Zucker, Zucker, Zucker

Zucker – die Süße des Lebens, Energiespender, Kalorienbombe und was ihm sonst noch so nachgesagt wird.

Aus Vernunftsgründen lehnen ihn viele ab, aber irgendwie wollen ihn auch alle haben. Zucker ist ungesund, macht die Zähne kaputt! So werden Lightprodukte entwickelt, die letztlich mehr Fett als Zucker enthalten, denn irgendwo muss der Geschmack ja herkommen.

Immer mehr Menschen beschäftigen sich mittlerweile privat mit dem Thema Zucker. Denn die Industrie tut es auch. In dem Film „Voll verzuckert“ wird auf eindrucksvolle Weise dargestellt, wie die Zuckerindustrie uns im Griff hat. In etwa 80% aller Lebensmittel in einem Supermarkt befindet sich Zucker. Es sind versteckte Zuckerarten im Brot, im Käse, in fast allen Produkten, die industriell hergestellt werden. Auf diese Weise nehmen laut Statistiken die Deutschen täglich etwa

90 Gramm Zucker zu sich. In dem Film unterzieht sich Damon Gameau einem Experiment. Er versucht 60 Tage lang täglich 40 Teelöffel Zucker (160 gr.) zu essen und lässt sich dabei medizinisch begleiten. Schon nach kurzer Zeit werden bei ihm Zeichen einer Fettleber festgestellt.

Doch was hat das alles mit Gambia zu tun?

Bei unser alljährlichen Ramadan-Paket-Ausgabe ist auch immer Zucker dabei. Der durchschnittliche Gambier geht nie in einem Supermarkt einkaufen. Das heißt im Umkehrschluss, dass er auch nie versteckte Zucker zu sich nimmt. Gambische Hausfrauen kaufen ausschließlich auf dem Markt ein. So ist Zucker für sie direkt erlebbar. So kommt es auch schon einmal vor, dass sich Gambier in ihre eine Tasse Tee am Tag 9 Löffel Zucker gönnen, oder den berühmten grünen Tee (Ataya) sehr süß zubereiten, doch das ist dann auch schon der einzige Zucker am Tag.

Da ich beispielsweise nie Zucker in Kaffee und nur selten in den Tee tue, die Süßigkeiten hier nicht schmecken, nehme ich, wenn wir nicht gerade backen (selten) oder Baobab-Saft zubereiten (selten) manchmal wochenlang keinen Zucker zu mir. So kommt es dann auch öfter vor, dass ich hoffnungslos unterzuckert bin und mein Körper mit Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüchen und totaler Schwäche reagiert. Ein Löffel Zucker oder Honig hilft dann. Das nur zur Veranschaulichung, wie in anderen Ländern mit Zucker umgegangen wird.

Wenn ich nun also schreibe, dass wir im Ramadan für eine zehn-köpfige Familie 7,5 Kg Zucker für 30 Tage ausgeben wollen, dann sind das 250 Gramm am Tag, pro Kopf 25 Gramm. Eine durchschnittliche deutsche Familie mit 10 Familienmitgliedern würde laut Statistik im gleichen Zeitraum 30 Kg Zucker zu sich nehmen. So seht es mir bitte nach, dass ich im Ramadan um den Zucker bitte, der wirklich ein großes Geschenk für die Bedürftigen ist, die wir unterstützen. Ein Deutscher isst etwa 4x soviel Zucker am Tag.

Die anderen Lebensmittel in unserem Ramadan-Paket für 30 Tage sind:

  • 5 Liter Öl (ähnliche Erklärung wie beim Zucker, versteckte Fette etc.)
  • 2 Packungen Teebeutel (200 Beutel)
  • 1 Karton Maggi-Würfel
  • 1 Großes Glas Mayonaise
  • 1 große Dose Pulvermilch
  • 1 Packung Datteln

Das ganze Paket kostet 25€. Wer sich anschließen möchte, kann es über PayPal oder unser Bankverbindung bezahlen. VZ Ramadan 2018

Derzeit unterstützen wir 150 Familien. Letztes Jahr konnten wir insgesamt 300 Pakete verteilen, es war ein großes Erlebnis für den ganzen Ort.

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