Geschenkte Gesundheit

Da bin ich wieder. Dieses Mal mit unserem Gesundheitsprojekt. Am Freitag kam nun endlich der Container, voll mit Medikamenten. Ich war sehr beeindruckt, wie viel letztlich doch zusammengekommen ist. Mögen die Spender reichlich belohnt werden.

Medikamente

Am Sonntag kam dann Modou, der Mediziner unseres Vertrauens. Vor etwa einem halben Jahr wurde die Klinik geschlossen, in der er gearbeitet hat, und schon wurde er arbeitslos. Nun fährt er Taxi, um seine Familie zu ernähren, aber am Mittwoch macht er, so Gott will, eine 3-monatige Weiterbildung, um die Erlaubnis zur Selbständigkeit zu erhalten. Sein Traum ist es, dann noch eine pharmakologische Ausbildung zu machen. Die dauert wohl 8 Monate, aber nur 3 Tage die Woche. Unser Plan ist nun folgender:

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Neue Betten!

Erinnert ihr euch? Vor nicht allzu langer Zeit haben wir „unser Dorf“ Kuloro besucht, in dem wir die Moschee bauen. Bei unserem Besuch dort, stellte sich auch der Arabischlehrer vor. Er ist krank, hat Schwierigkeiten seine Frau und seine 9 Kinder zu ernähren, und die Familie schlief auf Betten aus Lehm. Dieser Anblick war schlicht schwer zu ertragen. Neue Betten! weiterlesen

Iftar in Gambia / Ramadan 2017 – 20€ für ein Paket

Gambia hat einen neuen Präsidenten. Das ist gut so. Es kommen Investoren ins Land, die EU hat wieder Gelder zugesagt und dennoch. Es ist immer noch eins der 20 ärmsten Länder der Welt. 

Für die Muslime der Welt beginnt etwa am 25. Mai wieder der schöne Fastenmonat Ramadan. Eine Reiniugung für Leib und Seele. Überall freuen sich sie sich auf diesen gesegneten Monat. Es jetzt hier nicht der Ort für eine geschichtliche Abhandlung zum Ramadan, aber für alle, die ihn noch nicht selbst praktiziert haben, es ist wunderbar. Die Seele wird von vielen schlechten Angewohnheiten gereinigt, der Körper entschlackt und man fühlt sich den Armen und Bedürftigen näher als je zuvor. 

Und ab Sonnenuntergang darf man dann ja auch wieder essen. Wo sich bei manchen dann die Tische biegen, geht es bei anderen etwas bescheidener zu. Doch was ist mit denen, die nichts oder kaum etwas haben zum Fastenbrechen? Wer sich vorstellen kann mit einer Handvoll Erdnüsse oder einem Hirsebrei über die 24 Stunden zu kommen, kommt diesem Zustand schon sehr nahe. 

Seit nunmehr fast 19 Jahren kümmern wir uns um die Ärmsten in Gambia, und bis letztes Jahr konnten wir zumindest sicherstellen, dass zum Fest alle 140 Familien, die wir betreuen, ein schönes Essen mit Fleisch zubereitet haben. Bei größeren Spenden haben wir ihnen dann noch die letzten 10 Tage, die im Islam mit sehr viel Gebeten begangen werden, mit Extra Lebensmitteln verschönert. Im letzen Jahr konnten wir erstmals ein Iftar-Paket zusammenstellen, dass sie über einen Teil der Fastenzeit gebracht hat. Im Paket waren Reis, Zucker, Tee, Mayonaise, Tomatenmark, Hühnerbeine, Nudeln, Zwiebeln, Datteln ….. So ein ähnliches Paket wollen wir jetzt wieder zusammenstellen. 

Das Paket wird 20€ kosten, und wir wollen 160 Pakete zusammen stellen. 140 Pakete für unsere bedürftigen Familien, den Rest für die ehrenamtlichen Helfer, Kranke und Arme des Weges. 

Wer selbst nicht fasten kann und dafür lieber einen Armen speisen möchte, darf sich auch gerne bei uns melden. 

