonst noch so nachgesagt wird.

Aus Vernunftsgründen lehnen ihn viele ab, aber irgendwie wollen ihn auch alle haben. Zucker ist ungesund, macht die Zähne kaputt! So werden Lightprodukte entwickelt, die letztlich mehr Fett als Zucker enthalten, denn irgendwo muss der Geschmack ja herkommen.

Immer mehr Menschen beschäftigen sich mittlerweile privat mit dem Thema Zucker. Denn die Industrie tut es auch. In dem Film „Voll verzuckert“ wird auf eindrucksvolle Weise dargestellt, wie die Zuckerindustrie uns im Griff hat. In etwa 80% aller Lebensmittel in einem Supermarkt befindet sich Zucker. Es sind versteckte Zuckerarten im Brot, im Käse, in fast allen Produkten, die industriell hergestellt werden. Auf diese Weise nehmen laut Statistiken die Deutschen täglich etwa

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Am Samstag in Kuloro

Erinnert ihr euch? Letztes Jahr haben wir für 10 Matratzen für die Bewohner des Dorfes Kuloro gesammelt. Letzten Samstag war es dann endlich soweit, und wir haben die Matratzen kaufen und ins Dorf bringen können.

Das klingt jetzt alles ziemlich sachlich, aber Kuloro war wie immer ein sehr aufregender Ausflug.

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Physiotherapie in Gambia

Physiotherapie in Gambia

Das Spannende an meinem Job ist, dass ich durch die Nöte unserer Bedürftigen immer wieder neue Dinge entdecke, was es in Gambia alles gibt.
So führte uns Alagie, der 2013 einen schweren Unfall hatte, einige Zeit im Rollstuhl saß und jetzt wieder, dank vieler Sitzungen Physiotherapie an einer Krücke gehen kann, zu seinem Phyisotherapie-Studio. Der Weg ging durch die verkehrsreichste Strasse Gambias, mit vielen Staus und noch mehr dreckiger Luft, aber als wir ankamen, war es wie eine kleine Oase mit Blumen vor der Tür und absoluter Stille im Inneren.

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Was es sonst noch über das Essen in Gambia zu sagen gibt

Um im Bild zu bleiben, möchte ich heute noch einmal über den berühmten Tellerrand schauen. Denn das, was sich in anderen Ländern zum Thema Essen abspielt, kann doch schon sehr anders sein.

In meinem letzen Artikel vergaß ich, über die Meeresfrüchte zu schreiben. Das Erstaunliche daran ist, dass Krabben (Größe 1 – das sind die ganz großen) das Kilo schon für 2,50€ gibt, und auch Austern (ihr lest richtig, ich habe eben extra noch einmal im Wörterbuch nachgeschaut, denn hier sagt man „Oyster“ dazu) kosten für einen vollen Teller 1€. Die sind natürlich schon aus der Schale, und somit ganz schön viele. Was für uns so etwas besonderes ist, ist hier eher Alltag.

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So isst man in Gambia

Reis, Reis, Reis. Beginnen wir die Story mit einer wahren Begebenheit. Als ich einmal nach Deutschland flog, setzte sich ein Ehepaar in die Reihe vor mir. Sie ließen sich in die Sitze fallen mit den Worten: „Gott sei dank, nie wieder Reis.“ Ich grinste vor mich hin, denn auch ich versuche außerhalb Gambias auf Reis zu verzichten. Wenn Gambier für dich kochen, gibt es in der Regel Reis mit Soße. Irgendwie kann man es ja verstehen. Reis macht satt, ist relativ nahhaft, Reis ist im Verhältnis zu anderen Lebensmitteln günstig, und wenn du dann auch noch den hier so beliebten Bruchreis nimmst, dann wächst die Menge explosionsartig im Topf an. D.h. von einer kleinen Menge Reis können viele Mägen satt werden.

Ok, das zu den Basics. Doch was dazu? Die meisten essen aus Kostengründen Fisch zum Reis. Ein Kilogramm Fleisch kostet genauso viel wie in Deutschland, so kann sich jeder selbst ausrechnen, wie oft ein Arbeiter mit 30-50€ Gehalt im Monat wohl Fleisch essen kann. Übringens habe ich hier noch nie Lamm- oder Kalbfleisch gesehen. Die Kleinen werden hier nicht geschlachtet. Dafür aber die alten Kühe oder Bullen, das dann manchmal bedeutet, 4 Stunden Fleisch vorkochen. Wohl dem der einen Schnellkochtopf hat. So isst man in Gambia weiterlesen

Leben mit Analphabeten

Das Leben in einem Land mit 30-40% Analphabeten unterscheidet sich schon sehr von dem in einem Industrieland. Da gibt es für unsereins viel zu lernen. Die Übermittlung von Informationen und damit auch die Art der Information muss in vielen Fällen völlig neu überdacht werden. So spielt beispielsweise das Radio in Gambia noch eine sehr große Rolle. Da das Radio seit je her nicht zu meinem gewohnten Umfeld gehört, vergesse ich es oft. Bemerke dann aber immer wieder, wenn ich auf bestimmte Sendungen hingewiesen werde, wie interessant es doch sein kann.

Viele junge Menschen, mit neuen erfrischenden Ideen sprechen dort, Institutionen, die junge Menschen in die Selbständigkeit führen wollen, stellen sich vor, und religiöse und spirituelle Themen werden dort diskutiert. Selbst Ernährungsberatung habe ich schon gehört. Immer wieder überraschend für mich, wenn ich mich gerade so schön eingehört habe, dann die Aufforderung an den Sprecher nun noch einmal alles in eine der 8 gambischen Sprachen zu übersetzen. Ich frage mich dann immer, wer bis jetzt auf englisch zugehört hat und nichts verstand, ist der noch dabei?

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Kümmern wir uns?

Vielleicht klingt dieser Titel etwas seltsam. Aber hier in Gambia verrutschen unsere  Sichtweisen auf bestimmte Dinge mitunter.

Stellt euch folgende Situation vor: Du hast gerade dein letztes Examen im Abitur geschrieben, möchtest erst einmal durchatmen und zur Ruhe kommen nach all dem vielen Lernen und dich neu ordnen. Nun stellst du fest, dass es auf Grund unendlich vieler Bestimmungen und Regeln nicht so einfach ist deinen Traumberuf zu erlernen. Du beschäftigst dich also wochenlang damit, irgendwie an deiner Zukunft zu arbeiten. Was geht mit welchem Zeugnis und warum, besser warum nicht, du recherchierst bis der Computer qualmt, läufst Wege bis zur Erschöpfung, um vielleicht doch noch den einen wichtigen Stempel oder diese oder jede Beglaubigung zu bekommen.

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