Rückblick mit Fotos

Rückblick. Es ist so viel passiert in den letzten 14 Tagen, dass ich nicht wusste, wo ich anfangen soll mit dem Erzählen. Deswegen habe ich das Schreiben dieses Blogs ein wenig vor mir hergeschoben. Sorry dafür. Doch jetzt habe ich eine Liste der kürzlich abgeschlossenen Projekte. So ist es etwas einfacher das Wirrwarr in meinem Kopf zu bändigen.

Gott sei‘s gedankt, wir konnten wirklich viel Gutes tun. Großer Dank auch an die Spender, die das alles ermöglicht haben.

Ende Oktober kam nun der Container mit den ersten Spenden. Leider sind nicht alle Kartons mitgekommen, aber schon ein großer Teil.

Nyima hat ihren Kühlschrank bekommen. Sie braucht besonders den unteren Gefrierschrank, da sie Eis machen, und es an die Schulkinder verkaufen möchte. Sie ist alleinerziehende Mutter von 7 Kindern. Für Gambia so etwa die schwierigsten Lebensbedingungen, die man sich vorstellen kann. Aber sie kämpft für sich und ihre Kinder.

Ibrahim konnte den Rollstuhl für seinen Onkel abholen, der nach einem Schlaganfall nicht mehr laufen kann. Auch sie sind sehr glücklich, da es die Lebensqualität der Familie enorm verbessert.


Borry bekam einen Inhalator. Er ist stark Asthma-geschwächt und das Inhalieren zu Hause gibt auch ihr ein Stück Lebensqualität zurück. An schlimmen Tagen musste er 3x täglich ins Krankenhaus zum Inhalieren. Jetzt kann er es zu Hause machen und auch noch den Kinder der Umgebung helfen.

Auch Fanta ist überglücklich. Mit eurer HIlfe konnten wir ihr das erste Level eines Computerkurses bezahlen und sie hat ziemlich gut abgeschnitten (72%), obwohl sie zu Hause keinen Computer hatte zum Üben. Dank einer Spende einer lieben Freundin, ist auch dieses Problem jetzt gelöst. Heute brachte sie mir ihr Zeugnis, und ich konnte ihr den gespendeten Computer aus dem Container übergeben. Sie war vor lauter Freude den Tränen nahe. Fantas Hilfe ist noch nicht abgeschlossen, aber es ist vielleicht eine schöne Erinnerung an unseren Ausbildungsfonds für junge Menschen, auch eine Möglichkeit, sie vom Marsch durch die Wüste abzuhalten.

Ein anderer Weg, sie davon abzuhalten ist unsere neue Nähschule. Am 1.11. konnten wir die Schule eröffnen. Leider etwas spät, weil wir Probleme hatten genug Schüler zu finden. Doch jetzt, nachdem wir eröffnet haben, kommen immer mehr, so dass wir jetzt schon eine Morgen und eine Nachmittagsschicht eingerichtet haben. Doch mehr dazu in einem gesonderten Blogartikel.

Dann am 2.11. wieder unsere Reisausgabe. Inzwischen können wir 29 Familien mit Reis helfen. Es ist ein wirklich sehr gutes Projekt. 25€ monatlich für einen Sack Reis ist für uns Europäer oft kein so großes Opfer, aber für die Witwen Gambias ist es ein Geschenk des Himmels.

Dass die kleine Madrassa von Omar Jammeh schon vollständig gesponsert wurde, schrieb ich ja schon. Sobald die Sachen gekauft wurden, werdet ihr auch darüber informiert.

Noch eine Erfolgsgeschichte. Vor einiger Zeit baten wir um Hilfe für Musa Sonko, der sich eine Protese für sein amputiertes Bein wünschte. Eine liebe Freundin unseres Vereins übernahm die Kosten, und Musa und seine Mutter fuhren nach Senegal, um ihm ein neues Bein anpassen zu lassen. Er ist sehr glücklich und möchte jetzt wieder zur Schule gehen.