Der Prophet (s) sagte: „Einen jeden Gläubigen, der einen Gläubigen speist, nachdem dieser hungrig war, wird Allah am Tag der Auferstehung von den Früchten des Paradieses speisen.“ (Tirmidhi). 

Spenden ist wieder auf vielerlei Arten möglich. Per betterplace: http://www.betterplace.org/p52910

Oder herkömmlich

Es werde Licht – wie wir den Stromversorger austricksen könnten

Es werde Licht – Wie wir den Stromversorger austricksen könnten

Stellt euch vor, ihr hättet am Tag nur 6 Stunden Strom, mal etwas mehr und mal auch weniger. Na ja, denkt ihr bestimmt, in Afrika ist es warm, dann gehe ich eben raus. Vielleicht habt ihr euch aber auch nie wirkliche Gedanken gemacht, wofür man überall Strom braucht. Dann ist nichts mehr mit Waschmaschine oder Mixer, Fernsehen und Internet auch nicht. Nun denkst du vielleicht, das ist ja Luxus, das geht auch ohne. Ja, abgesehen davon, dass du dann diesen Artikel nicht lesen könntest, ganz blöd ist es nur, wenn du abends ohne Licht da sitzt. „Es gibt doch Kerzen!“, höre ich jetzt den ein oder anderen sagen. Auch das ist richtig. Hast du schon einmal versucht, bei Kerzenlicht für

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Gambia und seine Präsidenten: Ein Tagebuchbericht

Gambia und seine Präsidenten: Ein Tagebuchbericht
10 Tage vor der Vereidigung des neuen Präsidenten und die Tage danach.

Tag 10 – 9.1.17 Montag

Morgens ins Büro gegangen. Wir haben noch weiter am Jahresabschluss gearbeitet, aber es war schwer bei der Sache zu bleiben. Heute soll das Meeting der Westafrikanischen Staatspräsidenten im Rahmen der Inauguration des neuen Staatschefs in Ghana stattfinden. Alle warten gespannt auf die Ankündigungen. Abends wurde dann mitgeteilt, dass die Ecowas-Spitzen sich am 11.1. Mittwoch mit Präsident Jammeh zu einem letzen Gespräch treffen wollen. Nun ja, wir hatten mehr erhofft.

Tag 9 – 10.1.17 Dienstag

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Und dann noch etwas Schönes in all dem Trouble

Wer sich etwas für Gambia interessiert, hat vielleicht mitbekommen, was hier gerade los ist. Wir stehen kurz vor einer Militärinvasion, um die Amtseinführung des neuen Präsidenten zu sichern. Dennoch geht das Leben ja weiter. Gestern war unser letzter Tag im Büro, vorerst, und Sheikh Chabbo Cham kam, um die letzten 360€ abzuholen, die wir für den Wiederaufbau seiner völlig zerstörten Koranschule gesammelt haben. Er dankte uns sehr und versorgte uns dann gleich auch noch mit Bildern der Renovierung. Das letzte Geld ist für noch fehlende Fliesen und den letzten Schliff. Dann erstrahlt die Schule wieder im alten Glanz und kann die Arbeit wieder aufnehmen. 14 Monate war die Schule ein Bauruine, doch mit Allahs Hilfe und der Hilfe unserer fleißigen Sponsoren ist die Schule wieder wie neu.

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Ich will helfen, habe aber kein Geld

Immer wieder erhalte ich emails oder Whatsapp Nachrichten, in denen die Begeisterung für unsere Projekte ausgesprochen wird, und dann kommt oft noch ein Nachsatz „Ich würde euch so gerne helfen, aber ich habe kein Geld“. 

DAS MACHT NICHTS. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie ihr helfen könnt.

Ich schreibe jetzt ein 10-Punkte-Programm, mit dem ihr Möglichkeiten zu helfen habt. Es sind nur Vorschläge, jeder sucht sich einfach das heraus, was ihm möglich ist. 

1. Bittgebete sind immer willkommen. Gebete sind so ein starkes Mittel Gutes herbeizuführen. Also scheut euch nicht, alle Armen und Bedürftigen in euere Gebete mit aufzunehmen. 

