Kein Brot in der Regenzeit

Als wir letztens mal wieder zwei unserer Projekte abgefahren sind, wurden wir von einem Mann gerufen, in seine Bäckerei zu kommen. Da ich schon immer mal eine gambische Bäckerei sehen wollte, nahmen wir die Einladung gerne an. Es ist die Familie Barry, die diese Bäckerei betreibt. Vater und Sohn backen für die Dorfbevölkerung das tägliche Brot.

Solange es noch trocken ist, wird es auch weiterhin Brot geben, doch wenn dann im Juli die Regenzeit beginnt, sieht es schlecht für die tägliche Brotlieferung aus. Das Dach der Bäckerei ist total durchlöchert. An Backen wäre nicht zu denken. Bei dem ständigen und heftigen Platzregen, so wie in Gambia üblich, würden sowohl die Zutaten als auch die fertigen Brote nass werden.

Daher bitten wir euch, helft der Familie Barry mit 200€ ihr Dach instand zu setzen, damit die Familie ihr Auskommen hat und die Dorfbewohner ihr Brot.

Gerne nehmen wir auch Teilbeträge. Eine kleine Spende mit großer Wirkung.

Paypal: spenden@helpthepoor.de

Konto: Help the poor and the needy e.V., IBAN: DE47100205000003291200

 

20160608_133851484_iOS

Advertisements

Geschenkte Mobilität

Wie ich auf unserer Facebook-Seite ja schon berichtete, können unsere Sponsoren ja bereits Gedanken lesen, so ein inniges Verhältnis haben wir zu ihnen. Na, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber es ist tatsächlich nun schon mehrere Male passiert, dass ein Bedürftiger nach etwas gefragt hatte, und siehe da, noch am gleichen Abend kam eine Überweisung oder eine Email mit der entsprechenden Spende. Gott sei’s gedankt.

Eine von diesen Koinzidenzien war der Bedarf von mindestens zwei Fahrrädern für zwei Studenten, die zwar die Ausbildung durch Sponsoren finanziert bekommen, aber den Weg zu Schule nicht. Schade, wenn diese Ausbildung dann deswegen nicht zustande käme. Immerhin ist einer von ihnen ein von uns gesponsertes Schulkind, der nun nach so erfolgreichem Abitur, einen freien Studienplatz für Jura bekam.

Ein anderer junger Mann kam zu uns mit der Bitte, ihm eine Ausbildung zum Fensterbauer zu finanzieren. Eine gute Idee, da es in Gambia gerade Mode ist, alle alten Klappfenster durch Aluminium-Schiebefenster zu ersetzen. Nach einigen Recherchen fanden wir heraus, dass das erste Jahr der Ausbildung 200€ kostet. Am selben Abend erhielten wir per Email eine Spende von 200€ zugesagt, ohne, dass die Spenderin von dem Gespräch wusste. Doch damit der Wunder nicht genug. Auch dieser jungen Mann hätte keine Geld, um täglich zur Schule zu gelangen.

So ereignete sich dann noch ein kleines Wunder und eine liebe Freundin und Unterstützerin unseres Vereins bot uns spontan fünf Fahrräder und deren Transport nach Gambia an. Nun sind sie da. Und wir können damit, so Gott will, davon ausgehen, dass diese beiden jungen Männer, aller Voraussicht nach, zunächst nicht den Weg durch die Wüste und das Mittelmeer antreten. Bei der Menge der Auswanderungswilligen (es gibt kaum eine Familie, aus der nicht schon ein Junge gegangen ist), zählt jedes gerettete Leben.

Möge es noch viele weitere Koinzidenzien geben, die uns helfen, vielen jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, im Land zu bleiben und sich dort etwas für sich und ihre Familien aufzubauen.

 

Ein wunderschöner Ramadanbeginn

Die Müdigkeit saß uns noch in den Knochen von den Aktionen der letzten Wochen. Wir mussten unsere Mitgliederlisten aktualisieren, Telefonnummern raussuchen, alle 230 Empfänger anrufen, die Ware ordern, es gab im Vorfeld viel zu tun. Aber das haben wir alle gerne gemacht, waren wir doch noch so berauscht von der großen Hilfsbereitschaft aus Deutschland. Samstagmorgen ging es dann ganz früh ins Büro. Früh deshalb, weil es in Gambia alle zwei Wochen einen nationalen Cleaning Day gibt, an dem jeder vor seiner Haustür sauber machen soll. Ausgerechnet an dem Samstag vor Ramadan. Dann steht das ganze Land von neun bis 13 Uhr still, und es geht nichts mehr. Alle Geschäfte sind geschlossen und kein Auto darf fahren. Aber wir haben es geschafft noch vorher im Büro zu sein. 

Endlich angekommen ging es sofort los. Reis und Zucker in Stofftüten abpacken, Plastiktüten sind ja seit 1.7.2015 verboten, Datteln, Tomatenmark, Mayonaise, Dosenmilch, Nudeln etc. in noch ein andere Tüte. Die Kartons mit den Hühnerbeinen kamen in ein Lager, die mussten noch etwas auftauen. Bis fünf Uhr wurde gepackt. Zwischendurch haben uns andere helfende Hände ein schönes Mittagessen vorbeigebracht. Für 10 Personen, stellt euch vor. Völlig erschöpft, aber glücklich ging es dann nach Hause. Dort noch schnell etwas für das Abendessen vorbereitet, und weil eh der Strom aus war, ging es dann bald ins Bett. 

Nächsten morgen wieder ganz früh raus. Die ersten Empfänger kommen erfahrungsgemäß schon gegen neun. Dann ging es auch schon los. Erst versuchten wir die Empfänger alphabetisch aufzurufen, aber das ging nicht. Die Lautstärke und die Abwesenheit der meisten „A“ ließen die Wartenden dazu übergehen vor Kalilu, der am Sonntag die Ankommenden mit unserer Empfängerliste abglich, eine lange Schlange zu bilden. So wurde sie dann abgearbeitet. Erst der Fingerabdruck bzw die Unterschrift und dann die Sachen abholen. 

Am Rande wurden auch viel schöne Gespräche geführt, mehrere junge Menschen haben sich dafür interessiert für uns zu arbeiten. Auch haben wir uns gefreut, einige der  Bedürftigen, die wir lange nicht gesehen haben, wieder zu treffen. Aber auch einige neue Mitglieder, die gerade einige Tage vorher einen Antrag auf Hilfe gestellt hatten, haben sich über die Gaben gefreut.   

Einige der ehrenamtlichen Helfer haben auch noch einmal betont wie erfreulich die Arbeit für einen guten Zweck ist und die damit verbundenen Pluspunkte bei Allah. Und überall wurde gebetet und gedankt. Noch bis heute rufen uns einige Empfänger an und beten am Telefon für die edlen Spender. Möge Allah sie alle reichlich belohnen. Es würde den Rahmen dieses Blogs sprengen, wenn ich alle Bittgebete hier wiedergebe, die in diesen Tagen gesprochen wurden.

Ein großer Dank auch an die Sadaqa Gruppe von Telegram, die sich mit 69 Paketen beteilgt haben, Al Rahma e.V mit 55 und Nächstenliebe ohne Grenzen e. V. mit 24. Wunderschön, wie unsere Ummah zusammenhält.

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image