Auch Mr. Tamba unserem Donkey-Mann, der unseren Müll vom Büro entsorgt, konnten wir helfen. Er brauchte ein Paket Wellblech, um sein Dach zu reparieren. Ihr glaubt gar nicht wie glücklich man hier Menschen mit 30€ für ein Paket Wellblech machen kann.

Nun noch die Matratzen für Kuloro. Aktueller Spendenstand sind 9 Matratzen. Wir brauchen 10 für 10 aus gewählte Familien. Meint ihr, da geht noch etwas? Eine Matratze kostet 50€.


Das waren die Ereignisse, die erfolgreich begonnen bzw. abgeschlosssen sind.

Doch jetzt kommen noch zwei Projekte für die wir eure Hilfe brauchen. Es handelt sich um zwei kleine Jungen, die beide in misslichen Situationen sind und ohne unsere Hilfe ein trauriges Leben führen werden.

Der erste Junge ist Edward Mendy. Er ist 9 Jahre alt, und sein linkes Ohr ist verstümmelt. In Gambia kann man ihm nicht helfen auch im Senegal ist es nicht sicher, ob die Ärzte gut genug sind, ihm zu helfen. Wir suchen immer nach guten Ärzten , die vielleicht mal für ein oder zwei Wochen nach Gambia kommen möchten, um hier gezielt zu helfen. Für unsere Elefantiasis Patienten haben wir auch noch keinen Arzt gefunden.


Ein anderer kleiner Junge ist Seikou Sarr (5). Er ist stumm und ein Waisenkind. Für ihn überlegen wir noch, was ihm am besten langfristig helfen würde. Doch wer immer etwas spenden möchte, kann es gerne tun. Wir leiten es auf jeden Fall weiter.

Eine andere schöne Geschichte haben wir gestern erlebt. Wir haben einen Garten besucht, in dem hauptsächlich Artemisia Annua (Beifuß) Pflanzen angebaut werden. Die Gärtner dort sind leidenschaftliche Heilpflanzen-Experten. Aus der Schweiz haben sie 60000 Samen geschenkt bekommen, die sie aber nicht auf ihrem eigenen Grund und Boden anbauen können. So suchen sie jetzt Partner, die auch Artemisia anbauen und verteilen. Ein bewährtes Konzept ist zum Beispiel einen Vortrag in einer Schule zu halten und jedem Schulkind eine Pflanze für zu Hause mitzugeben. Die drei Gärtner haben ein enormes Wissen über Stachelannonen, Papaya, Moringa und vieles mehr. Spezialisiert haben sie sich auf Artemisia, eine Pflanze, die nachweislich Malaria heilt bzw. Eine Tasse Tee pro Tag für sieben Tage beugt Malaria für ein ganzes Jahr vor. Ihr Hauptinteresse liegt jetzt darin, diese Information und die Pflanze selbst an die Bewohner Gambias zu verteilen, um so die Malariakrankheit einzudämmen. Wir wollen ihnen gerne dabei helfen und arbeiten jetzt an Konzepten dazu.


Ihr seht, es ist viel passiert in den letzen 14 Tagen. Ich werde mir Mühe geben, künftig zeitnaher zu schreiben, aber manchmal überschlagen sich hier die Ereignisse. Ich freue mich schon auf eure Kommentare oder vielleicht auch Ideen zu dem einen oder anderen Projekt.

Advertisements

4 Kommentare zu „Rückblick mit Fotos“

  1. Ich finde die Leistung,die ihre mit wenigen Mittel errungen haben beneidend. Gut,gut!!
    Frage: die Pflanzen die im kleine Plastikbecher zu sehen sind, aus nationalen Saat oder Import (G.manip…)?

    Gefällt mir

    1. Die ersten Samen haben sie aus der Schweiz geschenkt bekommen. Danach haben sie sie aus den eigenen Pflanzen gewonnen. Ich denke nicht, dass sie genmanipuliert sind, da der Verein in der Schweiz sich ausschließlich mit Heilpflanzen beschäftigt.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s