2. Wenn du dieses liest, sitzt du entweder vor einem Handy, Tablet oder Computer. Naturgemäß wirst du dann auch hin und wieder eine Suchmaschine benutzen. Warum nicht statt Google mal benefind. Benefind funktioniert genauso wie Google, spendet aber einer Organisation deiner Wahl für jede zweite Suchanfragen einen Cent. Bis jetzt haben wir schon knapp 100€ gesammelt, das sind immerhin 20.000 Suchanfragen. Auch du kannst dabei sein. 

Einfach die Seite aufrufen „benefind.de“ bei Auswahl ändern „Help the poor and the needy e.V.“eingeben, bestätigen und lossuchen. Dann einfach die Seite auf dem Hauptbildschirm abspeichern und künftig als Browser benutzen, so spendet ihr Geld ohne es zu merken. 


3. Lest euch einfach mal unsere Homepage durch http://www.helpthepoor.de. Dann wisst ihr was wir machen und habt einen guten Überblick. 

4. Noch mehr Details gibt es auf unserem Blog http://www.empathymitgefuehl.wordpress.de, den du gerade vor dir hast. Hier dokumentiere ich mittlerweile seit 2014 die Arbeit unseres Verein und wie spannend es ist über den Tellerrand Europa hinauszuschauen. 

5. Auch auf Twitter sind wir unter dem Namen helpthepoor.de zu finden. Eine Auswahl der Posts findest du auch auf der Startseite dieses Blogs. Beim Handy bitte nach unten scrollen.

6. Selbstverständlich hat der Verein auch eine fb-Seite. Auch hier werden immer die aktuellen Projekte vorgestellt. Derzeit haben wir 431 Follower (Stand 4.1.17), ein Traum wären ja 500 Likes. Meint ihr wir bekommen das hin?


7. u. 8. Auf WhatsApp und Telegram gibt es mittlerweile sehr aktive Gruppen mit regem Gedankenaustausch und zusätzlich die Broadcasting Funktion bei WhatsApp und einen Kanal bei Telegram, auf dem ausschließlich Informationen versendet werden, ohne Austausch mit anderen. Wer in die Gruppen möchte, bitte kurze email an mich, für den Broadcast auf Whatsapp sendet mir bitte eure Telefonnummer mit Namen an unsere mailadresse, für den Kanal auf Telegram gibt es folgenden Link: 

https://telegram.me/Helpthepoor

9. Bei Instagram unter dem Namen helpthepoor.de findet ihr immer wieder aktuelle Fotos mit Kurzbeschreibungen. 

10. WEITERLEITEN WEITERLEITEN WEITERLEITEN. Alle diese Hinweise dienen dazu den Leser auf den neusten Stand der Projekt zu halten. Eure Hilfe für uns wäre, dass ihr weiterleitet, was ihr gut findet. Ist das ok für euch?

Und falls ihr dann doch mal ein paar Euro übrig hättet, könntet ihr euch zum Beispiel an folgenden Projekten beteiligen.

Ein kleines aber feines Projekt ist unser Glühbirnenprojekt, sehr ausführlich hier auf diesem Blog beschrieben. Es geht um Glühbirnen, die eine kleine Batterie enthalten, damit das Licht nach einem Stromausfall (und den haben wir hier mehrmals täglich) nicht mehr ausgeht, sondern weiter leuchtet. Eine große Hilfe, denn die Alternative sind Kerzen (mittlerweile mussten wir schon 4 Brandopfern bei dem Wiederaufbau ihrer Häuser helfen, Glühbirnen sind definitiv billiger). Eine Glühbirne kostet 5€. Derzeit betreuen wir 140 Familien und würden so gerne jeder Familie eine Glühbirne schenken. 57 Glühbirnen haben wir schon. Geht da noch was?


Andere Projekte findet ihr auf betterplace.org. Das ist eine Crowdfunding-Seite. Hier kann jeder so viel spenden wie er möchte. Derzeit haben wir vier Projekt auf Betterplace stehen. 

Alle Projekte sind im Blog ausführlich beschrieben. Da der Verein gemeinnützig ist, können wir Spendenbescheinigungen ausstellen. Also auch interessant für Firmen. 

