Gestern bei unserem Sorgenkind Kuloro

Die Menschen in „unserem“ Dorf Kuloro sind mir richtig ans Herz gewachsen. Es ist natürlich nicht unser Dorf, aber ich fühle mich dem Menschen dort sehr nahe. Sie sind so lieb und so bescheiden in ihrer Armut, dass wir sie wirklich nur bewundern können. Ich nehme euch jetzt mit auf unseren kleinen Ausflug.

Nach einer Stunde Fahrt kamen wir in dem kleinen Dorf an. Der Weg von der Hauptstraße zum Dorf, der wegen der Regenzeit total zugewachsen war, glich eher einer Berg- und Talfahrt, aber dass kennen wir ja schon. Alle Sandwege sind während und kurz nach der Regenzeit kaum zu gebrauchen. Aber … am Wegesrand stehen wunderschöne Bäume. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass es Mahaghoni-Bäume sind. Aus ihnen, wenn sie nicht so verwachsen sind wie dieser, werden die Boote, Möbel und die Dachkonstruktionen gebaut. Dennoch für mich unheimlich schön anzusehen.

Überhaupt ist es in der Regenzeit mit dem vielen Grün irgendwie paradiesisch dort. Ein Ort zum Innehalten, Entspannen und zu sich selbst finden. Auch die Ruhe ist phantastisch. Wenn keiner spricht, hört man nur die Vögel oder die Ziegen.

Dort angekommen, wurden ersteinmal die 3 Säcke gebrauchte Kleidung ausgeladen. Gestern habe ich keinen Bewohner dort gesehen, der keine Löcher in der Kleidung hatte, das war traurig. Für mich, ich denke die Leute dort, nehmen es nicht so genau.


Aber eigentlich ging es ja um die Moschee, die wir dort bauen. Wie überall auf der Welt, war auch hier der Kostenvoranschlag nicht richtig und jetzt fehlt noch etwas Geld zur Vollendung. Wer also Freude daran hat, sich noch ein wenig Hasanat zu verdienen, darf uns gerne unterstützten. Diesmal sind wir mit unserem Constructor hingefahren, und er übernimmt jetzt das Kommando und wird die Moschee fertig bauen. So Gott will.


Geschlagene zwei Stunden diskutierten die Männer wie es nun am Besten gemacht wird. Nun wird die Moschee wohl bald fertig sein. In shaa Allah.


Doch etwas anderes hat mich noch sehr bedrückt. Eine ganz liebe Frau, Sira, die mich immer „my berry berry good friend“ nennt, lebt wohl unter den ärmsten Umständen, die mir begegnet sind. Sie führte mich in ihr Haus, das aus zwei Räumen besteht. Eine Küche und ein Wohnzimmer. Im Wohnzimmer auf dem Boden liegt eine silberne Isomatte und darüber hängt ein Moskitonetz, darauf schläft die ganze Familie. In der Küche zeigte sie mir dann 2 Hände voll Reis, das ist ihr Essen. Da kommen dann noch ein paar Bohnen aus ihrem Garten dazu und etwas Palmöl von der Nachbarin, das war es dann für den Tag. Sie sagte mir, dass ihre Tochter oft Bauchschmerzen vor Hunger hat. Ganz stolz war sie auf ihre kleinen Bananen, die sie vor der Tür gepflanzt hat und auf den Mais. Ihre einzigen Schuhe sind ein paar Flipflops, die aber kaputt sind, alle 5 Meter musste sie den Schuh ausziehen, wieder zusammenstecken und weiterlaufen. Eine andere ältere Frau ist mir auch aufgefallen. Sie hat nur noch einen Zahn im Mund, hat ihren Mann und alle Kinder verloren und ist ganz alleine. Wer helfen möchte der kleinen Familie und der Witwe gemeinsam einen Sack Reis monatlich zu spenden, würde ein gutes Werk tun.

Siras Küche


Siras Wohn/Schlafzimmer


Hier zeigt sie uns, wie sie schläft


Ihr kleiner Garten


Sira mit Mann und Tochter, zwei ältere Kinder hat sie zu ihrer Mutter geschickt, weil sie sie nicht ernähren kann, und Binta, die Witwe.

Aber mir fiel noch etwas anderes auf. Im Gespräch mit den beiden Frauen erfuhr ich, dass auch Binta kein Bett hat, selbst der Ortvorsteher schläft auf einer Bastmatte auf dem Boden. Vielleicht erinnert ihr euch, dass wir schon einer Familie in Kuloro mit zwei Betten ausgeholfen haben. Nun scheint das ganze Dort keine Betten zu haben. Ich war bedrückt, als ich das erfuhr. Vielleicht wollt ihr ja den Artikel Neue Betten! noch einmal nachlesen. Es scheint, wir müssen hier mal ein Projekt draus machen. Schließlich haben wir uns auf die Fahne geschrieben, dass wir den Lebensstandard der Armen verbessern wollen.

Bitte schreibt mich an, wenn ihr helfen wollt, damit die Hilfe so effektiv wie möglich eingesetzt wird.  (mail@helpthepoor.de)

Für allgemeine Hilfe könnt ihr folgendes Konto verwenden:

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