Wenn du Lust hast, dich irgendwie einzubringen oder Fragen und Anregungen hast, schicke mir doch eine email. Ich freue mich über jede Nachricht und bemühe mich auch sie noch am gleichen Tag zu beantworten. mail@helpthepoor.de

Danke, dass du diesen Artikel zu Ende gelesen hast. 

Wenn die Angst sich in den Alltag einschleicht

5 Stunden nachdem letzen Artikel auf dieser Seite ereignete sich das, was keiner gewollt, aber viele befürchtet hatten. In einem anfänglichen fast rührenden Telefonat mit dem neu gewählten Präsidenten gratulierte der noch Amtierende ihm vor laufenden Kameras zur gewonnen Wahl. Das war am Abend des 2. Dezembers. Am Abend des 9. Dezembers zog der scheidende Präsident die Zustimmung zu seiner Niederlage wieder zurück und erklärte, dass er alles dafür tun würde, im Amt zu bleiben.

Als erste Reaktion fühlte sich die Bevölkerung irgendwie belustigt. Das Wochenende verging und jeder hoffte, dass er noch zur Besinnung kommt. In den Folgetagen kamen Staatspräsidenten aus anderen West-Afrikanischen Ländern, um Überzeugungsarbeit zu leisten. Selbst seine Mutter und eine Gruppe der wichtigsten Imame des Landes versuchten ihn zur einer friedlichen Übergabe zu überreden. Doch alles blieb ohne Erfolg. Inzwischen steigerte sich seine Wortwahl in hasserfüllte Drohungen mit der Verwendung des Wortes „Krieg“ und schlug schließlich in die Aberkennung der Wahlergebnisse um. Er fordert es vor dem obersten Gericht zu klären und will am 10.1. Neuwahlen per Gericht erzwingen. Derzeit ist es ein Hin-und Her der Richter, ob sie bleiben oder gehen. Die Situation ist derzeit sehr unübersichtlich.

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Ein Land erwacht

Erst ganz langsam wird mir klar, dass wir im kleinsten Land auf dem afrikanischen Kontinent einem sensationellen Großereignis beigewohnt haben. Jeden Tag gibt es neue Geschichten, die von totaler Begeisterung bis tiefe Trauer reichen.

Die Gambianer hatten die Wahl zwischen drei Kandidaten: dem ehemaligen Präsidenten, einem Vertreter Volksstammes der Fula und einem Vertreter der Maninka, die die größte Volksgruppe in Gambia stellen.

Der ehemalige Präsident hat dieses Mal, warum auch immer, zugelassen, dass es ein Spotcounting (Auszählung im Wahllokal)  gab. Als er dann jedoch bemerkte, dass es knapp wird, wollte er die Wahlurnen ins Statehouse bringen lassen.

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Ein kleines Projekt mit großer Wirkung

Ein kleines Projekt mit großer Wirkung. Leider muss ich schon wieder mit dem Stromproblem in Gambia nerven, aber jetzt scheint eine kleine Lösung zumindest für das Lichtproblem in Aussicht zu sein. Wie ja schon beschrieben, haben wir hier in Gambia oft nur 4 Stunden Strom am Tag.

Tagsüber kann man das managen. Aber wenn es dann dunkel wird, und hier wird es immer so gegen 19 Uhr dunkel, weil wir sehr nah am Äquator sind, und jeden Tag so gegen 7 Uhr hell. Das heißt jeden Tag 12 Stunden Dunkelheit.

Da wir mit unserem Verein uns besonders um die ärmste Bevölkerung kümmern, sind Batterielampen oder gar Solarlampen für die meisten unserer Bedürftigen unerschwinglich. Nur zur Erinnerung, in Gambia und Deutschland sind die Lebensmittelpreise etwa die gleichen, aber in Deutschland verdient man 50x mehr für die gleiche Arbeit. Bei Stromausfall bleiben dann nur noch die Kerzen.

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Elephantiasis …

…. Eine Krankheit die das Leben sehr beschwerlich macht, denn die Gliedmaßen können auf eine ungeahnte Dimension anschwellen und die Betroffenen bewegungsunfähig machen. Elephantiasis kann angeboren sein, in den meisten Fällen ist es aber eine Infektionskrankheit, die durch kleine Würmer ausgelöst wird, die in das Lymphsystem eindringen und es quasi lahmlegen.

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Zwangsweise offline

Aufregende Stunden liegen hinter uns. Gestern wurde in Gambia gewählt. Sie wählten einen neuen Präsidenten. Das ist in Afrika immer eine große Sache. Die Stimmung im Land war seit Wochen schon sehr angespannt. Wir als Normalbürger haben diese Stimmung darin gespürt, dass das Internet immer mehr eingeschränkt wurde, damit so wenig Informationen wie möglich nach außen gehen. Für uns als NGO unerträglich, wenn wir die Sponsoren nicht mehr erreichen können. So quälten wir uns dann über VPN-Server und andere Programme, um mit unseren Freunden und Unterstützern in Kontakt zu bleiben.

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Bitte lasst eure Medikamente nicht in der Schublade vergammeln!

Wohl dem der vom Arzt Medikamente verschrieben bekommt, dann in die Apotheke geht und sie einfach so oder für wenig Geld bekommt. In Gambia ist das leider etwas anders. Hier musst du erst einmal Gebühren bezahlen, um als Patient registriert zu werden, dann bekommst du eine Beratung, und schließlich musst du dir alle Medikamente selbst kaufen. Auch das wäre vielleicht nicht bei allen das Problem. Aber was, wenn es die Medikamente gar nicht gibt? Das passiert leider häufiger als man denkt.

Dazu zunächst eine kleine Geschichte. Eine Bekannte von uns, 46 Jahre alt, litt unter hohem Blutdruck. Gelegentliche Arztbesuche halfen ihr damit umzugehen. Eines Abends fühlte sie sich nicht so gut, alle anderen Familienmitglieder schliefen schon, so machte sie sich alleine auf den Weg zum nächstgelegenen Krankenhaus. Es war nicht weit nur etwa 5 Minuten mit dem Taxi. Dort angekommen stellten sie einen sehr hohen Blutdruck fest, hatten aber derzeit keine Medikamente dagegen.

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Die Sache mit dem Strom

Für unser Projekt „Nähen statt Lampedusa“ haben wir die Anschubfinanzierung schon gesichert. Allerdings ist jetzt ein Problem aufgetreten, mit dem wir so nicht gerechnet haben. Es scheint ein etwas größeres Problem in ganz Gambia mit dem Strom zu geben. Es gibt keine Stromquellen, die hier angezapft werden können. Keine Windenrergie, Solaranlagen nur in Privatbesitz Erdöl sowieso nicht. Es gibt nur Plants (übergroße Generatoren), die natürlich mit Diesel gefüllt werden müssen.

Seit über einem Monat nun gibt es selbst um die Hauptstadt herum nur nachts 4 Stunden Strom. Für eine Nähwerkstatt mit 10 elektrischen Nähmaschinen ein NoGo. Um unser Projekt nicht zu gefährden, wollen wir und nun unabhängig von diesem Problem machen und eine kleine Solaranlage für unsere Nähwerkstatt kaufen. Bisher sind bereits 315€ Spendengeldern eingegangen.

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Hilfe! Wir brauchen eure Hilfe!

Seit 18 Jahren nunmehr leiten wir den Verein „Help the poor and the needy e.V“. Dank großartiger Spender, konnten wir den Ärmsten der Armen helfen, Notfallhilfe leisten, Ausbildungen für eine nachhaltige Stabilisierung der Familien bewirken, Witwenhilfe und vieles andere mehr.

Wie an anderer Stelle schon beschrieben, gehen eure Spenden zu 100% in die Projekte. Um das weiterhin gewährleisten zu können, brauchen wir  „offene Spenden“ d.h. Spenden, die keinem Projekt zugeordnet werden. Diese Spenden werden dazu verwendet, unsere Bürokosten wie 3 Angestellte, Strom, Internet, Telefon, Computer, Büromaterial, Transportkosten etc. zu bezahlen. Derzeit belaufen sich unsere Verwaltungskosten auf 400€ monatlich. Das wurde bisher gedeckt durch Daueraufträge einiger lieber Spender.

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Die Witwen von Gambia …..

…. sie brauchen unsere Unterstützung am dringendsten. Aus diesem Grund haben wir im August das Witwen-Reis-Programm gestartet. Bis jetzt profitieren 18 Witwen davon, indem sie jeden Monat einen Sack Reis von uns bekommen. Obwohl wir stets bemüht sind, nachhaltige Projekte zu initiieren, müssen wir doch auch schauen, wo die Not am größten ist und dort helfen.

Die Mehrheit der bei uns registrierten Witwen leben unter ähnlichen Bedingungen. Einige von ihnen sind noch recht jung mit Mitte 40 und sind Mitglied vom Bakau-Women-Garden. Dort haben sie ein Beet, das sie bewirtschaften können, und den Ertrag auf dem Markt verkaufen. Der Ertrag reicht mit ein wenig Glück für das tägliche Fishmoney. Doch ein monatlicher 50 Kg Sack Reis für 25€ oder gar Schulgebühren für die Kinder ist davon nicht finanzierbar. In Gesprächen mit ihnen dreht sich immer alles um den monatlichen Sack Reis. Wenn du den hast, gehst du wenigstens nicht hungrig schlafen.

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Nähen statt Lampedusa Teil II

Frau Merkel reist durch Afrika und versucht den Afrikanern zu erklären, dass Europa nicht so ist, wie sie sich das vorstellen. Sie bleibt ein paar Stunden an einem Ort, hält eine Rede, und weg ist sie wieder. Schönes Schauspiel. Wir reden uns hier jahrelang den Mund fusselig und kommen gegen den Europavirus nicht an.

Wie in der eigenen Familie erlebt, hält selbst ein Angebot, ihnen einen Laden einzurichten, die ganz Hartnäckigen nicht davon ab, ihr Leben zu riskieren. Dennoch wollen wir nichts unversucht lassen, vielleicht doch einige Leben zu retten, in dem wir den jungen Männern eine Ausbildung zum Schneider anbieten. Das ist natürlich auch keine Garantie, aber ein Anfang. Die Idee ist folgende:

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Bewegende Momente

Eigentlich wollte ich diesen Blog sofort schreiben, als ich wieder zu Hause war, doch ich war immer noch so gerührt von dem, was ich gesehen hatte, dass ich es wohl erst einmal verarbeiten musste.

Wie ihr ja wisst, helfen wir viel in dem Dorf Kuloro – Dar-us-Salam (kurz: Kuloro). Weil es dort aber so viel Armut gibt, sehen wir immer mehr Schicksale, und es entwickelt sich zu einer Never-Ending-Story. Und das ist gar nicht böse gemeint, denn wir gepamperten Westeuropäer können hier viel wieder gut machen. Wer von meinen Lesern an das Paradies glaubt und die Aktionen, die es erfordert dorthin zu kommen, kann hier tätig werden und viele gute Taten sammeln.

Doch nun zur Geschichte selbst. Bei unserem ersten Besuch in Kuloro begegnete ich einer Frau, die mich spontan umarmte und mit den paar Worten Englisch, die sie sprach, mich wiederholt als ihre Freundin bezeichnete. Sie war dabei immer so fröhlich, dass mir ganz warm ums Herz wurde.

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Regenzeitopfer

Wir kennen sie alle, die Bilder von Unwetteropfern. Sei es aus fernen Ländern oder nur einige Kilometer entfernt aus dem eigenen Land. Umgestürzte Bäume, Hochwasser, heruntergefallene Ziegel oder zerstörte Autos. Wir fühlen Mitleid mit den Betroffenen und der nächste Gedanke ist dann, wie kann geholfen werden? Doch mal ehrlich, der übernächste Gedanke ist dann ….. das regelt die Versicherung oder darum muss sich die Regierung kümmern… und schwupp ist der Mitleidsgedanke wieder weg. Not so?


Ganz anders in Gambia. Über die von der Weltbank errechnete Armutsgrenze von knapp 2 Dollar pro Tag, können wir hier nur lächeln. 2 Dollar pro Tag (60 Dollar pro Monat) ist hier ein Gehalt eines mittleren Angestellten. Wovon reden wir dann bei einfachen Arbeitern oder gar Arbeitslosen? Und was passiert, wenn sie ihre Dächer durch einen Sturm verlieren? Die  Dann springt keine Versicherung ein und die Regierung schon einmal gar nicht. 

Denjenigen, die nicht einmal genug zum Essen haben, bleibt also nichts weiter übrig, als ihre Dächer mit Sandsäcken oder Autoreifen zu sichern und zu beten, dass das Dach nicht wegfliegt. Vielleicht auch in der Hoffnung, dass damit einige der Löcher abgedeckt werden, durch die es immer wieder ins Innere hineinregnet. 




So schön die Sonnenpunkte auf dem Lehmbett auch aussehen. Wenn es regnet, haben die Löcher eine andere Wirkung. 

Ich kann euch noch unzählige Geschichten Betroffener erzählen, doch möchte ich diese Gelegenheit lieber nutzen, um an unser Notfallkonto zu erinnern. Uns erreichen beinahe täglich Notrufe von Hilfesuchenden, die Probleme mit den Wassermassen, die in Afrika während der Regenzeit vom Himmel kommen. Das ist nicht zu vergleichen mit einem deutschen Regen. Die Zerstörung anschließend ist oft groß, auch weil die Häuser aus Armutsgründen meist nur aus Lehm mit Wellblech gebaut sind. Zementblocks sind einfach zu teuer. 

Ich weiß, es ist immer schöner für eine bestimmte Person, ein Schulkind, oder eine Witwe zu spenden. Doch was mit den vielen noch nicht namentlich Genannten, die unsere Hilfe vielleicht noch dringender brauchen. Bitte spendet auch für sie unter dem Vermerk „Notfallhilfe“. Wasser, Wind und auch Feuer haben schon soviele Wohnsituationen von Menschen zerstört, die sich den Wiederaufbau nicht leisten können. Gerade vorgestern, kurz bevor wir in „unser“ Dorf aufgebrochen sind, kam unsere Nachbarin vom Büro ca. 80 Jahre alt und flehte uns an, ihr zu helfen. Aus einer Wand ihres Hauses sind beim letzten Regen schon einige Steine herausgefallen und nun droht die Wand mit der Eingangtür und damit das ganze Haus einzustürzen. Hier ist nicht nur ein Sachschaden abzusehen, sondern auch Menschenleben in Gefahr. 


Auch wir selbst hatten Probleme und sind nicht überall leicht durch gekommen. In manchen Momenten wurde auch mir etwas bange ums Herz. Aber Gott sei’s gedankt, wir konnten unsere Projektrundfahrt erfolgreich beenden. 


Wer von euch für die vielen Opfer der jährlichen Regenzeit spenden möchte, kann dies gerne hier tun.

Help the poor and the needy e.V.

Verwendungszweck: Notfallhilfe

Ich danke für eure Aufmerksamkeit, dass ihr diesen Artikel zu Ende gelesen habt. 

Die Koranschule im neuen Glanz

Erinnert ihr euch? Im November 2015 brannte die Koranschule von Sheikh Chabbo Cham vollständig aus. Es blieben nur noch die Grundmauern stehen. 

Selbst das Dach war komplett zerstört. Mit eurer Hilfe bauten sie dann zunächst das Dach wieder auf, um vor der nahenden Regenzeit sicher zu sein. Das war der erste und teuerste Schritt. 


Mit den nächsten Spenden wurde dann die Deckenverkleidung, die Ventilatoren und das Streichen der Wände vorgenommen. 


Nun fehlen noch die Fliesen, die Moskitonetze an den Fenstern und vielleicht ein paar Teppiche für den Fußboden. Ihr seht, euer Geld wurde gut investiert. Bitte nicht aufhören zu spenden. Die Schule ist noch nicht wieder ganz im alten Zustand. 

Spenden bitte an: 

Bitte immer angeben: VZ Koranschule

"Anteilnahme und Empathie sind der Schlüssel zu mehr Zufriedenheit." Dalai Lama

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